Lexikon: Virusinfektion

 

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Unter einer Virusinfektion versteht man das aktive oder passive Eindringen von in einen wie Pflanze, Tier oder Mensch, deren Vermehrung und die Symptom|Reaktion des Organismus. Wenn mindestens eines der drei Merkmale fehlt spricht man von einer . Die Viren haften an Zelle (Biologie)|Zellen des Körper des Menschen|Körpers, so dass diese sie aufnehmen und vermehren. Dabei bevorzugt jede Virusart ein mehr oder weniger enges bestimmter Zellen, Organ (Anatomie)|Organe und . Durch die Virusvermehrung und die als Antwort des Immunsystem|Immunsystems gehen Zellen zugrunde. Das kann je nach Virus zu einer bestimmten führen. Im Verlaufe der ist jedes Virus bestrebt, sich an seinen Reservoirwirt anzupassen. Er will diesen durch die ausgelösten Krankheitsfolgen nicht zum eigenen Nachteil zerstören, sondern ihn lebendig zu seiner eigenen Vermehrung nutzen. Beim Menschen gibt es sowohl harmlose wie auch unbehandelt oder behandelt extrem gefährliche Virusinfektionen. Besonders gefährlich sind daher Infektionen von Viren, die noch nicht an den Menschen als Wirt angepasst sind. Siehe Marburg-Virus, . Nur gegen eine begrenzte Anzahl von Virusinfektionen sind gegenwärtig zur Vorbeuge schützende en möglich. Im Folgenden soll weiterhin nur von der Virusinfektion beim Menschen gesprochen werden.


Infektionswege und -arten

Je nach Herkunft der Erreger unterscheidet man folgende Infektionsarten:

  • endogene Infektion ist eine Infektion bei geschwächtem durch permanent im körper befindliche, normalerweise völlig harmlose Erreger in Form einer verstärkten Erregeraktivierung z.B. auf der Haut oder anderen Regionen des eigenen Körpers (wie z.B. bei einer Bläschenbildung an den Schleimhauträndern durch wiederaktivierte Herpesviren nach einer schweren Grippe).
  • exogene Infektion ist eine Infektion durch Viren aus der Umgebung.
  • nosokomiale Infektion, auch iatrogene Infektion, ist eine Infektion, die in der ärztlichen Praxis oder im Krankenhaus erworben wird. Durch unbeabsichtigtes Einbringen von Erregern bei der Durchführung medizinischer Eingriffe wie z.B. durch oder , oder durch eine therapeutisch bedingte Beeinträchtigung der Abwehr des Patienten, wird dieser infiziert.


  • -assoziierte Infektion ist eine Erregerbesiedlung von Kunststoffoberflächen bei z.B. Katheter, künstliche Herzklappen und künstlichen Gelenken.


Vier bedeutende Infektionswege werden bei der exogenen Infektion voneinander unterschieden.

  • Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion
  • Infektion über Austausch von Körperflüssigkeiten
  • Infektion über blutsaugende Insekten

Insgesamt zu beachten ist, dass die Bedeutsamkeit eines Infektionsweges einerseits und die Häufigkeit andererseits, mit der eine spezielle Virenart auf einem Infektionsweg heutzutage oder schon immer übertragen wird, zwei verschiedene Gesichtspunkte darstellen, die konsequent unabhängig voneinander zu betrachten sind.


Hinsichtlich des Verlaufs einer Infektion unterscheidet man folgende Infektionsarten:

  • ist eine Infektion, bei der die Erreger nur dort im Körper verbleiben, wo sie ihn zuerst infiziert haben (Eintrittspforte). Sie verursachen auch nur an dieser Stelle e, ohne sich im Organismus weiterzuverteilen.
  • Zyklische Allgemeininfektion Ist eine Infektion, bei der die Erreger sich zuerst an einer Eintrittspforte (z. B. am Darm) vermehren und dann über das Blut zu ihren eigentlichen Manifestationsorganen (Befallsorganen) gelangen. Das sind oft die Leber, Milz, lymphatische Organe, die Haut oder das Nervensystem. An der Eintrittspforte sind sie dann nicht mehr nachweisbar.


