Lexikon: Kanarienvogel

 

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Kanarienvogel
Bild: Wikicanary.jpgDomestizierter Kanarienvogel
(Serinus canaria forma domestica)
'
: (Aves)
: Sperlingsvögel
(Passeriformes)
: Singvögel (Passeri)
: Finken (Fringillidae)
: Stieglitzartige
(Carduelinae)
: Girlitze (Serinus)
: Kanarienvogel
(Serinus canaria
forma domestica
)

Der Kanarienvogel (Serinus canaria forma domestica) ist ein Singvogel, der seinen Namen seinem Herkunftsort, den Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln verdankt. Heutzutage ist der Kanarengirlitz (Serinus canaria canaria, Linnee, 1758), die wilde Stammform des Kanarienvogels, noch immer auf den Kanarischen Inseln, auf Madeira und den Azoren verbreitet. Er lebt vor allem von Samen und Blättern und hat einen kleinen, jedoch starken Schnabel.

Der Kanarienvogel ist neben dem wegen seines schönen Gesanges und seiner anmutigen Gestalt ein beliebtes .

Erscheinungsbild

Der Kanarengirlitz ist mit einer Körperlänge von gut 12 cm etwas kleiner als die meisten Zuchtformen des Kanarienvogels. Er zeichnet sich durch einen rund geformten Kopf, einen kurzen Kegelschnabel sowie einen recht langen Schwanz aus. Beim Männchen setzt sich ein gelblicher Bürzel ab. Der Kanarengirlitz ist mit einer zarten und dünnen Zunge ausgestattet. An seiner Kralle befinden sich drei Zehen vorn und eine hinten.

Neben der für den domestizierten Kanarienvogel typischen Farbe Gelb sind beim Kanarengirlitz auch grüne, gelbgrüne und schwarzbraune Gefiederpartien zu finden. Die Männchen sind von der Kehle bis zum Bauch mit Ausnahme der Flanke, auf der dunkle Striche sind, leuchtend goldfarben. Im Augenbereich und am Oberkopf ist das Gefieder leicht grau getönt. Der Rücken ist rein hellgrau mit einer Anzahl dunkler Längsstriche. Jeder Flügel hat zwei helle Binden. Die Weibchen sehen etwas unscheinbarer aus als die Männchen.

Der Flug des Kanarengirlitzes ist auffallend wellenförmig und entspricht damit dem Flugbild der Finken.

Sinnesleistungen

Der Kanarengirlitz hat einen Gesichtskreis von 300° bis 320°, da er seine n unabhängig voneinander in verschiedene Richtungen bewegen kann. Mit diesem Gesichtskreis ist er in der Lage, alles das wahrzunehmen, was vor ihm, seitlich und schräg hinter ihm passiert. Der Kanarengirlitz vermag Farben zu unterscheiden. Im Dunkeln kann er jedoch nichts mehr erkennen.

Das Hörvermögen der Kanarengirlitze ist sehr ausgeprägt. Es ist allerdings nicht zutreffend, dass Kanarengirlitze Tonfrequenzen wahrnehmen, die außerhalb des menschlichen Hörbereichs liegen. Er kann jedoch sehr schnelle Tonfolgen unterscheiden, im Gedächtnis speichern und wiedergeben. Nicht besonders gut ausgeprägt ist sein Geruchssinn, und damit sein Geschmackssinn. Der Kanarengirlitz hat ein empfindliches Gleichgewichtsorgan mit Sitz im Innenohr. Er kann auf dünnen Ästen und in der Luft das Gleichgewicht halten.

Verbreitung und Bestand

Bild: Kanarische_Inseln.jpg Zwei Drittel der Weltpopulation leben auf den westlichen und zentralen Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln. Sie sind aber auch auf Madeira, den Kapverdische Inseln|Kapverdischen Inseln und den Azoren verbreitet. Während sie Madeira und die Kapverdischen Inseln offenbar selbst erreicht haben, wurden sie möglicherweise auf den Azoren durch den Menschen eingeführt. Seit kurzem ist der Kanarengirlitz auf den östlichen Kanarischen Inseln Fuerteventura und Lanzarote verbreitet. Man schätzt den Gesamtbestand im Mittel auf 45.000 bis 50.000 Brutpaare. Regelmäßige Zählungen einiger Teilpoulationen lassen stabile Verhältnisse erkennen. Die Art ist zur Zeit nicht bedroht, jedoch könnte die intensive Nutzung von Chemikalie|Agrochemikalien die Verbreitung in Zukunft gefährden.

Auf Hawaii wurde der Kanarengirlitz ebenfalls eingeführt. Ob diese Population überlebt hat, ist umstritten.

