Lexikon: Trichotillomanie

 

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Bild: Trichotillomanie kopf hinten.jpg

e und Beschwerden

Unter Trichotillomanie versteht man das Zwang|zwanghafte Bedürfnis, sich e auszureißen. Dabei handelt es sich meist um die e, aber auch Wimpern, Augenbraue|Brauen, e und Haare an Armen und Beinen können betroffen sein.

Dadurch fehlen an umschriebenen Stellen - meist der Haut|Kopfhaut - die langen e. Unterschiedlich kurze neue e sind jedoch vorhanden. Die tritt meist in der auf, kann aber auch erst sehr viel später oder sehr viel früher in Erscheinung treten. Ob es sich bei der sehr frühen Form um eine andere Form von Trichotillomanie handelt, ist noch nicht geklärt. Statistisch gesehen sind vor der Jungen und Mädchen gleich stark betroffen, später sind es dann mehr Mädchen als Jungen.

Mögliche Ursachen

Die Suche nach Ursachen ist individuell und nicht zu pauschalisieren. Das können einerseits ganz traumatische Erlebnisse wie der Tod einer nahestehenden Person, Missbrauchshandlungen jeder Art oder anderer schwerwiegende Erfahrungen sein, die während einer aufgearbeitet werden sollten. Allerdings muss so etwas nicht immer vorliegen. In vielen Fällen sind es viel subtilere Geschehnisse im Familien- und Sozialleben, die zu einem verminderten Selbstwertgefühl führen und eine Trichotillomanie auslösen können. Überhaupt wird im Zusammenhang mit Trichotillomanie sehr viel mit dem Aspekt des Selbstwertgefühls argumentiert. Eine Suche nach den Gründen dafür kann also sehr hilfreich sein.

Neben den Ursachen in der Vergangenheit gibt es in der Gegenwart des Betroffenen weitere Ursachen, die das Verhalten aufrechterhalten können. Oft gibt es eine hohe anfälligkeit - eine Verminderung des Stressniveaus kann durch die Anwendung von Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung erreicht werden.

Folgen und en

Weitere Zwangshandlungen und Zwangsgedanken können nebenbei bestehen oder auftreten. Vor allem en kommen oft zur einer Trichotillomanie hinzu, können aber auch schon als Ursache gesehen werden. Komplizierend kann das Essen|Herunterschlucken der ausgerissenen e (Trichophagie) zu einem Trichobezoar (knäuel) führen, der eine seltene Ursache rezidivierender Bauch|OberbauchSchmerz|schmerzen bis hin zu Ileus|Darmverschluss oder Darmperforation sein kann und als Rapunzelsyndrom bezeichnet wird.

Neben diesen Körper|körperlichen Folgen werden die Betroffenen häufig Soziale Isolation|isoliert, leiden unter ihrer Störung und werden von ihrer Umgebung Stigmatisierung|stigmatisiert.

Schwere Beeinträchtigungen der Lebensqualität, auch verbunden mit einer Stigmatisierung, erfordern regelmäßig eine kombinierte Psychotherapie|psychotherapeutische und Medikament|medikamentöse Maßnahmen wie die Einnahme von SSRI (Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern). Als besonders erfolgsversprechende hat sich die Verhaltenstherapie erwiesen. Eine behandlungsbedürftige Störung liegt jedoch nicht immer vor. Die Prognose (Medizin)|Prognose ist im Allgemeinen auch bei schweren Fällen günstig.

Verbreitung

Angaben zur Prävalenz dieser Störung schwanken zwischen 0,5 und 13%.

Einteilung nach

In der ICD 10 trägt dieses sbild als eine Abnorme Gewohnheit mit Störung der Impulskontrolle die Nummer F63.3.

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Weblinks

en:Trichotillomania nl:Trichotillomanie

Kategorie:Psychische Störung