Nach anderen systematischen Gesichtspunkten kann man die Infektionsarten auch wie folgt unterscheiden:

  • Horizontale Infektion ist eine Infektion von Wirt (Biologie)|Wirt zu Wirt der gleichen , bei der es wiederum zwei Möglichkeiten gibt:
    • Direkte Infektion meint eine Kontaktinfektion oder
    • Indirekte Infektion meint die Übertragung von einem Wirt mittels Überträger, Vektor (Biologie)|Vektor, auf den nächsten Wirt.
  • Vertikale Infektion ist eine Infektion von einem Wirt zu seinen Nachkommen. Hier werden nun unterschieden:
    • Pränatale oder Transplazentare Infektion meint die Übertragung vor der Geburt (intrauterin).
    • Perinatale Infektion meint die Übertragung während der Geburt.
    • Postnatale Inkektion meint z.B. die Übertragung durch die Muttermilch.


Über werden z.B. die en mit Hauterscheinungen , Mumps, , , oder übertragen. Dabei kündigen sich z.B. die Masern durch , und durch kleine weiße Flecken auf der Innenseite der Wangen an. Etwa zwei Wochen später entstehen dann die typischen roten Flecken auf der Haut. Der der Windpocken, das , gehört zu den viren und Persistenz|persistiert nach Ende der Krankheit lebenslang in sensiblen n: Wer einmal Windpocken hatte, kann dann Jahrzehnte später bei Abwehrschwäche Gürtelrose bekommen.

Diskutiert wird auch eine Übertragungsmögligkeit von Viren durch nebel, , bei der Arbeit an medizinischen Testgeräten.


Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion

Sehr häufig ist die über Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion mittels Fäkalie|fäkal verunreinigter Nahrung und anderer Gegenstände, infizierter Tiere oder Personen. Die Viren dringen dann über kleinste Verletzungen auf der Haut oder über die des Mundes, der Nase, der Augen, des es bzw. des s und es in den Körper ein. Deshalb verursachen viele Viren zunächst Beschwerden im Nasenrachenraum oder eine erkrankung (). Darmviren sind meist unbehüllte Viren, weil diese umweltstabiler sind. Behüllte Viren werden meist nur über Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt übertragen. Nach einer von Tagen bis Wochen (meistens ungefähr zwei Wochen) können dann je nach Virus spezifischere Symptom|Krankheitssymptome an anderen Organen des Körpers auftreten (Zyklische Allgemeininfektion).

und Hepatitis B werden auch durch Hautkontakt mit Blut, Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion, übertragen, weil Viren durch winzige, unsichtbare n in der Haut (Mikroläsionen) eindringen können.

Das übertragen durch Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion lebt im Darm, macht dort aber kaum Beschwerden, wenn es sich nicht weiter ausbreitet - sonst kann es zum Krankheitsbild der kommen. Auch die der akuten (A und E) gehören zu den Darmviren, nur bei Befall der führen sie zu den en der .

wird oft über einen Tierbiss übertragen und ist als eine Kontaktinfektion aufzufassen, da eine Infizierung über Mikroverletzung der Haut (z.B. Hand) bei Berührung eines infizierten lebenden oder toten Tieres ebenfalls möglich ist. Erfreulicherweise wird diese Virenart mittlerweile auf Grund von internationalen Impfmaßnahmen nicht mehr sehr häufig übertragen. Ohne vorbeugende oder sofort nach einer Infektion vorgenommenen Impfung führt die Infektion nach wie vor trotz moderner zu einer Erkrankung mit tödlichem Ausgang.