Lebensraum

Kanarengirlitze beschränken sich nicht auf kleine Territorium|Territorien, sondern sind oft über große Strecken unterwegs, um geeignete Plätze zur Nahrungssuche, zum Nestbau oder zum Suchen von Nistmaterial zu finden. Die bevorzugten Gebiete des Kanarengirlitzes sind offene Landschaften in flachen Regionen oder Hanglagen. Dort bieten Baum|Bäume und Busch|Büsche Versteckmöglichkeiten und ausreichende Nahrungsgrundlage.

Im Frühjahr verzehren Kanarengirlitze bevorzugt die wasserhaltigen süßen Beeren des Strauchiger Krapp|Strauchigen Krapp (Rubia fructicosa), eines strauchförmigen, kletternden Rötegewächses. Hieraus und aus anderen Früchten oder Blüten decken sie ihren bedarf. Im hoch gelegenen, trockenen Kiefernwald kommen sie allerdings gern zum Trinken und Baden an die Wasserstellen. Kanarengirlitze meiden den dichten, immergrünen Lorbeerwald, besiedeln jedoch seine von Baumheide (Erica arborea) beherrschten Randzonen. Dieser am häufigsten gewählte Brutbaum hat feine kurze dichte Nadelblätter, die sehr gut Deckung bieten können. Die Vögel ernähren sich von den Samen und Blättern vieler Pflanzensorten.

Kanarengirlitze führen nur lokale Wanderungen aus und sind keine Zugvogel|Zugvögel. Sie sind aber auch nicht an einen bestimmten Lebensraum angepasst.

Lebenweise

Balz, Paarung und Nestbau

Die Brutzeit der Kanarengirlitze beginnt im Februar oder März. Das Weibchen lässt häufig seinen trillernden Lockruf hören, ist ständig in Bewegung und schlägt mit den Flügeln. Die Männchen verstärken ihren Gesang und zeigen einen Balzflug. Nach fortgeschrittener Zeit nimmt das Weibchen eine Feder in den Schnabel (Nestbauzeremoniell). Das Männchen singt ausdauert und füttert es das Weibchen. Manchmal führt das Männchen auch einen Tanz auf. Dieses Werben um das Weibchen nennt man Balz.

Auf die Balz folgt die Paarung. Sie dauert ein bis zwei Sekunden. Das Weibchen kauert sich in etwas geduckter Haltung auf einen Ast. Das Männchen springt auf den Rücken des Weibchens, schlägt seinen Schwanz seitlich um den des Weibchens und presst seine Kloake auf die des Weibchens. Danach trennen sich die Kanarengirlitze und putzen sich ausgiebig. Sobald ein Männchen auf diese Weise ein Weibchen gefunden hat, beginnt dieses allein mit dem Nestbau, meist in einer Astgabel einer Baumheide in Stammnähe in etwa zwei bis drei Meter Höhe. Das Nest besteht hauptsächlich aus trockenem Moos sowie Grashalmen und Bättern, innen ist es mit Tierhaaren, und Federn ausgekleidet. Ein bis zwei Bruten in einem Sommer sind üblich.

Eiablage

Sobald das Weibchen sein Nest fertig gestellt hat, legt es, fast immer am frühen Morgen, das erste Ei. Meist erhebt sich die Henne beim Auspressen des Eies und steht mit geöffnetem Schnabel im Nest. Danach setzt sie sich erschöpft hin und ruht sich aus. Bei anderen Kanarengirlitzen merkt man dagegen kaum, dass sie brüten.

Kanarengirlitze brüten erst, wenn das Gelege mit drei bis fünf Eiern vollständig ist. Die Eier sind blassmeergrün und zeigen rötlich-braune Flecken. Normalerweise sind Kanarengirlitzweibchen nur von Frühjahr bis Frühsommer in Brutstimmung. Dementsprechend brüten sie ein bis zweimal im Jahr. Überzüchtete Vögel halten sich nicht mehr an diesen Rhythmus und brüten mehr als zweimal im Jahr, was sie zu sehr belastet und ihre Gesundheit schwächt.

Die domestizierten Kanarienvögel beginnen fast immer nach der Ablage des ersten Eies mit dem Brüten. Das führt dazu, dass die Jungen nacheinander schlüpfen und Spätlinge wenig Überlebenschancen haben, da sie erdrückt werden können und im Kampf ums Futter unterlegen sind.

Brutzeit

Bei Kanarengirlitzen ist es üblich, dass das Weibchen allein brütet und nicht vom Männchen abgelöst wird. Es verlässt das Nest kurz am Morgen und am Abend, um Kot abzusetzen und zu trinken. Die restliche Zeit versorgt das Männchen das Weibchen mit Nahrung aus dessen Kropf. Die Weibchen sitzen normalerweise sehr fest und ausdauernd auf den Eiern. Die Brutzeit dauert etwa 14 Tage. Junge, unerfahrene Weibchen, deren Bruttrieb noch nicht so ausgebildet ist, und nervöse domestizierte Kanarienvögel bilden hier eine Ausnahme. Dagegen hilft nur größtmögliche Ruhe.

