Lexikon: Ritter

 

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Bild: Schwertleite.png Ritter (lat. eques, franz. chevalier, ital. cavaliere span. caballero) war die Bezeichnung für die wehrhaften, adeligen Gefolgsleute des Königs und des Hochadels. Jeder Adliger|Adlige, der "Kriegsdienst" leistete, konnte diesen Titel erwerben, sofern seine wirtschaftlichen Verhältnisse dies zuliessen. In einem feierlichen Akt, ursprünglich der Schwertleite, später dem Ritterschlag, wurde man vom Herrscher zum Ritter gemacht, vorausgesetzt man brachte die dafür notwendigen sittlichen und militärischen Qualitäten mit. Seit dem 13. Jahrhundert bilden Ritter einen erblichen Ständeordnung|Stand.

Allerdings waren wohl die meisten Adeligen des Mittelalters keine "richtigen Ritter". Aus finanziellen und familiären Gründen zogen es viele vor, Zeit ihres Lebens Edelknechte (Armige), also ritterbürtige und waffentragende Krieger zu bleiben. Besonders bei en wurde streng zwischen Rittern und Edelknechten unterschieden. So durften Ritter beispielsweise mit drei Pferden auf dem Turnierplatz erscheinen, Knechten wurden nur zwei zugestanden. Vor großen Schlachten versuchten viele Feudalherren die Kampfmoral Ihrer Truppen zu stärken, in dem man diese Edelknechte in grosser Anzahl in den Ritterstand aufnahm. So soll der polnische König unmittelbar vor dem Treffen bei Grunwald/Tannenberg die Ritterwürde an tausend seiner "Szlachtschitzen" verliehen haben. Diese "Promotionen" kamen natürlich auch nach der Schlacht vor. Gelegentlich wurden sogar tapfere nichtadelige Kriegsknechte zu Rittern geschlagen oder mit dem Schwert umgürtet. Diese Standeserhöhungen waren aber meist nur symbolischer Natur, vergleichbar mit heutigen Ordensverleihungen. Den so ausgezeichneten Knechten fehlten meist die nötigen finanziellen Mittel, um die Ritterwürde dauerhaft anzunehmen. Einige besonders tapfere Kämpfer wurden sogar mehrere Male zum Ritter gemacht, blieben aber weiterhin Edelknechte. Manchmal wurde die Ritterwürde allerdings auch gegen die Zahlung einer nicht unerheblichen Summe erkauft. So liess sich etwa ein französischer Feldherr des Hundertjährigen Krieges zum Ritter des Deutschen Ordens schlagen.

Die Ritterwürde war also auch bei Hochadeligen keinesfalls selbstverständlich. Wie zahlreiche Urkunden belegen, gab es besonders im späteren Mittelalter weitaus mehr "Edelknechte" als "Ritter". Dies betraf natürlich vor allem die Angehörigen der kleineren Dienstadelsgeschlechter, die oft bereits die Ausrichtung der "Promotionsfeier" nach der Schwertleite oder dem Ritterschlag in arge finanzielle Nöte brachte. Insbesondere der Unterhalt der als Standart vorgesehen drei Ritterpferde und der entsprechenden Anzahl von Knechten überstieg die Finanzkraft der meisten Kleinadeligen. Wohlhabende, aber bequeme oder geizige Edelknechte wurden teilweise sogar durch Verordnungen zum Erwerb der Ritterwürde gezwungen. Man beachte hier auch das englische "Knight", das nichts anderes als "Knecht" bedeutet. Die Ritterwürde scheint im späteren Mittelalter immer entbehrlicher geworden zu sein.

Nicht jeder gepanzerte Reiter des Mittelalters war also ein "Ritter" des "engeren" Wortsinnes.

Allerdings wurden die Begriffe Ritter und Edelknecht bereits im Mittelalter nicht einheitlich verwendet. Manchmal werden ritterliche Dienstmannen oder Knappen als Edelknechte bezeichnet, gelegenlich sogar bäuerliche Kriegsknechte als Ritter. Manche Forscher zweifeln deshalb sogar die Existenz eines einheitlichen "Ritterstandes" an. Der Begriff "Ritter" begegnet uns zuerst in Schriftquellen des 12. Jahrhunderts. Ursprünglich umfasst er alle berittenen Krieger, vom nichtadeligen Kriegsknecht bis zum Hochadel. Später wandelte er sich in eine Standesbezeichnung, dem "Ritter" klassischer Definition. Dieser "Ritterstand" scheint aber niemals so abgeschlossen gewesen zu sein, wie meist angenommen wird. Tüchtigen oder gerissenen Nichtadeligen gelang immer wieder der Aufstieg in diese Gesellschaftschicht, deren "ritterliche" Ideale rasch einem gesunden Pragmatismus weichen mussten.

