Lexikon: Tröpfcheninfektion

 

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Unter einer Tröpfcheninfektion versteht man die Übertragung von n (meist Virus|Viren oder ) durch über die Atemluft aufgenommene Sekrettröpfchen. Die Erreger von auf diese Weise übertragbaren Krankheiten werden von Infizierten meist durch Husten oder Niesen an die Luft abgegeben (obwohl auch andere Formen möglich sind) und können entweder durch direktes Einatmen (Inhalationsinfektion) oder, im Falle von widerstandsfähigen Erregern, auch durch späteren Kontakt mit Oberflächen oder Körperteilen (perkutan - durch die Haut, permukös - über Schleimhaut) en auslösen. Die maximale Distanz für eine direkte Infektion beträgt etwa 1 bis 2 Meter.

Da durch Tröpfcheninfektion eine große Zahl von Individuen in kürzester Zeit in Kontakt mit dem Erreger kommen kann (etwa auf öffentlichen Plätzen, in Zügen o.ä.), ist sie eine der Hauptverursacher von Epidemien und Pandemien. Wirksamer Schutz gegen eine Infektion ist zwar durch Atemmasken und ähnliche Mittel möglich, jedoch nicht praktikabel, so dass nur umfassende en zur Verhinderung von Ausbrüchen beitragen können.

Die bekanntesten auf diese Weise übertragbaren Krankheiten beim Menschen sind:

  • grippaler Infekt|grippale Infekte
  • Diphterie
  • Grippe
  • Keuchhusten
  • Mumps
  • Pest
  • Scharlach
  • Legionärskrankheit
  • Schweres Akutes Atemwegssyndrom|SARS

Siehe auch: , Infektionsweg, .


Kategorie:Medizin