Lexikon: Tätowierung

 

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Eine Tätowierung (veraltet: Tatauierung) ist ein Bild oder auch Text, das bzw. der mit Tinte oder anderen Farbpigmenten in die Haut eingebracht wird. Heute wird die Farbe in der Regel mit Hilfe einer Tätowiermaschine durch eine oder mehrere Nadeln (je nach gewünschtem Effekt) unter die oberste Hautschicht gestochen und dabei Bild oder Text gezeichnet.

Bild: tattoo.rightarm.750pix.jpg

Etymologie

Bauchfrei.jpg|thumb|left|Tätowierung am Steiß, umgangssprachlich auch "[[Arschgeweih" genannt]] Auch wenn die eher unklar ist, so kann davon ausgegangen werden, dass das deutsche Wort Tätowieren bzw. das eingedeutschte Tattoo und seine Vorläufer ihren Ursprung vom Tahiti-Wort tatau haben. Dieses Wort hat sich vermutlich lautmalerisch aus dem Geräusch entwickelt, das beim Schlagen auf den in Polynesien traditionell benutzten Tätowierkamm entsteht. Ein nachvollziehbarer Grund dafür, warum sich dieser Begriff, zumindest im englischen Sprachraum, relativ schnell durchsetzen konnte, ist möglicherweise der Umstand, dass es ein exakt gleichlautendes Wort schon seit der Mitte des 17. Jahrhunderts in der englischen Militärsprache gab. Mit diesem Wort bezeichnet man bis heute den militärischen Zapfenstreich. Diese Vermutung wird dadurch bestärkt, dass in England, neben dem zunächst gebräuchlichen tattaw, der Begriff tattow verwendet wurde, der sich dann zu tattoo umbildete und bis heute ausschließlich benutzt wird. Berücksichtigt man nun weiterhin, dass es in England zunächst überwiegend Soldaten waren, die sich tätowieren ließen, erscheint die oben formulierte Erklärung durchaus schlüssig. Im deutschen Sprachraum existierten lange Zeit die Begriffe Tatauieren und Tätowieren nebeneinander, bis sich schließlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Bezeichnung Tätowieren endgültig durchsetzte.

Ursprung und Entwicklung

Bear_Flower_Tattoo.jpg |thumb|200px|right|Kleine Tätowierung

Es kann davon ausgegangen werden, dass wahrscheinlich jede Ethnie der Erde zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Entwicklung die Sitte des Tätowierens kannte und ausübte. Strittig ist hingegen, wo sich die Tätowierung schwerpunktmäßig entwickelt hat. Immer wieder wurde versucht, die Tätowierung vom Ursprung her einem bestimmten geographischen Gebiet zuzuordnen. Die ältesten Belege für das Vorkommen von Tätowierungen stammen aus dem europäischen Raum. Dieser Umstand scheint die häufig anzutreffende These, dass die Sitte des Tätowierens ursprünglich aus dem südwestasiatischen Raum stammt, sich von dort über nach Polynesien und Australien (Kontinent)|Australien ausgebreitet hat und schließlich nach Nord- und Südamerika weitergetragen wurde, zu widerlegen. Entgegen einer Vielzahl von Theorien, die allesamt versuchen, den Ursprung der Tätowierung in einen bestimmten geographischen Raum zu pressen, kann anhand der vielfältigen und über den ganzen Erdball verstreuten Hinweise davon ausgegangen werden, dass sich die Sitte des Tätowierens bei den verschiedenen Völkern der Erde selbständig und unabhängig voneinander entwickelt hat. In seiner rituellen Bedeutung ist es zumeist in Mikronesien, Polynesien, bei indogenen Bevölkerungen und z.B. auch den Ainu und den Yakuza (Japan) verbreitet.

Technik

Der Vorgang der Tätowierung besteht grundsätzlich in einer Punktierung der Haut, wobei gleichzeitig mit dem Durchstechen ein Farbstoff in die Haut eingebracht wird. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Stich weder zu oberflächlich noch zu tief angebracht wird. Im ersten Fall würde der eingelagerte Farbstoff lediglich in die Zelllagen der Epidermis eingebracht werden. Dies hätte zur Folge, dass bei der fortwährenden Erneuerung dieser Hautschicht ein Abwachsen und eine Abstoßung der Farbteilchen nach außen gleichzeitig mit den Epidermiszelllagen erfolgen würde. Im zweiten Fall, wenn also der Stich zu tief in die Haut vorgenommen wird, kommt es durch die auftretenden Blutungen zu einem Auswaschen der Farben. Dauerhaft haltbar sind diejenigen Farbpigmente, die in der mittleren Hautschicht (Dermis) und zwar im Zelltyp der Fibroblasten eingelagert sind.