Infektion über Austausch von Körperflüssigkeiten

Manche Viren werden nur durch Austausch von Körperflüssigkeiten bei direktem Blut- oder Schleimhautkontakt (, Nadelstich, ) übertragen, hier sind und die chronische (B und C) von Bedeutung. Siehe auch Bluterkrankheit ().

Röteln, Masern, Ringelröteln und das werden auch auf das ungeborene Kind übertragen. Beim svorgang können HIV, Hepatitis B und übertragen werden.


Infektion über blutsaugende Insekten

Welteit gesehen ist die Infektion über blutsaugende Insekten ein durchaus bedeutender Übertagungsweg. Genau betrachtet gehört dieser Infektionsweg in die Abteilung Infektion durch Austausch von Körperflüssigkeiten, er wird jedoch immer gesondert betrachtet. Die Gruppe aller durch blutsaugenden Insekten übertragenen Viren fasst man auch außerhalb der üblichen unter der Bezeichnung Arboviren (engl. arthropod born viruses) zusammen.


Blutsaugende Insekten können als Vektor (Biologie)|Vektoren diverse Viren auf zwei unterschiedlichen Wegen Übertragen.


  • 1. Epidemiologisch bedeutsam und sofort auffällig ist der spezifische Weg der biologischen Übertragung


Eine einzige, bestimmte Virenart überlebt nach der Nahrungsaufnahme nur einer speziellen Insktenart bei einer infizirten Person innerhalb des Insektenkörpers im aktiven Zustand, kann sich möglicherweise noch zusätzlich vermehren und/oder wandeln und infiziert bei der nächsten Nahrungsaufnahme des selben Inskts bei einer noch nicht infizierten Person dieses neue Opfer. Grundsätzlich gilt also auf diesem Wege, daß blutsaugende Insekten nur jeweils ihre speziellen Viren übertragen können.

Das - und RSSE-Virus, das Louping-ill-Virus, Powassan-Virus, Kyasanur-forest-virus, Omsk-hämorrhagisches-Fieber-Virus und das Colorado-tick-Virus werden durch den Zeckenbiss übertragen. Per Mückenstich übertragene Viren sind in Europa das Sandfliegen-Virus und das Sindbis-Fieber-Virus. In Nordamerika ist die gemeine kleine Hausmücke = Culex pipiens als biologischer Überträger = Vektor (Biologie)|Vektor des festgestellt. In den Tropen sind jedoch die Stechmücken/Moskitos als biologische Überträger diverser Viren und der von ihnen ausgelösten Erkrankungen bei Mensch (und Tier) bekannt.


  • 2. unspezifische mechanische Übertragung


Potentiell ist, wie bei allen Vektoren, auch eine mechanische Übertragung aller möglichen Viren hier durch die äußere und innere der Proboscis (des Stech-, Saugrüssels) blutsaugender Insekten möglich, wenn das Insekt während der Nahrungsaufnahme bei einer infizierten Person gestört wird und alsbald auf einer anderen nicht infizierten Person weitersaugt. Nach heutigem Kenntnisstand ist zu erwarten, dass diese Übertragungsmöglichkeit wenn überhaupt nur in en mit sehr hoher Virenverbreitung gelegentlich auftreten kann. , Dieser Übertragungsweg entspricht dem der Infektion per Nadelstichverletzung bzw. mehrfach hintereinander genutzter Injektionskanülen ohne zwischenzeitliche , jedoch in einer anderen Größenordnung. Rein theoretisch kann die Übertragung eines einzigen Virus auf diesem Wege eine Infizierung bewirken. In der Praxis ist jedoch eine ausreichende Mindestmenge von Viren für eine Infektion erforderlich. Ob diese Mindestmenge z.B. bei einer Kontamination der Moskitoproboscis allein erreicht werden kann, ist fraglich.