In den letzen Jahren ist es im Zuge des allgemeinen "Mittelalterbooms" zu einer "Renaissance des Rittertums" gekommen. In den Sommermonaten kann man überall "Ritterturniere" und "Mittelaltermärkte" besuchen. Das Bild, das hierbei vom Mittelalter vermittelt wird, hat natürlich (Ausnahmen bestätigen die Regel) mit der geschichtlichen Realität wenig zu tun. Man trifft immer wieder den selben bebrillten Kreuzritter im Aluminiumkettenhemdchen und dem Conan-der-Zerstörer-Prunkschwert an der Seite, sieht "Highlander" gegen "Mauren" antreten oder darf gar in Kaltenberg französische Stuntmänner in Plastikrüstungen und schwarzlackierten Baseballpanzerungen bewundern. Die massenhaft im Internet und in speziellen "Mittelalterfachgeschäften" angebotenen Waffen und Rüstungen sind in der Regel von so schlechter handwerklicher und historischer Qualität, dass es regelmässig bei "Schaukämpfen" spätpubertierender Hobbyritter zu ernsthaften Verletzungen kommt. Seriöses "Reenactment" wird nur von wenigen engagierten Gruppen und Einzelpersonen betrieben, dies allerdings auf hohem Niveau.

Dieses seriöse Reenactment leistet allerdings einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Verständnis des gesellschaftlichen Phänomens "Rittertum". Die Lebensverhältnisse der damaligen Menschen unterscheiden sich so grundlegend von den unsrigen, das eine Beurteilung durch reine "Schreibtischtäter" der Wahrheit nicht gerecht werden kann. Leider haben die meisten Historiker und Forscher niemals im Harnisch oder dem Kettenhemd auf einem Pferd gesessen oder versucht, die Schwertschläge eines Gegners mit einem "autentischen" Nachbau eines Ritterschwertes zu parieren. Geschichte lässt sich leider nicht nur aus Urkunden und Schriftquellen rekonstruieren, diese spiegeln die harte Realität längst vergangener Zeiten nur sehr unvollkommen wieder. Aber auch die seriöse "aktive" Beschäftigung mit der Vergangenheit kann immer nur Annäherung an die historische Wahrheit sein, niemals exaktes Nacherleben einer längst vergangenen Epoche.

Viele unserer Vorstellungen über Ritter und das Rittertum gehen auf spätere Idealisierungen und Pauschalierungen zurück. Die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Verhältnisse in den verschiedenen Teilen Europas unterschieden sich deutlich. So waren etwa "englische" und "skandinavische" "Ritter" für die Rückständigkeit ihrer Ausrüstung berüchtigt, diese Länder waren einfach zu weit von den grossen Zentren der Waffenproduktion in Oberitalien und entfernt. Viele grosse Feudalherren bedienten sich lieber der "preiswerteren" Edel- und Kriegsknechte, als eine mächtige und wohlhabende Ritterschaft um sich zu dulden.

Die Entwicklung des Rittertums

Bereits die Bezeichnung "Ritter", abgeleitet von germ. ridare (= reiten), bzw. ital. cavaliere, franz. chevalier hergeleitet von spätlateinisch caballum (= Pferd) hergeleitet), weist auf den Ursprung des Rittertums hin: die in der Spätantike entstandene Panzerreiterei. Die Ursprünge des Rittertums liegen im heutigen Frankreich, das "fränkische (französische)" Rittertum wurde über das niederländisch-lothringische Sprachgebiet nach Osten vermittelt, "Ritter" ist folgerichtig ein Lehnwort aus dem Niederländischen (Ridder). Von Deutschland breitete sich die Ritterkultur bis weit nach Osteuropa aus, besonders Böhmen entwickelte eine späte, aber um so eindrucksvollere Ausprägung.

Der Aufgang des Mittelalters: Frankenreich

Im Frankenreich der Merowinger und Karolinger wurde der Panzerreiter mehr und mehr zum Träger der Stoßkraft in den kriegerischen Aufgeboten, obgleich Fußvolk und leichte Reiterei weiterhin die Masse der Militärmacht stellten.

Der erhebliche materielle Aufwand, den der einzelne Freie für den Kriegsdienst zu leisten hatte, führte bereits in karolingischer Zeit dazu, dass nur solche Freien, die mehr als 9 Hofstellen besaßen, voll "wehrpflichtig" waren; ärmere mussten (nach einem detaillierten Schlüssel) zu mehreren gemeinsam nur einem von ihnen den Kriegsdienst finanzieren und ihn entsenden. Zur Finanzierung gehörten nicht nur Ausrüstung und Bewaffnung, auch für den Lebensunterhalt während des Feldzuges musste der "Wehrpflichtige" selber sorgen.

