Lexikon: Stressreaktion

 

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Die psychische und physische Bewältigung oder Nicht-Bewältigung von wird als Stressreaktion bezeichnet.

Stress ist eine komplexe Reaktion des Körpers, die durch Stressoren ausgelöst wird. Ziel der Stress-Reaktion ist es, Energie für eine der Situation angemessene Reaktion (Flucht, Verteidigung oder Angriff) bereit zu stellen, die Aufmerksamkeit auf die Situation zu fokussieren und alle energieverbrauchenden, in der Situation nicht benötigten Prozesse zu drosseln oder zu unterdrücken.

Drei-Phasen-Modell

Die Stressreaktion wird nach Hans Selye, dem "Vater der Stressforschung" ("Das Salz des Lebens") in drei Phasen unterteilt.

Die erste Phase heißt Schockphase und folgt auf die akute Einwirkung des Stressors. An körperlichen Veränderungen machen sich arterieller Blutunterdruck (Hypotonus), Körpertemperaturabsenkung, Unterzuckerung des Blutes (), verminderte Harnabsonderung, Veringerung der Elektrolyte Chlorid, Natrium und Kalium im Blut, sowie eine Vermehrung der bemerkbar.

Diese Phase wird abgelöst durch die Widerstandsphase, Hierbei folgt, vermittelt durch das Sympathikus|sympathische Nervensystem eine rasche Ausschüttung von dem Hormon . Adrenalin setzt Glucose und freie Fettsäuren aus den Energiespeichern der Leber, der Muskulatur und des Fettgewebes frei. Es kommt zu einer Stimulation der Herztätigkeit und der Atmung. Der Blutdruck erhöht sich. Zudem werden andere stressabhängige Hormone, wie und Wachstumshormone freigesetzt. Sie bewirken eine Stabilisierung der stressinduzierten Stoffwechselvorgänge, insbesondere bei chronischem Stress.

Wirken die Stressoren unvermindert stark ein, kommt es irgendwann zur Erschöpfungsphase, die im schlimmsten Fall mit Zusammenbruch des Organismus und Tod enden kann.

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Physiologie zur Phase 2

Leistungssteigerung der Muskeln

Hierzu werden die Skelett-Muskeln vermehrt mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, die für die Bereitstellung von Energie in Form von Adenosintriphosphat|ATP durch die von und benötigt werden.

Eine Steigerung der Durchblutung der Muskeln erfolgt durch Steigerung des Blutdruck|Blutdruckes, der Umlaufgeschwindigkeit des Blutes und durch Erweiterung der Blutgefäße der Muskeln.

Die Steigerung des Blutdruckes erfolgt durch Erhöhung der Schlagfrequenz und des Schlagvolumens des ens und durch Verengung der herznahen e.

Der vermehrte Sauerstoffbedarf wird durch Verstärkung der (Ventilation) und durch Ausschwemmen roter Blutkörperchen aus den blutbildenden Geweben gedeckt.

Der erhöhte Nährstoffbedarf wird durch Freisetzung von n aus dem Fettgewebe und von Glukose aus dem vorrat der Muskeln und der gedeckt.

Hemmung der Ruheorgane

Die muskulatur wird entspannt, die gehemmt. Lymphatische Organe wie Thymusdrüse, Milz und vermindern die produktion. en in den Geweben werden gehemmt.

Weitere Reaktionen:
  • Die allgemeine Erhöhung des Grundumsatzes führt zu einer Erhöhung der Körperkerntemperatur. Dadurch verlaufen die notwendigen chemischen Reaktionen schneller. Andererseits muss einer Überhitzung durch vermehrte Produktion von entgegen gewirkt werden.
  • Erweiterung der Pupillen
  • Die Niere hält Wasser zurück
  • Die Kontraktion der Haarbalgmuskeln führt zur Aufrichtung der Haare („Gänsehaut“)

Steuerung der Stressreaktion

Sympathikus

Über die Sinnesorgane gelangen Informationen über Stressoren in das Großhirn und ins Limbisches System|limbische System. Hier findet die Bewertung der Situation als Stress-Situation statt. Signale an den lösen Nervenimpulse an den Sympathikus aus.

Die Aktivität des Sympathikus verändert die Aktivität der Organe: a) Aktivitätsorgane

  • die Pupillen werden erweitert;
  • die Speicheldrüsen produzieren weniger und zähflüssigeren Schleim;
  • die Bronchien werden erweitert;
  • die Herzschlagfrequenz wird erhöht;
  • die baut vermehrt zu Glukose ab;

b) Ruhorgane

  • die bewegung wird verringert;
  • die Geschlechtsorgane werden gehemmt.

Gleichzeitig aktiviert der Sympahtikus das Nebennierenmark, welches Adrenalin ausschüttet.

Adrenalin und Noradrenalin

Das und verstärken die Wirkung des Sympathikus:

  • Steigerung der Leistung des Herzens durch Erhöhung der Kontraktionsfähigkeit;
  • Förderung des Glykogenabbaus in Muskeln und Leber;
  • Mobilisierung der Fettsäuren des Fettgewebes;
  • Erweiterung der Blutgefäße in den n;
  • Verengung der Blutgefäße der Eingeweide;
  • Unterdrückung der auschüttung.
Hypothalamus – Hypophysen-Achsen

Der aktiviert einerseits den Sympathikus, andererseits ist er Ausgangspunkt einer Kaskade von en, die die Stress-Reaktion verstärken und erweitern: Die vom Hypothalamus ausgeschütteten Hormone werden als releasing hormons (Liberine) bezeichnet, da sie in der nachgeschalteten die Freisetzung entsprechender Hormone, der Tropine, bewirken. Diese Hormone wirken wieder auf weitere Hormondrüsen, die ihrerseits Hormone ausschütten. Diese Hormone wirken auf ihre die Zielorgane ein, gleichzeitig hemmen sie Hypophyse und Hypothalamus. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass eine Stress-Reaktion bei fehlenden Stressoren auch wieder abgeschaltet werden kann.

Steigerung des Grundumsatzes

Hormonkaskade der Hypothalamus-Hypophysen-n-Achse:
Hypothalamus → TRF → Hypophyse → TTH → Schilddrüse →

TRH = Tyreotropin releasing hormon
TTH = Tyreotropes Hormon (oder TSH = Tyrea stimulating hormon)

Das Thyroxin fördert langfristig (Halbwertszeit 6 Tage) den oxidativen , erhöht die Körpertemperatur und stimuliert den Sympathikus.

Hemmung des s

Hormonkaskade der Hypothalamus-Hypophysen-n-Achse:
Hypothalamus → CRF → Hypophyse → ACTH → Nebennierenrinde → Cortisol

CRF = Cortocotropin releasing factor
ACTH = Adreneocorticotropes Hormon

Cortisol hemmt das Immunsystem, unterdrückt en, aktiviert den Glykogenabbau in den Muskeln, die Neubildung von Glukose in der Leber und hemmt die Ausschüttung der Hormone von Hypothalamus und Hypophyse.

unterdrückung

Die Hypophyse produziert auch Endorphine, die die Schmerzempfindung dämpfen und die Körpertemperatur steigern