Ausreichende Größenverhältnisse für eine mechanische Übertragung diverser Viren sind jedoch bei den nachtaktiven, blutsaugenden Schmetterlings-, Falterarten Calyptra eustrigata, Captra minuticornis, Calyptra orthograpta und Calyptra labilis der Familie Eulenfalter|Noctuidae und Ordnung aus Süd-Ost-Asien durchaus gegeben. Mit seiner vom Saug- zum Stechrüssel umgeformten Proboscis dringen diese Falter bis zu 7 mm tief in die Haut von Säugetieren, auch Menschen, ein und saugen danach bis maximal 1 Stunde lang das Blut. Sie sind bei Abwehrbewegungen jederzeit bereit, noch vor Erreichen der Sättigung ihr Opfer zu verlassen, um alsbald bei einem neuen die Nahrungsaufnahme fortzusetzen , , . Andere Schmetterlingsarten wie Lobocraspis griseifulva, Arcyophora spp. und Filodes fulvidorsalis der Familien Pyralidae, Eulenfalter|Noctuidae und Geometridae aus Afrika, Brasilien und Süd-Ost-Asien nehmen Tränenflüssigkeit bei Säugetieren und Menschen auf. Mit ihrer an der Außenseite rauen Saugproboscis reiben sie am Augapfel, um ein Ansteigen der Tränenproduktion hervorzurufen und können dem Augapfel dabei auch leichte Verletzungen zufügen. Alle diese Falterarten sind damit eindeutig auch als mechanische Krankheitsüberträger erkannt. Selbst eine Übertragungsmöglichkeit von wird diskutiert.

Weiterhin wurde schon 1965 (von Luedke et al.) eine rein mechanische Übertragung des Blue-Tonge-Virus durch wie z.B. durch die Schaflausfliege (Melophagus ovinus) nachgewiesen.

Lokale Virusinfektionen

Die meisten bisher genannten Virusinfektionen mit ihren mehr oder weniger spezifischen en z.B. an der Haut, an der oder am sind zyklische Allgemeininfektionen. Im Gegensatz dazu verursachen manche Viren nur en im Atemtrakt|Atem- oder , seltener an den Hirnhäuten oder am . Hier sind die Symptome der verschiedenen Viren und dann ähnlich. Der muß zwischen ihnen unterscheiden, um etwa unnötige gaben zu vermeiden.

Infektionen der oberen sind meistens viral, typisch sind und durch Rhinovirus|Rhinoviren, Respiratory Syncytial Virus|RSV oder Parainfluenzaviren. Die echte (Grippe) zeichnet sich durch Halsschmerzen und trockenen Husten ohne Schnupfen sowie mit Kopfschmerzen|Kopf- und Gliederschmerzen aus. Eine besondere ist nicht notwendig. Eine Mandelentzündung kann dagagen durch Bakterien verursacht sein oder durch Coxsackie-Virus A oder . Virusinfektionen sind nicht eitrig. Eine durch RSV oder Parainfluenzaviren ist interstitiell, d.h. diffus zwischen den Zellen verteilt und im Röntgenbild schlecht zu sehen (i.Ggs. zu einer alveolären Pneumonie durch Bakterien). Der Husten ist ohne Auswurf und begleitet von einer der oberen , also Schnupfen, Husten, en und . Auch eine verläuft bei Viren milde, im findet sich kein . Hirnhautentzündungen werden meistens von Erregern verursacht, die sich auch in den Atemwegen finden, weil sie von dort über en in die Blutbahn gelangen.

Auch Darminfektionen durch Viren (, Adenoviren) oder seltener Bakterien bedürfen normalerweise keiner besonderen oder medikamentösen Therapie. Bei ist es wichtig, viel Wasser und Speisesalz|Salz zu sich zu nehmen (Cola und Salzstangen).

Das Herpes-simplex-Virus wird durch oder durch Geschlechtsverkehr übertragen und verursacht typische Bläschen an den Lippe (Anatomie)|Lippen (Herpes|Herpes labialis meist durch Typ 1) oder an der Schleimhaut im Urogenitalbereich (Herpes|Herpes genitalis, meist Typ 2). Der Herpes|Herpes simplex verschwindet nach erfolgreicher Immunabwehr, das Virus persistiert lebenslang in sensiblen Nervenzellen (ähnlich wie Varizella-Zoster).