Noch höher war naturgemäß der Aufwand für den Panzerreiter - ein schweres und besonders ausgebildetes Kriegspferd (der dextrier) und ein teurer Panzer wurden benötigt, vielfach auch noch Knechte als Begleitpersonal. Entsprechend kamen als Panzerreiter nur Reiche - entweder aus eigenem Besitz (Allod) und/oder aus königlichen Lehen - in Betracht. Durch diese Aufgabenteilung entstand eine "Kriegerkaste" - das germanische Volksheer der Völkerwanderungszeit blieb nur mehr in Resten erhalten und der mittelalterliche Adel bildete sich heraus.

Hoch-Mittelalter: Reich

Im Reich nördlich der Alpen entwickelte sich das Rittertum aus zwei gesellschaftlichen Gruppen - dem niederen Adel (in Fortsetzung der Tendenzen des Frankenreiches) und den Ministerialen. Außerhalb des Reiches stammten die Ritter jedoch fast ausschließlich aus dem niederen Adel. Die Integration des "ministerialen" Dienstadels war in Westeuropa wesentlich früher beendet als hierzulande, in Frankreich dürfte dies bereits im 11. Jahrhundert geschehen sein.

Ministerialen waren ursprünglich Unfreie, die im Hofdienst der Bischöfe in herausgehobenen Positionen eingesetzt waren; dazu gehörte nicht nur der Dienst unmittelbar bei Hofe, sondern auch die Verwaltung abgelegener Besitzungen. Eine solche Verwaltung schloss meist den bewaffneten Schutz solcher Besitzungen gegen Übergriffe anderer "Großer" ein. Sie mussten damit diesen ebenbürtig bewaffnet und ausgerüstet - also Panzerreiter - sein. Zu Ende des 10. Jahrhunderts stellten die Bischöfe mit ihren Panzerreitern die Masse des Reichsaufgebotes.

Ministerialen erstritten sich auch im Laufe der Zeit zunehmend eigene Rechte - beispielsweise die Erblichkeit des ihnen zu ihrem Unterhalt verliehenen Lehnswesen|Lehens. Die salischen und besonders die staufischen Herrscher bauten sich nach dem Vorbild der Bischöfe eigene Ministerialitäten auf; ihnen folgten andere "Große" wie Herzöge, Landgrafen usw.

Der Aufstieg der Ministerialität wurde sicher auch durch den gewaltigen Blutzoll - den der alte Adel durch die Kreuzzüge erlitt - beschleunigt. Zahlreiche Dienstmannengeschlechter werden im 11. bis 13. Jahrhundert erstmals urkundlich fassbar. Viele dieser "Neuadeligen" schlossen sich allerdings auch den Kreuzfahrern an, besonders die nachgeborenen Söhne kleiner Ritter und Knechte. Neben religiösen Beweggründen scheinen hier vor allem materielle Gesichtspunkte und Abenteurertum eine Rolle gespielt zu haben, man hatte in der Heimat wenig zu verlieren. Im Zuge der Kreuzzüge enstanden auch die bekannten Ritterorden (Templer, Johanniter, Malteser, Deutscher Orden), die aber keineswegs nur Adeligen offenstanden. Neben dem "weltlichen" entwickelte sich nun auch ein (in der Theorie) "geistliches" Rittertum, die Kirche hatte den "heiligen Krieg" gegen die Ungläubigen ja gutgeheissen. Durch die Begegnung mit dem Fremdartigen kam es jedoch auch zu bemerkenswerten Zeugnissen früher Verständigung und Achtung, man denke nur an die "ritterliche Erscheinung" des als Schwarzafrikaner dargestellten heiligen Mauritius im Magdeburger Dom.

Wiewohl Ministerialen rechtlich eigentlich unfrei waren, konnten sie jedoch besonders unter den Staufern höchste politische Ämter einnehmen. Zunehmend verwischte sich in der Realität der Unterschied zwischen den "Rittern" von Adel und denen aus der Ministerialität, zumal sie, wie auch der übrige Adel, die gemeinsamen Ideale des Rittertums verfolgten. Auch die reichen Patriziergeschlechter der Städte übernahmen bald zahlreiche Elemente der ritterlichen Kultur, die wohlhabenden Kaufleute umgürteten sich mit dem Schwertgurt (dem eigentlichen Symbol der Ritterwürde), anstatt die Waffe am Sattel zu befestigen. In der Folge kam es bis in die Neuzeit zu zahlreichen Verbindungen zwischen dem Schwert- und dem Geldadel. In war der städtische Adel gar der eigentliche Träger der Ritterkultur. Die reichen Geschlechter bauten sich eigene Gefolgschaften auf und bekriegten sich untereinander oft mit äusserster Brutalität. Dies betraf nicht nur die Familien verschiedener Stadtrepubliken, oft tobten heftige Bürgerkriege in den mittelalterlichen italienischen Städten. Die Geschlechtertürme von Städten wie etwa San Gimignano zeugen noch heute von diesen chaotischen Verhältnissen. Es wurden riesige Mengen an Waffen und Rüstungen benötigt, die norditalienischen Waffenproduzenten waren bald neben den süddeutschen Werkstätten führend in Europa.

