Lexikon: Exsikkose

 

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Als Exsikkose, von lat. siccus trocken, oder auch Dehydratation wird in der Medizin die Austrocknung durch Abnahme des Körperwassers bezeichnet.

Ursachen

Alle Formen der Diarrhoe|Durchfallerkrankungen können im Säuglingsalter aufgrund mangelnder Flüssigkeitsreserven schnell und in jedem Lebensalter schlussendlich zur Exsikkose führen - das mangelnde Durst|Durstempfinden sowie die mangelhafte Flüssigkeitsaufnahme bei Durstempfinden ist eine Hauptursache bei betagten Personen.

Folgen

Die Folge der Exsikkose ist stets eine kombinierte Störung des Wasser-Elektrolyt-Haushalts. Dies kann zu veränderten Hämodynamik|Fließeigenschaften des Blutes führen.

Bei alten Patienten bestehen die hauptsächlichen klinischen Folgen einer Exsikkose in einer

  • Reduktion des Allgemeinzustands und daraus folgender Bettlägrigkeit,
  • Somnolenz,
  • möglicher Agitiertheit,
  • Oligurie mit der daraus folgenden Ansammlung ausscheidungspflichtiger Substanzen
  • Trockenheit der Haut und Schleimhäute sowie
  • Orthostase|orthostatischer Hypotonie und damit verbundener Sturzgefahr.

Dabei werden die Abnahme des Allgemeinzustandes fälschlicherweise oft mit dem Alter des Patienten selbst oder bestehenden Begleiterkrankungen erklärt. An heißen Sommertagen kann bei alten Patienten die Exsikkose sehr schnell auftreten. Als pflegender Angehöriger sollte man also durch Notizen oder durch Markierungen unbedingt einen Überblick behalten, was tatsächlich getrunken wurde. Und man sollte als pflegender Angehöriger notfalls darauf drängen, dass die aufgebauten Getränke auch getrunken werden. Eine gute Kontrollmöglichkeit ist die Urinproduktion, eine Abnahme der Ausscheidungsmenge sollte schon eine Warnung sein.


Kategorie:Medizin

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