Die im Westen gebräuchlichste Methode ist das Arbeiten mit einer elektrischen Tätowiermaschine. Hier wird mit Hilfe zweier Spulen ein Elektromagnetismus erzeugt, der eine Anzahl feiner, an eine Stange gelöteter Nadeln schnell vor und zurück bewegt. Die Geschwindigkeit ist abhängig von der einzelnen Tätowiermaschine, der Technik und dem gewünschtem Effekt, z.B. Linien oder Schattierungen, liegt aber zwischen ca. 800 bis 3500 Bewegungen pro Minute. Die Tinte hält sich zwischen den Nadeln dank einer Kapillarwirkung und wird durch die Schnelligkeit der Bewegung ähnlich leicht in die Haut gebracht, wie beim Zeichnen mit einem Stift auf Papier. Im Gegensatz zum Papier wird die Haut aber mit der einen Hand unter Spannung gehalten, die andere Hand bringt das Bild an.

Neben dieser Technik des Tätowierens existieren noch viele weitere Möglichkeiten, dauerhafte Hautzeichnungen herzustellen. Zu nennen wäre hier beispielsweise das Einschneiden der Haut und ein Einreiben der Wunde mit Tinte, Asche oder sonstigen farbgebenden Stoffen oder das Tätowieren mit Nadel und Faden bei dem eine mit Faden umwickelte Nähnadel in Tinte getunkt und dann in die Haut gestochen wird. Zurück bleiben hierbei die typischen Knasttattoos, unter der Haut verlaufene Tintenkleckse formen die berühmten drei Punkte, Tränen, Namenszüge oder primitive Bildchen.

Es gibt und gab in der langen Geschichte der Tätowierung aber noch andere manuelle Tätowiertechniken. Bei den Völkern Polynesiens war eine Art Tätowierkamm gebräuchlich, der aus verschiedenen Pflanzenteilen oder Knochen hergestellt wurde und an einem langen Stab befestigt war. Die Spitzen des Kammes wurden durch rythmisches Schlagen auf den Griff in die Haut getrieben, wo sie eine Tinte gemischt aus Wasser und Asche oder verbrannten Nüssen einbrachten. Diese Kämme gab es in unterschiedlichen Breiten, immer hinterliessen sie aber Linien, niemals Punkte.

Die Irezumi genannten traditionellen japanischen Tätowierungen werden auch heute noch häufig manuell gefertigt, obwohl sich westliche Tätowiermaschinen auch in Japan großer Beliebtheit erfreuen. Hierzu dienen Nadeln, die, wie bei einem Pinsel, an langen Bambusgriffen befestigt sind. Diese Technik erfordert sehr viel Übung, erlaubt aber dem Meister der sie beherrscht, durch Variation in der Tiefe des Stiches seine Tätowierungen mit großer Präzision und Kontrolle herzustellen.

Die Eskimos hingegen zogen mit Farbe getränkte Fäden oder Sehnen unter der Haut hindurch, um eine dauerhafte Zeichnung zu erhalten. Die wohl bekannteste Form der unfreiwilligen Tätowierung, die auf dem gleichen Prinzip beruht, ist die sogenannte "Schmutztätowierung". Ganze Generationen von Fußballern tragen zeitlebens Aschepartikel unter der Haut ihrer Kniee, die bei einem Sturz durch die Schürfwunde in die Haut gelangten.

Funktion und Bedeutung

Tätowierung_-_Koi.jpg |thumb|left|Japanischer- oder Irezumi-Stil (Seven Star Tattoo)