Die Ausrüstung und Bewaffnung eines "Ritters" war sehr kostpielig, der Krieger musste natürlich über eine entsprechende wirtschaftliche Absicherung verfügen. Die Zahl der Edlen und Reichen war begrenzt, sie allein konnten die wachsende Zahl der benötigten Krieger nicht mehr bereitstellen. Also versah man seine "Ministerialen" oder "Dienstleute" mit einem Lehen, also einem zur Nutzung überlassenen Besitztum, das den Lebensunterhalt und die "Rüstung" des Belehnten sicherstellen sollte. Das Lehen war ursprünglich an den jeweiligen Dienstmann gebunden, wurde aber im Zuge der "Standeswerdung" des Ritterums erblich und konnte nur noch bei groben Missverhalten entzogen werden. Beim Austerben einer belehnten Familie viel das Lehen in der Regel an den Lehensherren zurück, der es meist neu vergab.

Ritter und Edelknecht bildeten den Unterbau der feudalen Hierarchie, die man mit einer Pyramide vergleichen kann. Die Spitze bildeten Könige und Kaiser, dann kamen die Fürsten, Herzöge und Grafen, der Sockel waren unsere Ritter, (Edel-)Knechte und Knappen. Jeder war in beiden Richtungen vom anderen abhängig, man verstand sich als kulturelle und politische Elite. Das mittelalterliche Ritterwesen war eine Art vorweggenommene Europäische Union, das Rittertum ist ein gesamteuropäisches Phänomen, wenn auch mit unterschiedlichen regionalen Ausprägungen. Auf der einen Seite bekriegte man sich bis auf das Blut, auf der anderen waren die grossen Adelshäuser Europas meist durch zahllose Eheverbindungen eng miteinander verwandt. Der Hochadel musste immer auf der Hut sein, dass seine Vasallen nicht zu mächtig wurden und ihm womöglich die Herrschaft streitig machen konnten. Der berühmte Wahlspruch Enguerrands von Coucy mag dies verdeutlichen: "Ich bin kein König, kein Prinz, kein Herzog, bin nicht einmal Graf: Ich bin der Herr von Coucy". Am Ende war dieses Misstrauen einer der wesentlichen Gründe für den Untergang des Rittertums.

Bewaffnung und Ausrüstung des Ritters im Hochmittelalter

Zu seinem Schutz trug der hochmittelalterliche Ritter Kettenhemd, Helm und Schild, als Waffen Lanze, Schwert und Dolch.

Das eiserne Kettenrüstung|Kettenhemd, ursprünglich wohl eine Erfindung der Kelten und seit mehreren Jahrhunderten v. Chr. nachweisbar, löste wahrscheinlich bereits im frühen Mittelalter den römischen Schuppen- oder Plättchenpanzer ab. Eine längere Übergangszeit, in der beide Formen nebeneinander bestanden, ist anzunehmen. Unter dem Kettenhemd wurde ein wattiertes Hemd, der sogenannte Gambeson, getragen. Dieser diente hauptsächlich dazu, die Wirkung eines Schlages oder Stoßes, der die Panzerung nicht durchdrang, auf eine größere Fläche des Körpers zu verteilen, um damit die Gefahr von Knochenbrüchen zu vermindern. Möglicherweise wurde der Gambeson teilweise durch einen Unterpanzer aus dickem, gehärteten Leder ersetzt. Über dem Kettenhemd wurde zum Schutz vor Sonneneinstrahlung spätestens seit den Kreuzzügen ein weiter Umhang getragen. Ergänzt wurde das Kettenhemd durch eine Kettenhaube mit weit ausladendem Kragen, die auch am Helm befestigt sein konnte, sowie durch Panzerhandschuhe und "Strümpfe" aus Kettengeflecht. Ab etwa 1200 reichte dieser Schutz gegen die gesteigerte Waffenwirkung insbesondere der Armbrust nicht mehr aus; Zusatzpanzerungen in Form von vorgehängten Metallplatten erscheinen sowie aus massivem Eisen bestehende Knieschützer.

