Lexikon: Weizen

 

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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Getreidesorte Weizen. Weizen ist auch ein Ortsteil von Stühlingen.

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Weizen
Bild: Weizenfeld.jpgFeld mit Weichweizen
'
: Blütenpflanzen (Magnoliophyta)
: (Liliopsida)
: Commelinaähnliche
(Commelinidae)
: Süßgrasartige (Poales)
: Süßgräser (Poaceae)
: Weizen (Triticum)
en
  • T. aestivum L. (Weichweizen)
  • T. aestivum subsp. spelta (L.) Thell. ()
  • T. antiquorum Heer
  • T. baeoticum Boiss.
  • T. compactum Host (Zwergweizen)
  • T. compositum L.
  • T. dicoccum Schübler (Emmer)
  • T. durum Desf. (Hartweizen)
  • T. ispahanicum Heslot
  • T. jakubzineri (Udacz. & Schachm.) Udacz. & Schachm.)
  • T. karamyschevii Nevski
  • T. militinae Zhuk. & Migush.
  • T. monococcum L. (Einkorn)
  • T. parvicoccum
  • T. petropavlovskyi Udacz. & Migush.
  • T. polonicum L.
  • T. sinskajae Filat. & Kurk.
  • T. tetraurartu Gandil.
  • T. timonovum Heslot & Ferrary
  • T. timopheevii (Zhuk.) Zhuk.
  • T. turanicum Jakubz.
  • T. turgidum L. (Rauweizen)
  • T. urartu Thumanyan ex Gandilyan
  • T. vavilovii (Tum.) Jakubc. in Zhuk.
  • T. zhukovskyi Menabe & Ericzjan
Mit Weizen werden eine Reihe von Art (Biologie)|Arten der Süßgräser (Poaceae) in der Gattung (Biologie)|Gattung Triticum L. bezeichnet.

, Ähre

Bedeutung

Die verschiedenen Arten des Weizen stellen das zweitmeistangebaute der Welt dar (nach dem und gefolgt vom ). Er wird auf allen Kontinenten angebaut; wichtige Anbauländer sind die USA|Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Russland, Australien und Argentinien. Weizen ist für en in vielen Ländern ein Grundnahrungsmittel (Brotgetreide) und hat eine große Bedeutung in der Tiermast. Hartweizen ist besonders für die Herstellung von Teigwaren (Grieß|Hartweizengrieß) geeignet – wird aber in Deutschland so gut wie nicht angebaut.

Weizen ist an trockene und warme Sommer angepasst. Eine moderne Kreuzung aus Weizen und , Triticale, erlaubt den Anbau in kühleren Klimazonen.

Die gesamte Erntemenge weltweit 2004 betrug 624 Mio. t.

Die zehn größten Produzenten:

Produktion (in Mio. t)
China 91,3
Indien 72,0
58,8
Russland 42,2
39,6
25,3
Kanada 24,5
Australien 22,5
Türkei 21,0
Ukraine 20,2


(Quelle: FAO, Faostat, 2005)

Ackerbaulich wichtige Weizenarten

Weizenanbaugebiete.jpg|thumb|Weizenanbaugebiete

  • Weichweizen (Triticum aestivum L.) ist eine Polyploidie|hexaploide Weizenart und die am verbreitetsten angebaute. Es gibt eine Vielzahl von Sorten, die an unterschiedliche te angepasst sind.
  • Spelt oder (Triticum aestivum subsp. spelta (L.) Thell.), ebenfalls Polyploidie|hexaploid, wird als spezielles getreide begrenzt angebaut. Das in der Milchreife geerntete und geröstete Korn, genannt, ist mineralstoffreich und stark aromatisch.
  • Emmer (Triticum dicoccum Schübler) ist eine Polyploidie|tetraploide Weizenart, die historisch angebaut wurde, heute aber keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat.
  • Hartweizen (Triticum durum Desf.) ist die einzige tetraploide Weizenart, die heute noch verbreitet angebaut wird.
  • Kamut (Triticum turgidum subsp. polonicum (L.) Thell.) ist eine Zuchtform des Emmer, die im Mittlerer Osten|Mittleren Osten entwickelt wurde, und in kleinen Mengen, oft im Biologischer Landbau|biologischen Landbau, als 'gesundes' Getreide vermarktet wird.
  • Einkorn (Triticum monococcum L.) ist die älteste Weizensorte. Sie wird heute nur noch aus wissenschaftlichen Gründen oder zu Illustrationszwecken angebaut.

