Lexikon: Hülsenfrüchtler

 

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Hülsenfrüchtler
Bild: Vicia_villosa_schote.jpegZottige Wicke (Vicia villosa), unreife Hülse (Frucht)|Hülse
'
: (Spermatophyta)
: (Magnoliophyta)
: Dreifurchenpollen-Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
: Rosenähnliche (Rosidae)
: Schmetterlingsblütenartige
(Fabales)
: Hülsenfrüchtler
(Fabaceae, Leguminosae)
Familie (Biologie)|Unterfamilien
  • Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae)
  • Mimosengewächse (Mimosoideae)
  • Schmetterlingsblütler (Faboideae)

Die Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae), auch Leguminosen genannt, sind eine der artenreichsten Familie (Biologie)|familien. Sie umfasst drei Unterfamilien, die oft auch als eigene Familien behandelt werden.

Merkmale

Die Hülsenfrüchtler haben ihren Namen von der "Hülse (Frucht)|Hülse", einem Frucht (Botanik)|Fruchttyp, der in allen Unterfamilien und nur hier vorkommt. Gemeinsamkeiten bestehen auch im vegetativen Bau der Pflanzen. Alle Unterfamilien haben ursprünglich Blatt (Pflanze)#Blattspreite|Fiederblätter, die in einigen Gattungen und Arten auf die Endfieder reduziert sein können, wie beispielsweise beim Färber-Ginster (Genista tinctoria), oder nur aus drei Blättchen bestehen, wie beim Klee (Trifolium). Die Blätter haben Blatt (Pflanze)#Nebenblätter|Nebenblätter, die oft in paarweise stehende Dornen umgewandelt sind.

Bedeutung als Nutzpflanzen

Aufgrund ihres hohen Protein|Eiweißgehaltes und der großen Erträge auf kleinen Flächen sind Früchte und Samen der Hülsenfrüchtler fast weltweit ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung. Insbesondere bei fleischarmer oder vegetarischer Kost sind sie fast unverzichtbar. Beispiele sind etwa Erbsen, Bohne (Pflanze)|Bohnen und Linse (Botanik)|Linsen, die zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) gehören. Umgangssprachlich werden diese Pflanzen - pars pro toto - meist "Hülsenfrüchte" genannt. Einige Hülsenfrüchte können auch roh gegessen werden (zum Beispiel Zuckererbsen), viele sind im rohen Zustand aber gesundheitsschädlich und müssen vor dem Verzehr unbedingt vollständig durchgegart werden.

Hülsenfrüchte enthalten neben den Eiweißen außerdem Kohlenhydrate, unter denen einige Zucker|Mehrfachzucker die bekannten Blähungen verursachen. Diese lassen sich mindern, indem Hülsenfruchtgerichte mit bestimmten Gewürzen, vor allem Fenchel, Anis, Kümmel, Kreuzkümmel und Echter Koriander|Koriander, gewürzt werden und zusammen mit Getreideprodukten wie Brot, Nudeln oder Grütze gegessen werden.

Leguminosen werden auch in der Landwirtschaft verbreitet als Futtermittel für Wiederkäuer und Schweine eingesetzt.

Die meisten Leguminosen gehen in ihren Wurzelknöllchen eine mit Stickstoff|stickstofffixierenden (Rhizobium) ein und tragen dadurch zur Fruchtbarkeit des Bodens bei (s. Gründüngung).

Zu den Gattungen siehe die Unterfamilien.

Kategorie:Hülsenfrüchtler Kategorie:Feldwirtschaft Kategorie:Lebensmittel

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