Der Helm war halbkugelförmig bis spitz-oval, aus massivem Eisen und innen ausgepolstert, und hatte fast immer einen zusätzlichen Schutz für die Nase. Zu Ende des Hochmittelalters treten daneben auch Topf- und Kübelhelme auf, die das Gesicht zwar besser schützen, aber das Gesichtsfeld wesentlich einschränken, sowie auch andere Helmformen mit breitem Rand. Spätere Helmformen waren die Hundsgugel, mit ihrem namengebenden schnauzenförmigen Visier, der Schaller als "der" spätmittelalterliche Helm und andere. Am meisten verbreitet waren allerdings die Beckenhaube und der Eisenhut, als die preiswertesten und praktischten Helmformen. Der Topfhelm blieb allerdings bis in die Neuzeit das "Urbild" des ritterlichen Helmes, besonders in der Heraldik.

Der Schild (Waffe)|Schild hatte die klassische Form des Wappenschildes, bei der die verlängerte untere Spitze dem Schutz der Beine diente. Er war aus Holz gefertigt, häufig mit Leder bezogen, und hatte an den Rändern wie auch auf seiner Fläche eiserne Verstärkungen. Gehalten wurde er mit einer Schlaufe am Unterarm und einem Griff für die linke Hand, zusätzlich war er mit einem Gurt um den Nacken gegen Verlust gesichert. Mit dem Aufkommen der Plattenpanzer wurden die Schilde immer kleiner, bis sie im Spätmittelalter ganz entbehrlich wurden. Der Ganzkörperharnisch bot nun genügend Schutz.

Die Lanze wurde zunächst über dem Kopf geschwungen und u. U. sogar wie ein Speer geworfen; das ab etwa 1100 zum Standard werdende Führen als reine Stoßwaffe unter dem rechten Arm kam wahrscheinlich erst auf, als die Lanzen immer länger und schwerer wurden und sich nicht mehr als Einhandwaffe eigneten. Eine wesentliche Rolle spielte hier die Einführung des Steigbügels, der das Führen der Lanze als Stoßwaffe erst ermöglichte. Damit wurden sie auch zu "Einwegwaffen", die nach dem ersten Zusammenprall zu unhandlich oder auch zerbrochen waren und dann weggeworfen wurden. Die Lanze war die klassische Angriffswaffe des Ritters.

Das Schwert war die Hauptwaffe im Nahkampf nach dem ersten Zusammenprall; es wurde hauptsächlich als Hiebwaffe verwendet, seltener als Stoßwaffe mit seiner Spitze. Getragen wurde es auf der linken Seite in einer Scheide, die am Gürtel befestigt war. Nichtritterliche Krieger befestigten das Schwert in der Regel an Ihrem Sattel, der Schwertgurt war Symbol der Ritterwürde. Der Einsatz des Schwertes zu Pferde war allerdings verpönt, das Schwert war die Waffe des Fusskampfes. Zahlreiche alte Darstellungen und Illustrationen zeigen jedoch, das auch hier die Realität über das Ideal siegte, das Schwert also auch auf dem Pferd eingesetzt wurde. Allerdings kämpften mittelalterliche Ritter wesentlich häufiger zu Fuß, als gemeinhin angenommen wird. Wer einmal versucht hat, ein Pferd in einem (simulierten) Kampfgetümmel zu kontrollieren, kann dies gut nachvollziehen. Eine deutsche Besonderheit waren die eisernen Ketten, mit denen manche unserer hochmittelalterlichen Ritter ihre Schwerter an den Brustplatten der Harnische befestigten.

Der Dolch (oder ein Kurzschwert) war eine Reservewaffe für den Fall, dass das Schwert verlorenging oder zerbrach oder der Ritter von seinem Pferd gestoßen war und zu Fuß weiterkämpfen musste.

Daneben gab es noch eine Vielzahl anderer Waffen, die von Rittern geführt werden konnten; Keule|Keulen, Wurfstöcke mit Köpfen aus Stein oder Eisen, Bogen (Waffe)|Bögen und Armbrust|Armbrüste werden in Quellentexten erwähnt oder kommen auf Bildern vor. Wie weit diese zum Standard gehörten oder Sonderfälle waren, lässt sich aus den Quellen nicht erschließen. Fernwaffen galten allerdings als "unritterlich"

In der Regel zog der Ritter mit einem Gefolge in den Krieg. Dieses bestand zumeist aus einem Knappen sowie einigen Knechten. Ritter und Gefolge zusammen wurden als Gleve oder Glefe bezeichnet.

Die Bewaffnung und Ausrüstung der hoch- und spätmittelalterlichen Ritter und Edelknechte kann anhand tausender erhaltener Epitaphien und Grabmäler nahezu lückenlos dokumentiert werden. Leider wurden diese für Historiker und Kostümkundler so ungeheuer wichtigen Denkmäler bis heute nur gelegentlich regional inventarisiert. In manchen Kirchen treten uns ganze Heerscharen Gewappneter in Lebensgrösse entgegen. Gelegentlich sind sogar originale Ausrüstungsteile in das Bildnis integriert (Sporen, u.a). Während diese Grabmäler auf dem Kontinent meist voll- oder halbplastisch ausgearbeitet sind, kann man in England oft wunderschöne gravierte Messingplatten in den Gotteshäusern studieren. Das Abreiben dieser Tafeln mit Wachsstiften auf Papier ist in England ein Volkssport (Brassrubbing).