Viren können auch eine Bindehautentzündung|Bindehaut- oder Hornhautentzündung am erregen.

Viren verursachen keine (Blutvergiftung) und bilden keine e.

Gefährliche Virusinfektionen

Als gilt, dass Virusinfektionen fast immer häufiger und dafür fast immer harmloser sind als andere Infektionen. Bestimmte Kinderkrankheiten macht im Grunde jeder einmal durch, und die meisten Menschen sind latent mit Herpes-simplex-Viren, Varizella-Zoster-Virus|Varizella-Zoster-Viren, Zytomegalievirus|Zytomegalieviren und Epstein-Barr-Virus|Epstein-Barr-Viren infiziert. Manche scheinbar harmlosen Kinderkrankheiten können jedoch Organschäden hinterlassen, wenn nicht vorher Impfung|geimpft wurde. Ein ungeborenes Kind ist bei derartigen Infektionen besonders stark gefährdet.

n stellen die nicht an den Menschen als Hauptwirt (Reservoirwirt) angepassten Viren dar, die auf den Menschen übertragen wurden, wie z.B. , , , Marburg-Fieber oder . Solche Erreger sind extrem gefährlich. Die durch sie verursachten Krankheiten haben eine hohe Todesrate ().

Einige Viren stehen im Verdacht, die Entstehung von Krebs (Medizin)|Krebs zu begünstigen, wenn sie über lange Zeit eine Latenz|latente Infektion verursachen. So wurden Humanes Papilloma-Virus|Papillomviren mit dem in Verbindung gebracht, Epstein-Barr-Virus mit dem Nasopharynxkarzinom.

Auch bei (bei oder ) können Viren gefährlich werden, die sonst vielleicht ohne Symptome in Zellen Persistenz|persistieren. Deshalb testet man vor einer Organspende den Spender auf diverse Vieren, HIV, Hepatitis-V., Tollwut-V., u.a., um sein Organ nicht einem zu übertragen, der diese Infektion noch nicht durchgemacht hat.

Für solche schweren Fälle stehen Virostatikum|Virostatika zur Therapie zur Verfügung. Im Gegensatz zu Antibiotikum|Antibiotika gegen Bakterien wirken sie aber oft unzureichend und werden schlecht vertragen. Deshalb wird gegen die bei uns vorkommenden Viren, soweit sie nicht ganz harmlos sind, routinemäßig nach einem bestimmten Prophylaxe|prophylaktisch geimpft. Andere en sind nur Indikationsimpfungen vor Reisen in Endemiegebiete, z.B. in Afrika und Südamerika.

Virusdiagnostik

Ist eine spezifische notwendig, gibt es immunologische und molekularbiologische Testverfahren. Allgemein weist man spezifische gegen das Virus nach. IgM-Antikörper weisen auf eine frische Infektion hin, -Antikörper können auf eine chronische Infektion oder auf eine bestehende Immunität (Medizin)|Immunität hinweisen. Bei Masern, Mumps, Röteln, Influenza und Adenoviren kann man das Hämagglutinin nachweisen. Beim Epstein-Barr-Virus macht man sich diagnostisch zunutze, dass der Patient Antikörper bildet, die auch gegen Schaferythrozyten wirken (Verklumpung). Man kann auch die Desoxyribonukleinsäure|DNA oder Ribonukleinsäure|RNA eines Virus mittels Polymerase-Kettenreaktion|PCR nachweisen. Viele Viren kann man auch in einer Zellkultur züchten, wo anhand der Lyse der Zellen das Virus beurteilt werden kann. Die ie dient eher nur wissenschaftlichen Zwecken.