Das Bundessortenamt teilt mit seiner Zulassung die Weichweizensorten in fünf so genannte Backqualitätsgruppen ein: (Hauptmerkmal der Einteilung ist die Volumenausbeute im Rapid-Mix-Test, einem Backversuch)

  • E-Gruppe: Eliteweizen – mit hervorragenden Eigenschaften. Wird meistens zum Aufmischen schwächerer Weizen verwendet oder exportiert.
  • A-Gruppe: Qualitätsweizen – hohe Eiweißqualität. Kann Defizite anderer Sorten ausgleichen.
  • B-Gruppe: Brotweizen – alle Sorten, die für die Gebäckherstellung gut geeignet sind.
  • D-Gruppe: sonstiger Weizen – hauptsächlich für Futterzwecke.
  • Keksweizen: (wurden bis 2004 als "K-Gruppe" geführt) haben eine für den Verwendungszweck geeignete, also schwächere Eiweißqualität.

Geschichte der Domestizierung/Anbaugebiete

Die ältesten Spuren des Weizenanbaus finden sich aus dem 7. vorchristlichen Jahrtausend im Naher Osten|Nahen Osten.

Mit seiner Ausbreitung nach , Afrika|Nordafrika und gewann der Weizen eine grundlegende Bedeutung für viele Kulturen.

Einkorn (T. monococcum) ist die ursprünglichste Form des kultivierten Weizens; man findet auch heute noch Wildformen des Einkorn, so dass die Domestizierung mittels menschlicher Auslese relativ klar erscheint.

Aus dem Einkorn entwickelte sich durch Bildung eines Additionsbastards mit einem anderen Wildgras (evtl. T. speltoides oder Aegilops speltoides) in vorgeschichtlicher Zeit der tetraploide Emmer (T. dicoccum), aus dem später durch Zucht Arten wie Hartweizen und Kamut entstanden.

Eine weitere Aufnahme des gesamten Gensatzes des Wildgras T. tauschii (oder Aegilops squarrose) in den Emmer entstand dann der moderne hexaploide Saatweizen.

Zusammensetzung (Weichweizen)

Weizenpflanze.jpg|thumb|Weizenpflanze

Bestandteile
10,42%
Eiweiß 10,69%
2,0%
e 75,36%
Ballaststoffe (Teil der Kohlenhydrate) 12,7%
Mineralstoffe 1,5%
Mineralstoffe
Calcium 34 mg
5,4 mg
90 mg
402 mg
435 mg
2 mg
3,5 mg
0,43 mg
Mangan 3,40 mg
Vitamine
Thiamin 0,41 mg
Riboflavin 0,11 mg
Niacin 4,77 mg
Pantothensäure 0,85 mg
Vitamin B6 0,38 mg
0,04 mg
Vitamin E 1,44 mg

Der Brennwert beträgt 1425 Joule|kJ je 100 Gramm|g.

Literatur

  • Friedrich J. Zeller, Sai L.K. Hsam: Weizen: Grundstoff für die menschliche Ernährung und für industrielle Erzeugnisse. Naturwissenschaftliche Rundschau 57(8), S. 413 - 421 (2004), ISSN 0028-1050
  • Elisabeth Schiemann; Weizen, , . Systematik, Geschichte und Verwendung. 1948

Weblinks

Kategorie:Süßgräser Kategorie:Nutzpflanze|Weizen Kategorie:Getreide|Weizen

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