Lexikon: Raubtiere

 

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Raubtiere
Wolf im gras.jpg|thumb|none|300px|Grauwolf (Canis lupus)
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: (Gnathostomata)
: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
: (Mammalia)
: Höhere Säugetiere (Eutheria)
: Laurasiatheria
: Raubtiere (Carnivora)
Familie (Biologie)|Überfamilien
  • Hundeartige (Canoidea)
  • (Feloidea)

Die Raubtiere (Carnivora) sind eine Ordnung (Biologie)|Ordnung in der Klasse (Biologie)|Klasse der (Mammalia).

Die Bezeichnung "Carnivora" setzt sich aus den Latein|lateinischen Begriffen caro, carnis (Fleisch) und voro (verschlingen) zusammen. Carnivora sind somit vom Namen her . Ein Großteil der Carnivoren sind jedoch omnivor, also Allesfresser. Sie nehmen auch Beeren, Gräser usw. zu sich. Eine Ausnahme ist der Großer Panda|Pandabär, der rein pflanzliche Kost bevorzugt (Herbivor, Pflanzenfresser).

Mit etwa 270 Arten sind die Raubtiere eine der artenreicheren Ordnungen der Säugetiere, die vor allem aus sehr vielen Spezialisierung (Biologie)|spezialisierten Formen besteht. Außer in der Antarktis kommen sie auf allen Kontinenten vor, wobei der australische Dingo erst durch den Menschen auf dem früher raubtierfreien Australien (Kontinent)|australischen Kontinent eingeführt wurde. (Zwar gab und gibt es in Australien durchaus große Fleischfresser (Beutegreifer); es handelt sich allerdings um und Beuteltiere.)

Kiefer und Gebiss

Bild: Rotfuchsschädel.jpges]] Das Raubtiergebiss baut sich nach der Gebissformel 3143 auf: Symmetrisch also für Ober- und Unterkiefer von der Mitte aus: 3 Schneidezähne, ein Eckzahn, 4 Vorbackenzähne, 3 Backenzähne. Je nach Art sind die Ausprägungen unterschiedlich, wobei die Eckzähne, die sog. Reißzähne, in der Regel extrem lang ausgebildet sind. Die Backenzähne sind dagegen eher klein, der erste der vorderen unteren Backenzähne kann jedoch auch stärker entwickelt sein, den Reißzahn unterstützen, beziehungsweise in Zusammenarbeit mit diesem und dem oberen Reißzahn zum "Absägen" von Beuteteilen eingesetzt werden kann.

Der Unterkiefer ist so im Oberkiefer verankert, dass er nur auf und ab bewegt werden kann; Seitwärtsbewegungen wie etwa beim Kauen sind nicht möglich.

Organe

Aufgrund der meist geringen Spezialisierung bei der Nahrungsaufnahme ist wie das Gebiss auch der Verdauungstrakt im Vergleich zu vielen Pflanzenfressern (besonders den n) recht ursprünglich und bietet dadurch eine höhere Anpassungsfähigkeit. Der Verdauungstrakt besteht nur aus dem Magen und einem relativ kurzem Darm.

Weibliche Raubtiere verfügen über eine zweihörnige Gebärmutter. Sie haben bauchständige Milchdrüsen. Männliche Raubtiere verfügen über einen Penisknochen, die Hoden liegen außen.

Systematik

Die klassische Einteilung der Raubtiere sah zwei Unterordnungen vor, die Landraubtiere und die Wasserraubtiere; letztere waren dabei die Robben, erstere alle landbewohnenden Raubtiere. Nach heutigem Stand ist diese Unterteilung überholt, da Robben sich aus hundeartigen Raubtieren entwickelten und daher diesen zuzuordnen sind.

  • Überfamilie Hundeartige (Canoidea)
    • Familie (Mustelidae)
    • Familie Kleinbären (Procyonidae)
    • Familie Großbären (Ursidae)
    • Familie Hunde (Canidae)
    • Familie Ohrenrobben (Otariidae)
    • Familie Walrosse (Odobenidae)
    • Familie Hundsrobben (Phocidae)
  • Überfamilie (Feloidea)
    • Familie (Viverridae)
    • Familie Mangusten (Herpestidae)
    • Familie (Felidae)
    • Familie Hyänen (Hyanidae)

Bedeutung, Geschichte, Kultur

Viele Raubtiere sind heute akut bedroht und wurden oder werden wegen ihres Fells, aus dem Luxus-Kleidung hergestellt wird, für Jagdtrophäen oder als "Haustiermörder" beziehungsweise "Nutztiermörder" bejagt.

Einige Arten (vor allem und ) werden vom Menschen auch als e gehalten. Verschiedene werden wegen ihres Felles gezüchtet.


Kategorie:Raubtiere


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