Lexikon: Ultraschallprüfgeräte

 

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Ultraschallprüfgeräte werden zur zerstörungsfreien Materialuntersuchung benutzt.

Ein prüfgerät sendet einen kurzen Schallimpuls in einer für die Prüfung geeigneten Frequenz zwischen 500 kHz und 20 Mhz aus. Anschließend lauscht es auf den Echoimpuls, der aus dem Material zurück kommt, ähnlich wie bei Radar. Das wird auf einem einfachen oszillographischen Display als Kurve dargestellt. Anhand der Materialeigenschaften und dem Kurvenverlauf können Fehlstellen und Risse im Material geortet sowie Dickenmessungen ausgeführt werden.

Es werden zwei grundsätzliche Verfahren angewandt:

  • das Durchschallungsverfahren
  • das Reflexionsschallverfahren

Die kleinste Ungänze die gefunden werden kann, ist größer als die halbe Wellenlänge des Schalls, die abhängig von der Schallgeschwindigkeit des Materials ist. Bei 4 MHz kommt man in Stahl auf rund 0,6 mm. Die Frequenzhöhe kann nicht unbegrenzt gesteigert werden, weil die Korngrenzen des Gefüges zu Zerstreuung und Reflexion (Physik)|Reflexionen führen. Je gröber die Kristallbildung in z.B. Stahlguss ist, um so langwelliger muss die Schallfrequenz gewählt werden. Bei Gusseisen und Austenit ist in der Regel die Prüfbarkeit sehr eingeschränkt.

Die größten Materialstrecken, die üblicherweise durchschallt werden, liegen bei 5 m das einem Schallweg von 10 m entspricht. Die Abtastgeschwindigkeiten in vollautomatischen Anlagen (die sehr komplex sein können) liegt bei 1 m/s.

Siehe auch:

  • Ultraschallprüfung
  • zerstörungsfreie Werkstoffprüfung

Kategorie:Messgerät