Lexikon: Holmium

 

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Holmium ist ein chemisches Element im Periodensystem|Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Ho und der 67.

Eigenschaften
Dysprosium - Holmium -
Es  
 
 
Xe4f116s2
165
67
Ho
Allgemein
Name, Liste der chemischen Elemente nach Symbol|Symbol, Liste der chemischen Elemente nach der Ordnungszahl|Ordnungszahl Holmium, Ho, 67
Serie
Gruppe, Periode des Periodensystems|Periode, Block des Periodensystems|Block 3, Periode-6-Element|6, f-Block|f
Aussehen silbrig weiß
Massenanteil an der Erdhülle 1 · 10-4 %
Atomar
164,93032
(berechnet) pm
Kovalenter Radius k. A.
van der Waals-Radius k. A.
[[Xenon|Xe]4f116s2
en pro 2, 8, 18, 29, 8, 2
Oxidationszustände () 3 (schwach basisch)
1.23 ()
Hexagonal
Physikalisch
ferromagnetisch)
Dichte () 8,80 g/cm3 (-)
K (1474 Grad Celsius|°C)
2968 K (2695 °C)
Molares Volumen 18,7 · cm3/mol
kJ/mol
12,2 kJ/mol
Verschiedenes
Spezifische Wärmekapazität J/(kg · K)
Elektrische Leitfähigkeit S/m
W/(m · K)
1. 581,0 kJ/mol
2. Ionisierungsenergie 1140 kJ/mol
3. Ionisierungsenergie 2204 kJ/mol
4. Ionisierungsenergie 4100 kJ/mol
Isotope
NH DM DE mega|MElektronenvolt|eV DP
163Ho {syn.} 4570 a ε 0,003 163Dy
164Ho {syn.} 29 min ε
Beta-Strahlung|β-
0,987
0,962
164Dy
Erbium|164Er
165Ho 100 % 165Ho ist Stabiles Isotop|stabil mit 98 en
166Ho {syn.} 26,763 h β- 1,855 166Er
167Ho {syn.} 3,1 h β- 1,007 167Er
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheitensystem|SI-Einheiten verwendet.
Wenn nicht anders vermerkt,
gelten die angegebenen Daten bei Normbedingungen.

Eigenschaften und Verhalten

Das silberweiß glänzende Seltene Erden|Metall der seltenen Erden ist weich und schmiedbar.

Holmium weist besondere magnetische Eigenschaften auf. In seinen Ferromagnetismus|ferromagnetischen Eigenschaften ist es denen des s weit überlegen. Mit 10,6 μB besitzt es das höchste magnetische Moment eines natürlich vorkommenden chemischen Elements. Mit bildet es magnetische Verbindungen.

In trockner ist Holmium relativ beständig, in feuchter oder warmer Luft läuft es unter Bildung einer gelblichen Oxidschicht schnell an. Bei en oberhalb von 150 °C verbrennt es zum Sesquioxid Ho2O3. Mit reagiert es unter entwicklung zum .
In Mineralsäuren löst es sich unter Bildung von Wasserstoff auf.

In seinen Verbindungen liegt es in der +3 vor, die Ho3+-Kationen bilden in Wasser gelbe Lösungen.


Anwendungen

Wegen seiner hervorragenden magnetischen Eigenschaften verwendet man Polschuhe aus Holmium für Hochleistungse zur Erzeugung stärkster Magnetfelder.

Weitere Anwendungen:

  • Magnetblasenspeicher unter Verwendung von Dünnschichtlegierungen aus Holmium-Eisen, Holmium-Nickel und Holmium-Cobalt.
  • Steuerstab|Steuerstäbe in Brutreaktoren.
  • Herstellung von Yttrium-Eisen-Granat (YIG), Yttrium-Aluminium-Granat (YAG) und Yttrium-Lanthan-Fluorid (YFL) Feststofflaser für Microwellenbauteile in der Medizintechnik.
  • Holmiumoxid zur Erzeugung von gelbem Glas.

Geschichte

1878 entdeckten die er Chemiker Marc Delafontaine und Jaques Louis Soret das Element Spektroskopie|spektroskopisch durch seine abweichenden Absorptionslinien. Das neue Element nannten sie ›X‹. 1879 entdeckte der schwedische Chemiker Per Teodor Cleve das neue Element unabhängig von den beiden Schweizern und isolierte es als gelbes Oxid aus unreinem (Erbiumoxid). Cleve wendete eine von Carl Gustav Mosander|Mosander entwickelte Methode an; er trennte zunächst alle bekannten Verunreinigungen ab, bevor er versuchte, den Rest zu trennen. Er erhielt einen braunen Rest, den er Holmia nannte, sowie einen grünen Rest, der den Namen Thulia erhielt.
Erst 1911 gelang dem schwedischen Chemiker Holmberg die Gewinnung von reinem Holmiumoxid. Ob er die Bezeichnung Holmium, vorgeschlagen von Cleve für die schwedische Landeshauptstadt , übernahm oder als Ableitung seines eigenen Namens betrachtete, ist nicht bekannt.

Metallisch reines Holmium wurde erstmals 1940 hergestellt.

Vorkommen

Natürlich kommt Holmium nur in Verbindungen vor. Bekannte holmiumhaltige Minerale sind :

  • Gadolinit xxxxx (Vorkommen bei Ytterby sind erschöpft)
  • Monazit (Ce,La,Th,Nd,Y)PO4


Herstellung

Nach einer aufwendigen Abtrennung der anderen Holmiumbegleiter wird das Oxid mit zum Holmiumfluorid umgesetzt. Anschließend wird mit Calcium unter Bildung von zum metallischen Holmium reduziert. Abtrennung verbleibender Calciumreste und Verunreinigungen erfolgen in einer zusätzlichen Umschmelzung im .

Verbindungen

  • Holmiumoxid Ho2O3

Isotope

Physiologisches

Holmium hat keine Biologie|biologische Funktion.

Vorsichtsmaßnahmen

Holmium und Holmiumverbindungen sind als wenig toxisch zu betrachten. Metallstäube sind feuer- und explosionsgefährlich.

Weblinks


Kategorie:Chemisches Element Kategorie:Lanthanoid Kategorie:Periode-6-Element

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