Originale Ausrüstungsteile aus dem Hochmittelalter haben sich natürlich wesentlich seltener erhalten als spät- und nachmittelalterliche. Hochmittelalterliche Helme, Harnischteile, Kettenhemden und Schilde sind als unbezahlbare Museumsstücke im Antiquitätenhandel extrem rar, meist werden nur schlecht erhaltene Boden- und Flussfunde angeboten. Von den "erhaltenen" Exemplaren dürften zudem einige im 19. Jhdt oder später gefälscht oder überarbeitet worden sein. Schwerter sind in grösseren Stückzahlen überliefert, allerdings ist auch hier in den letzten beiden Jahrhunderten einiges - oft in hervorragender handwerklicher Qualität - hinzugekommen.

Spätmittelalter

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Es war nicht, wie oft fälschlich angenommen wird, die Erfindung des Schwarzpulver|Schießpulvers, die das Ende der militärischen Bedeutung der Panzerreiter eingeläutet hat, sondern die Etablierung gut organisierter Fußtruppen. Die Schlacht von Kortrijk/Courtrai 1302 stellt einen diesbezüglichen Wendepunkt dar: Flandern|Flandrische Fußsoldaten haben das siegessichere französische Ritterheer vernichtet und ihnen die goldenen Sporen geraubt, weshalb die Auseinandersetzung auch als Schlacht der goldenen Sporen bezeichnet wird. Bei diesem Waffengang haben allerdings noch Landschaft und Witterung die Fußkrieger begünstigt. 1386 bei Sempach jedoch besiegten die Schweizer Gewalthaufen die österreichische Ritterelite auf offenem Felde bei strahlendem Sonnenschein. Die Eidgenossen mit ihren Spießen und Hellebarden sollten in weiterer Folge zu den erbittertsten Gegnern der Ritter werden. Bei Grandson, Murten und Nancy (Frankreich)|Nancy 1476/77 zertrümmerten sie mit Burgund jene Macht, die als Inbegriff des Rittertums galt. Damit war der Kampf um die Vorherrschaft auf dem Schlachtfeld zugunsten der "modernen Infanterie" entschieden.

Als das Schießpulver voll zur Geltung gekommen war, hatten die Panzerreiter ihre ehemals überragende Bedeutung bereits weitgehend eingebüßt. Der Niedergang des Rittertums war jedoch in erster Linie eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung.

Die schwere Kavallerie|Reiterei passte sich den im 14. Jahrhundert aufkommenden Feuerwaffen durch noch immer massivere Rüstungen an, mit denen sie auch ihre Schlachtross|Schlachtrösser schützte. Als Lanzierer kam den schweren Reitern bis in das 16. Jahrhundert hinein eine wichtige taktische Aufgabe zu.

Die aufwengigen und starren Körperpanzerungen der späten Ritterzeit erschwerten das Ab- und vor allem das Wiederaufsitzen, der Ritter kämpfte nun wesentlich seltener zu Fuß als in früheren Zeiten. Ein auf Maß gearbeiteter Harnisch guter Qualität ermöglicht zwar eine überraschende Beweglichkeit, viele Kämpfer trugen jedoch Kompositharnische, also zusammengestellte Panzerungen verschiedenster Qualität und Herkunft. Diese Rüstungen waren oft von den Vorfahren ererbt, sassen also natürlich nicht optimal. So waren die Panzerreiter selbstverständlich eine leichte Beute, die Ritter konnten mit langen Spiessen vom Pferd gezogen werden und waren am Boden leicht zu überwältigen. Oft verursachte bereits der Sturz vom Pferd ernsthafte Verletzungen und die Kampfunfähigkeit. Aus diesem Grunde verschwand der Ganzkörperharnisch rasch wieder von den Schlachtfeldern, die in zahlreichen Sammlungen und Museen ausgestellten Beispiele sind meist reine Repräsentations- oder Turnierharnische. Die Kavallerie der frühen Neuzeit begnügte sich aus diesen praktischen Erwägungen mit dem Halbharnisch (Kürass), der später oft auf das Anlegen eines Brustpanzers reduziert wurde. Der eigene Einsatz von Fern- oder gar Feuerwaffen liess sich mit der Ritterehre nicht vereinbaren, so liessen sich etwa grosse französische Ritteraufgebote von englischen Langbogenschützen während des "Hundertjährigen Krieges" regelrecht abschlachten.