Virusinfektionen nach Infektionsweg

:

  • (echte Grippe)
  • , (durch Rhinoviren, Respiratory Syncytial Virus|RSV, Parainfluenzaviren)
  • Mumps
  • (Erythema infectiosum, durch Parvovirus B19)
  • (Exanthema subitum, durch HHV 6)
  • (durch )
  • Drüsenfieber|Pfeiffer'sches Drüsenfieber (durch )
  • (durch )
  • Zytomegalievirus|Zytomegalie


Schmierinfektion / Kontaktinfektion (durch Berührung kontaminierter Gegenstände, infizierter Tiere und Personen):

  • (Diarrhoe, durch , Adenoviren)
  • A oder E (Gelbsucht)
  • (Polio)
  • Herpes|Herpes labialis
  • Warze|Warzen (Humanes Papilloma-Virus)
  • (über Tierbiß und Kontakt)
  • Lassa-Fieber
  • Marburg-Fieber
  • Hanta-Virus|Hanta-Virus-Fieber (über von n)


Infektion über blutsaugende Insekten: (Stich oder Biss)

  • (über Zeckenbiß)
  • RSSE (über Zeckenbiß)
  • Louping-ill-Enzephalitis (über Zeckenbiß)
  • Powassan-Enzephalitis (über Zeckenbiß)
  • Kyasanur-forest-Fieber (über Zeckenbiß)
  • Omsk-hämorrhagisches-Fieber (über Zeckenbiß)
  • Colorado-tick-Fieber (über Zeckenbiß)
  • (über Mückenstich)
  • (über Mückenstich)
  • Japanische Enzephalitis (über Mückenstich)
  • West-Nil-Virus|West-Nil-Fieber (über Mückenstich)
  • Chikungunya-Fieber (über Mückenstich)
  • O'nyong-nyong-Fieber (über Mückenstich)
  • Rift-Tal-Fieber (über Mückenstich)
  • Sandmücken-Fieber = Pappataci-Fieber (über Mückenstich)
  • Ross-River-Fieber (über Mückenstich)
  • Sindbis-Fieber (über Mückenstich)
  • Mayaro-Fieber (über Mückenstich)
  • Murray-Valley-Enzephalitis (über Mückenstich)
  • St. Louis-Enzephalitis (über Mückenstich)
  • Rocio-Enzephalitis (über Mückenstich)
  • California-Enzephalitis (über Mückenstich)
  • Bunyamwera-Fieber (über Mückenstich)
  • Oropouche-Fieber (über Mückenstich)
  • Hepatitis B (auch über den Stich der Cimex lectularius=Bettwanze|gemeine Bettwanze und Cimex hemipterus=Bettwanze|tropische Bettwanze)


Infektion über Austausch von Körperflüssigkeiten bei , oder Nadelstichverletzung (potenziell sind alle im Blut zirkulierenden Erreger auch durch dieses übertragbar):

  • (durch )
  • B, C, oder D
  • Zytomegalievirus|Zytomegalie
  • Herpes|Herpes genitalis


Infektion über Austausch von Körperflüssigkeiten im Mutterleib mit besonderen Risiken für das Ungeborene (pränatal):

  • Herpes simplex
  • Zytomegalievirus|Zytomegalie


Infektion über Austausch von Körperflüssigkeiten beim Geburtsvorgang (perinatal):

  • (durch )
  • B

Literatur

  • Wolfgang Preiser, Annemarie Berger, Hans Wilhelm Doerr: Therapie viraler Erkrankungen. Signifikante Fortschritte auch bei nichtretorviralen Erkrankungen. Deutsches Ärzteblatt (Köln) 97(50), S. A3433 - A3439 (2000), ISSN 0012-1207.
  • Pschyrembel Klinisches Wörterbuch.

Weblinks

  • http://www.vu-wien.ac.at/i123/allvir/epidemio.html
  • http://www.vu-wien.ac.at/i123/ALLVIR/infektionswege.HTML
  • http://www.infektionsnetz.at/Muecken1.phtml


Kategorie: Mikrobiologie Kategorie: Medizin