Lexikon: Suggestion

 

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(lat suggestio, -onis Hinzufügung, Eingebung, als rethorisches Mittel Beantwortung der eigenen Frage)

Psychologie

Die Psychologie versteht unter Suggestion (Begriff erstmals von James Braid (Arzt)|James Braid verwendet) die Beeinflussung von Fühlen, Denken und Handeln. Es wird zwischen der (siehe auch autogenes Training) und der Heterosuggestion unterschieden. Speziell bezeichnet sie die (begrenzte) Hörigkeit des Patienten bei der . Sigmund Freud nannte sie die "zauberhafte Wirkung der Rede".

Des Weiteren ist auch seit langem die posthypnotische Suggestion bekannt, deren Auswirkungen sich auf einen bestimmten Zeitpunkt im wachen Zustand beziehen. Bereits vor Entwicklung der Psychoanalyse nutzte Josef Breuer jene, um Hysterie zu heilen. Die Symptome werden in dieser Technik durch Auflegen einer Suggestion bekämpft, wobei die Wirkung im Laufe der Zeit verblasst und die Behandlung erneuert werden muss.

Eine weitere Abart stellt die sog. Suggestivfrage dar, deren – nicht unbedingt vom Sprecher beabsichtiges – Wesen es ist, die folgende Antwort zu beeinflussen. (Beispiel: "Sie waren doch am Tatort?" - was dem Gegenüber die Antwort "ja" in den Mund legt.) Dies kann bereits über Mimik und Gestik, aber auch den verbalen Ausdruck geschehen. In der Kriminalistik stellt sie ein ernstzunehmendes Hindernis dar.


Siehe auch:

  • Suggestibilität
  • Mit dem Schutz vor Suggestionen beschäftigt sich z. B. das Gebiet der Mind-Security

Kategorie:Psychologie