Insgesamt bietet sich ein breites Spektrum der unterschiedlichsten Funktionen und Bedeutungen der Tätowierung. Betrachtet man die in der relevanten Literatur beschriebenen Funktionen als Mitgliedszeichen, rituelles oder sakrales Symbol, Ausdrucksmöglichkeit für Abgrenzung (siehe auch Bourdieu) und Exklusivtät, Mittel zur Verstärkung sexueller Reize, Schmuck, Protest (Punk) und nicht zuletzt die der politischen Stellungnahme, so ergeben sich bei genauerem Hinsehen signifikante Übereinstimmungen dieser zunächst recht zusammenhangslos erscheinenden Bereiche. Besonders deutlich tritt zutage, dass die Tätowierung bei all den beschriebenen Funktionen eine eminent wichtige Rolle bei der Regulierung des sozialen Miteinanders hat. Egal ob es sich hierbei um die Stärkung des Gruppenzusammenhangs, die lebens- und überlebensnotwendige Hervorhebung oder Abgrenzung von anderen Individuen oder die Artikulation von politischer Kritik handelt, wirkt die Tätowierung als Vermittler oder zwischen verschiedenen Gruppen und/oder Individuen. Auffällig ist, dass es sich bei den beschriebenen Bereichen grundsätzlich um Problemlagen oder Situationen handelt, die eine tiefe emotionale, häufig sogar existenzielle Bedeutung für das Individuum oder die Gruppe haben. Dieser Umstand beantwortet möglicherweise auch die Frage, warum die hier von der Tätowierung übernommenen Funktionen bis heute nicht durch andere, zeitgemäßere Interaktions- bzw. Kommunikationsmittel übernommen wurden. Kein anderes Medium bietet eine so tiefe physische und psychische Nähe zum Träger/Akteur wie die Tätowierung. So erscheint es nur konsequent, wenn sich die betroffenen Individuen ihrer -- oberflächlich betrachtet entgegen aller Opportunität und Vernunft -- bedienen. Handelt es sich bei den betreffenden Individuen ohnehin um Personen oder Gruppen, die kein ernsthaftes Interesse -- oder keine Hoffnung -- auf eine Veränderung der augenblicklichen Situation haben, wird die Wahl einer Tätowierung als adäquates Ausdrucksmittel um so nachvollziehbarer. Als Fazit bleibt festzuhalten, dass der Tätowierung auch heute eine, wenn auch nur für eine begrenzte Anzahl von Individuen, wichtige Bedeutung innerhalb der Sozialbeziehungen zukommt. Diese Funktion kann sie nur deshalb erfüllen, weil sie immer sowohl einen intra- als auch einen interpersonellen Charakter hat.

Tattoos in Japan

Eine sehr lange Tradition haben Tätowierungen (jap. Irezumi) auch in Japan. Interessant ist dies besonders, da sich in letzter Zeit auch in westlichen Kulturen Tattoos im japanischen Stil wachsender Beliebtheit erfreuen. Die Anfänge der Tätowierung in Japan liegt vermutlich bei den Ainu, den Ureinwohnern. Später, zu Beginn der Edo-Periode (1603-1868), waren Tätowierungen unter anderem bei Prostituierten sehr beliebt, ebenso unter Arbeitern. Ab 1720 wurde die Tätowierung als eine Art Brandmarkung für Kriminelle eingesetzt, was dazu führte, dass "anständige" Japaner keine Tätowierungen mehr tragen konnten. Wer auf diese Weise gezeichnet war, konnte sich nicht mehr in die Gesellschaft eingliedern, was zur Bildung einer eigenen Schicht führte: den Yakuza. Unter der Mejiregierung wurde 1870 diese Praxis zwar abgeschafft, allerdings wurden auch die Tätowierungen komplett verboten, was erst 1948 wieder aufgehoben wurde.

Bild: Tattoo.Koi.Oberarm.jpg auf dem Oberarm (Tattoo von Chris, Seven Star - Bochum)]]

Obwohl stilistisch sehr einheitlich, gibt es eine große Vielfalt an Motiven. Oft sind es mythologische Wurzeln, wie in Form von Drachen oder Dämonen, die häufig aus bestimmten Sagen stammen und somit eine ganze Geschichte erzählen. Oder es gibt Symbole wie Kirschblüten (Schönheit und Freude, aber auch Vergänglichkeit) und Kois (Erfolg, Stärke und Glück). Interessant sind die teilweise auftauchenden sehr blutigen und grausigen abgehackten Köpfe. Diese entwickelten sich, als gegen Ende des 19. Jahrhunderts Gruselgeschichten in Japan äußerst populär wurden; und besonders beeindruckende und schaurige Motive aus diesen Geschichten ließ man sich dann halt auf die Haut bannen.

Heutzutage gibt es in Japan viele weltweit bekannte Tätowierer, zum Beispiel Horiyoshi III, die ihr Können jeweils an ihre Schüler weiterreichen. Eine typisch japanische Eigenart ist es dabei, sich Zeit des Lebens nur von einem einzigen Künstler tätowieren zu lassen; oftmals entstehen daraus über Jahre hinweg großflächige Gemälde auf dem ganzen Körper. Aus der Geschichte der Tätowierungen heraus sind Tattoos allerdings noch immer eher stigmatisiert und deuten auf Verstrickungen ins kriminelle Milieu hin (siehe weiter oben). Sie sind noch immer ein wichtiger Bestandteil der "Yakuzakultur" (vor allem die den kompletten Torso einnehmenden so genannten "Bodysuits") und insgesamt deutlich weniger akzeptiert als im Westen. Aber ebenso wie im Westen werden Tattoos auch dort immer mehr von Jugendlichen aufgegriffen und dadurch einer breiteren Gesellschaftsschicht zugänglich.

