Lexikon: Desinfektion

 

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Desinfektion bedeutet im übertragenen Sinne "Keimfreimachung".
Laut dem Deutsches Arzneimittelbuch|Deutschen Arzneimittelbuch (DAB) bedeutet "Desinfektion": "Totes oder lebendes Material in einen Zustand versetzen, dass es nicht mehr infizieren kann".

Zur Desinfektion verwendet man verschiedene Desinfektionsmittel.

Technisch unterscheidet man zwischen Desinfektion und . Von Desinfektion spricht man bei einer Keimreduktion um einen Faktor vom mindestens 10-5, soll heißen: Von ursprünglich 100.000 vermehrungsfähigen Keimen (so genannte koloniebildende Einheiten - KBE) überlebt nicht mehr als ein Einziger.

Bei der Desinfektion der Hände wird unterschieden zwischen der so genannten "hygienischen" und der "chirurgischen" Händedesinfektion.

Desinfektionsmittel

Hautdesinfektionsmittel enthalten oft verschiedene e wie oder , es werden aber auch Iod|iodhaltige / iodähnliche Verbindungen verwendet.

Flächendesinfektionsmittel sind häufig so aggressiv, dass man sie nur mit Schutzhandschuhen verarbeiten darf. Das Einatmen konzentrierter Dämpfe kann gesundheitliche Schäden verursachen.

Eine Liste der gängigen Verfahren und zugelassenen Präparate sowie Empfehlungen der "Kommission für Krankenhaushygiene" gibt es beim Robert-Koch-Institut.

Für neue Mittel müssen zwei unabhängige Gutachten erbracht werden, um eine Zulassung zu erhalten.

Desinfektionsmittel werden nach Wirkstoffklassen unterschieden: A/ B/ C/ D. Entsprechend sind die Präparate gekennzeichnet als:

  • Viruzid
  • Sporizid
  • .

Desinfektionsmittel müssen professionell und strategisch verwendet werden. Sie müssen im Haushalt keineswegs grundsätzlich angewandt werden. Unsachgemäße Anwendung kann zu Bildung von mutationsbedingten en führen.

Die Desinfektion von Abwässern, Trinkwasser oder flüssiger Medien kann durch verschiedene Verfahren erfolgen: Man unterscheidet grundsätzlich zwischen chemischen und physikalischen Verfahren zur Desinfektion.
Besonders gebräuchliche chemische Verfahren basieren auf der Zugabe von ,Chlordioxid, oder .
Gebräuchliche physikalische Verfahren basieren auf der Erhitzung des Mediums ( oder druck im ) oder der mit .

Literatur

  • M. Klude, U. Seebacher, M. Jaros: Potenzielle Gefährdung von Mensch und Umwelt durch Desinfektionsmittel in der Krankenhaushygiene. Eine vergleichende Bewertung. Krankenhaus Hygiene und Infektionsverhütung 24(1), S. 9 - 15 (2002), ISSN 0720-3373

Weblinks

www.wissenschaft.de: Kerzen mit ätherischen Ölen können Mikroben vernichten

Siehe auch

Händedesinfektion, Sterilisator, Oligodynamie

Kategorie:Hygiene Kategorie:Medizin

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