Kultur und Alltag

Die ritterliche Kultur übte schon früh eine grosse Faszination aus. Fürsten, Könige und Kaiser liessen sich auf ihren Siegeln als Ritter darstellen und traten bei Turnieren auf den Plan. Da die Körperpanzerungen die Anonymisierung des Kriegers mit sich brachten - man Freund und Feind aber unterscheiden musste - begann man damit, Erkennungszeichen auf den Schilden und Waffenröcken anzubringen. Aus diesen, urprünglich einfachen Symbolen entwickelte sich die mittelalterliche Heraldik. In der polnischen Heraldik hat sich noch viel von der einfachen Symbolik dieser frühen Wappenbilder erhalten. Fahrende Sänger zogen im hohen Mittelalter von Hof zu Hof und besangen die Heldentaten der ritterlichen Helden. (, Rolandslied). Später entwickelte sich das Phänomen des Minnedienstes, also der selbstlosen Hingabe an eine unerreichbare "Hohe Frau" ("Frouwe"), der man ohne Hoffnung auf eine irdische Belohnung diente. Zur Befriedigung seiner natürlichen Bedürfnisse bediente man sich hingegen der "Maget" ("Wip"), auf die unsere Ritter natürlich eine grosse Anziehungskraft ausübten. Der zahlreichen unehelichen Kinder, die aus diesen Verhältnissen entsprossen, scheint man sich keineswegs geschämt zu haben. Wohlhabende Ritter ermöglichten ihren illegitimen Söhnen oft sogar den Erwerb der Ritterwürde. Die "Bastarde" durften sogar das Wappen des Vaters verwenden, mussten diesem aber den Bastardstreifen hinzufügen, der schräg über das Schild gelegt wurde. Dieser Streifen findet sich noch heute im Wappen einiger Adelsfamilien. Bezeichnenderweise führten einige der tapfersten und berühmtesten Ritter Europas dieses keineswegs diskriminierende Symbol im Schilde, einige sind sogar die Stammväter heute noch blühender Hochadelsfamilien. Der einflussreichste dieser "Bastarde" war wohl der Begründer der heutigen englischen Nation, der berühmte Wilhelm I. der Herzog der Normandie (Wilhelm der Eroberer). Wilhelms Mutter war die schöne Arlette, Tochter eines Gerbers. An der Seite der Jungfrau von Orleans kämpfte Dunois, der "Bastard von Frankreich", ein unehelicher Sohn des französischen Königs.

Der Alltag eines Dienstmannes oder eines der "Herren" der unzähligen kleinen Burgen im deutschen Sprachraum dürfte eher eintönig verlaufen sein. Die meisten Ritter und Edelknechte waren eigentlich nichts anderes als grössere Bauern, denen der Pflug genauso vertraut war wie das Schwert. Neben der Feldarbeit war die die Hauptbeschäftigung dieser Kleinadeligen, die stets auf der Hut vor wilden Tieren und menschlichen Feinden sein mussten. Auf den kleinen Burgen herrschten - aus heutiger Sicht - unzumutbare Lebensverhältnisse. Mensch und Tier mussten sich den begrenzten Raum teilen, die hygienischen Verhältnisse waren gewöhnungsbedürftig, die Kindersterblichkeit war hoch. Viele Burgen entwickelten sich zu Ganerbenburgen mit zahlreichen Bewohnern, Konflikte konnten hier natürlich nicht ausbleiben. Viele der ehemals "edelfreien", also altadeligen Familien mussten ihren Besitz an mächtigere Feudalherren übertragen, von denen sie diesen als Lehen zurückerhielten. Dies geschah nicht immer nur unter Zwang, die "Dienstmannschaft" konnte sehr lukrativ sein, viele Dienstleute erreichten hohe Stellungen am Hofe ihres Herren. Jener musste sich natürlich im Gegenzug am Ausbau und der Sicherung der Burg des Dienstmannes beteiligen.

Im Kriegsfall konnte bereits eine eher harmlose Verletzung den oder die dauernde Invalidität zur Folge haben. Die Ausrüstung der mittelalterlichen Krieger entsprach selten dem neuesten Stand der Waffentechnik, man trug oft Rüstungsteile aus verschiedenen Jahrhunderten in buntem Durcheinander. Fehlende Teile der eigenen Ausrüstung ergänzte man natürlich gerne auf dem Schlachtfeld.

Im Zweikampf versuchte man den Gegner möglichst nicht zu töten, zumindest wenn jener ein wohlhabender Adeliger war. Das Fordern von Lösegeld war eine beliebte Methode, die eigenen Finanzen aufzubessern. Die Gefangenen wurden aber selten in das Burgverlies geworfen, meist speiste der Häftling mit am Tisch des Siegers, er musste nur bei seiner Ritterehre schwören, nicht zu fliehen.