Neueste Tendenzen

Tätowierungen hatten ursprünglich im Westen das Stigma des Matrosen oder Sträflings, erfreuen sich aber spätestens seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder größerer Beliebtheit und sind vorwiegend Ausdruck einer Jugendkultur, die im Rahmen ihrer auf das äußere Erscheinungsbild gestützten Identitätsfindung auch mit Techniken wie dem Piercing, Branding auf archaische Praktiken vorzivilisatorischer Kulturen zurückgreift. Auch in die Welt der Kinder ist die Tätowierung mittlerweile vorgedrungen, wenn auch nur in Form von Klebebildern, die sich leicht wieder entfernen lassen, aber auch unter dem Begriff "Tattoo" firmieren. Analog dazu finden sich auch sogenannte Hennatattoos, die nicht in die Haut gestochen sondern aufgemalt werden. Dieser Stoff wird vom Körper nach einigen Wochen abgebaut und die Tätowierung verschwindet so spurlos. Diese Entwicklung zeigt ebenfalls die Annäherung des Tattoo an den Mainstream, ermöglicht sie doch eine Tätowierung gleichsam als Modeaccessoire. Auch das Phänomen des Biotattoos ist bekannt. Angeblich verschwindet diese Art der Tätowierung nach einigen Jahren von selbst wieder, weil nicht so tief gestochen wird. In Wirklichkeit geschieht dies aber nur in den seltensten Fällen, wenn überhaupt, da es quasi unmöglich ist, so genau zu arbeiten, dass weder zu flach gestochen wird (das Tattoo verschwindet schon während der Heilung) noch zu tief (das Tattoo bleibt). Mindestens Teile oder ein Schatten des Tattoos bleiben zumeist erhalten und verunziehren den Körper für immer - oder bis zur Laserbehandlung.

Siehe auch:

  • Arschgeweih
  • Bodypainting und Piercing
  • Tribalismus und Totemismus
  • Bildfunktion
  • Irezumi (Film)
  • Memento (Film)

Literatur

  • Marcel Feige: Tattoo- & Piercing-Lexikon : Kult und Kultur der Körperkunst. - Berlin : Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2004. - ISBN 3-89602-541-4
  • Marcel Feige (Hrsg.): Ein Tattoo ist für immer. - Berlin : Schwarzkopf & Schwarzkopf, 2002. - ISBN 3-89602-381-0
  • Frank-Peter Finke: Tätowierungen in modernen Gesellschaften. - Osnabrück : Rasch, 1996. - ISBN 3-930595-45-1
  • Gabriele Hofmann: Alles über Tattoos : von der Motivwahl bis zur fertigen Tätowierung. - Uhlstädt-Kirchhasel : Arun-Verl., 2001. - ISBN 3-935581-06-8
  • Wolf-Peter Kächelen: Tatau und Tattoo : eine Eipgrammatik der Identitätskonstruktion. - Aachen : Shaker Verl., 2004. - ISBN 3-8322-2574-9
  • Stephan Oettermann: Zeichen auf der Haut : Die Geschichte der Tätowierung in Europa. - Hamburg : Europäische Verlagsanstalt, 1995. - ISBN 3-434-46221-X
  • Dirk-Boris Rödel: Alles über japanische Tätowierungen : von der japanischen Tätowierkunst der Edo-Zeit und ihre Entwicklung bis zur Gegenwart. - Uhlstädt-Kirchhasel : Arun-Verlag, 2004. ISBN 3-935581-65-3

Weblinks

Da es immer wieder vorkommt, hier bitte keine Bezahlseiten (Dialer) eintragen, wird sowieso entfernt.

  • http://www.dot-ev.de/ Deutsche Organisierte Tätowierer e.V.
  • Verzeichnis Tattoo- und Piercing-Studios Deutschl., Österr. u. Schweiz
  • http://www.ueta.org/ United European Tattoo Artists
  • http://www.taetowierungsgeschichte.de/ Insbesondere interessant bezüglich der prähistorischen Frühzeit
  • http://www.tattoo-spirit.de/tattoo-spirit.html Tattoo-Spirit
  • http://www.taetowiermagazin.de/ Tätowier Magazin
  • http://www.trinitrotoluol.net/ Mit Hingabe und Hirnschmalz gestaltete Website zum Thema Tätowierungen vom kultigsten Tattooshop des Ruhrpotts. Bilder, Infos, Reiseberichte, Weblog, und mehr...
  • http://www.yourmeatismine.com/ Tätowierungen von Yann Black, Paris
  • http://www.seven-star-tattoo.de/ Tätowierungen von Chris Parker, Bochum
  • http://www.tattoo-mania.at/ Tätowierungen aus Wien - Österreich
  • http://www.tattooscout.de/ Infoseite mit Forum

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