Untergang der Ritterschaft

Der Niedergang der Ritterschaft steht im Zusammenhang mit der Verdrängung der Naturalwirtschaft durch die Geldwirtschaft, was auf ische Verpflichtungen bezogen die Ablösung von feudalen Bindungen durch finanzielle Bindungen zur Folge hatte. Die Fürsten und Könige des Spätmittelalters wollten sich aus der Abhängigkeit von ihren Untervasallen lösen, weshalb sie verstärkt auf Söldnerheere setzten. Dadurch verloren die Ritter stark an Bedeutung, da sie zuvor die wichtigste Stütze der feudalen Heeresaufgebote gebildet hatten.

Die allmähliche Auflösung der Ritterschaft stärkte die Macht der Könige und Kaiser und schwächte mehr und mehr die Ritter und deren Zusammenhalt. Man kann durchaus davon sprechen, dass viele Ritter eine Daseinskrise erlebten. Die Ritterschaft verarmte. Um sich selbst noch Bedeutung zu verschaffen und noch eine Überlebensgrundlage zu erhalten, gingen nicht wenige Ritter zum Raubrittertum über, in dessen Zuge sie andere Adlige und benachbarte Ritter ausraubten und bekämpften. Das Chaos und die Innenpolitik|innenpolitische Unsicherheit, das die Raubritter damit verbreiteten, besiegelten endgültig den Untergang des Rittertums. Die Truppen des Landesherrn hoben nun ohne Gnade ein Raubritternest nach dem anderen aus. Viele Ritter passten sich den veränderten Gegebenheiten an und traten als hochbezahlte Söldner in eine Lanzierer- oder Kürassier-Einheit ein.

Als letzte Ritterschlacht gilt die Schlacht bei Mühldorf/Ampfing im Jahre 1322.

Die Reichsritterschaft verlor mit dem Ende des "Heiligen Römischen Reiches" zwischen 1803 und 1806 ihre Herrschaftsrechte und Privilegien. Vergleiche Reichsdeputationshauptschluss

In und in Süddeutschland wurde der Titel eines "Ritters" noch im 19. und frühen 20. Jahrhundert bis 1918 bei Nobilitierungen neu vergeben. Es bestanden Verdienstorden, deren Träger um die Nobilitierung ansuchen konnten (meist waren die Angehörigen der dritten Klasse berechtigt, um die Erhebung in den Ritterstand anzusuchen). Vergl. zum Beispiel Orden der Eisernen Krone.

In Großbritannien und Nordirland|Großbritannien werden auch heute noch Personen zur Würdigung ihrer Verdienste zum Ritter (englisch: knight) geschlagen. Sie dürfen dann den Titel Sir (bei Frauen: Dame) tragen. Dieser Titel ist nicht vererbbar.

Literatur


  • Rainer Atzbach: Ritter. Die militia christiana als Lebensform im Mittelalter. In: Ritter, Burgen und Dörfer. Mittelalterliches Leben in Stadt und Land. Ausstellungskatalog, hrsg. vom Gebietsausschuß Fränkische Schweiz, Tüchersfeld 1997 ISBN 3-9803276-6-3; S. 48-51
  • Werner Hechberger: Adel, Ministerialität und Rittertum im Mittelalter. (Enzyklopädie deutscher Geschichte; Band 72). Oldenbourg, München 2004 ISBN 3-486-55083-7 (aktueller und umfassender Überblick des derzeitigen Forschungsstandes zum Thema und über 400 Verweise auf weiterführende Literatur)
  • Andrea Hopkins: Knights. London, 1990, 192 S.- zahlr. Ill. ISBN 0-89660-013-0
  • Hans-Jürgen Kotzur (Hrsg.): Die Kreuzzüge (Ausstellungskat.). Mainz, 2004, 560 S. - zahlr. Ill. ISBN 3-8053-3240-8
  • Alexander von Reitzenstein: Rittertum und Ritterschaft. München, 1972, 144 S. - Ill.
  • Andreas Schlunk, Robert Giersch: Die Ritter. Geschichte - Kultur - Alltagsleben. Theiss, Stuttgart 2003 ISBN 3-8062-1791-2
  • Heinz Meyer: Geschichte der Reiterkrieger. Stuttgart, 1982, 255 S. - Ill. ISBN 3-17-007347-8
  • Werner Meyer: Deutsche Ritter, Deutsche Burgen. München, 1990 (Neudruck). 255 S. - zahlr. Ill. ISBN 3-572-07715-X

In den verschiedenen militärhistorischen Reihen des englischen Herausgebers Osprey (Men-at-arms, Elite, Warrior) sind zahlreiche Titel zur Bewaffnung und Ausrüstung mittelalterlicher Krieger erschienen. In der Serie Campaign finden sich detaillierte Beschreibungen mittelalterlicher Schlachten. Jedes Heft enthält einige, künstlerisch teilweise beachtliche Farbtafeln. (www.ospreypublishing.com)

Weblinks

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