Nicht alle Eier der Kanarengirlitze sind befruchtet. Hielte man jedes Ei gegen das Licht einer Glühbirne oder Taschenlampe, würde man bei befruchteten Eiern den Embryo als dunklen Fleck und sieht rote Adern erkennen. Unbefruchtete Eier sind klar und durchsichtig.

Schlüpfen, Familienleben und Schwarm

Nach einer Brutzeit von zwei Wochen schlüpfen die Jungen. Sie klopfen von innen mit Hilfe ihres Eizahns, einer kleinen Kalkspitze auf dem Oberschnabel, ein Loch in die Eischale und erweitern es nach und nach. Schließlich strecken sie sich und stoßen damit die Schalenkappe am stumpfen Eipol ab. Nackt und liegend reißen sie hungrig ihre Schnäbel auf.

Nach dem Schlüpfen werden die Küken von dem Weibchen gewärmt und am nächsten Tag gefüttert. Am Schlupftag leben sie vom Dottersack. Die Futterbeschaffung übernimmt das Männchen, das die Jungen oft direkt füttert. Das Weibchen hält das Nest sauber, indem sie den Kot ihrer Kinder frisst. Nach etwa einer Woche suchen die Jungen den Nestrand, stemmen sich daran hoch und werfen ihren Kot ab. Nach dem 14. Lebenstag regt sich der Fluchttrieb, so dass die Jungen vor Schreck aus dem Nest springen und sich verletzen können. Am 16. Tag endet das Nesthockerleben: Die Jungen verlassen das Nest, werden aber bis zum 30. Tag noch von ihren Eltern mitgefüttert.

Nachdem die letzten Jungen flügge, das heißt selbstständig geworden sind, schließen sich die Kanarengirlitze zu größeren Schwärmen zusammen und ziehen im Winterhalbjahr auf der Suche nach Nahrung auf den Inseln umher. Nach drei bis vier Monaten sind sie geschlechtsreif. Die Lebenserwartung des Kanarengirlitzes beträgt zehn Jahre.

Sozialverhalten

Kanarengirlitze sind gesellige Vögel, die über eine Vielzahl an Verhaltensweisen verfügen. Oft halten sie sich zu zweit oder in Gruppen auf, selten allein.

Der Kanarengirlitz kommuniziert nicht nur durch den Gesang, sondern auch mit seinem Körper: Spreizt er die Flügel ab, so droht er damit seinen Artgenossen oder er streckt sich, um sich abzukühlen. Sitzt der Kanarengirlitz auf einem Bein, ist er entspannt und fühlt sich wohl. Plustert er sich auf, fühlt er sich behaglich und wohl oder ist krank. Sperrt der Kanarengirlitz seinen Schnabel auf (Hecheln), droht er damit seinen Artgenossen oder er hat ein Bedürfnis nach Abkühlung. Hackt er mit dem Schnabel, ist er aggressiv. Steckt der Kanarengirlitz seinen Kopf ins Gefieder, schläft er, ist sehr entspannt oder krank. Hält er seinen Kopf schief, fordert er seinen Partner zum Kraulen auf oder beobachtet seine Umgebung mit einem Auge. Schnäbeln Kanariengirlitze miteinander, bekunden sie sich große Zuneigung. Putzen sie sich gegenseitig, bekunden sie damit ihre Sympathie füreinander. Wetzt ein Kanarienvogel seinen Schnabel, reinigt er ihn oder er will seine Artgenossen beschwichtigen. Schüttelt ein Kanarengirlitz sein Gefieder, ordnet er seine Federn nach dem Putzen oder Baden, oder er befreit sich nach einem Schmerz oder Schreck von einer Anspannung. Streckt er seinen Körper und stellt seine Flügel aus, so ist er überhitzt und will sich abkühlen. Streckt der Kanarengirlitz seinen Körper und legt sein Gefieder eng an, ist er stark erschrocken und zeigt Demut. Tanzt er, will er einem Weibchen imponieren.

Kanarengirlitze bieten ihrem Partner zur Pflege häufig Körperpartien an, die sie beim Putzen mit dem Schnabel nicht erreichen. Als Aufforderung zum Putzen steckt einer dem anderen also Nacken, Kopf oder Kehle entgegen. Der Partner zieht nun an der dargebotenen Stelle eine Feder nach der anderen durch den Schnabel. Berührt er aber einmal andere Körperstellen, wird der Geputzte sogleich unruhig, pickt nach ihm oder fliegt fort.

Kanarengirlitze sind sehr friedliche und verträgliche Vögel. Dennoch kommt es auch unter ihnen hin und wieder zu Streitigkeiten, vor allem um begehrtes Futter, Sitzplätze oder Nistmaterial. Oft beschränkt sich der Streit auf gegenseitiges Drohen, wonach der Unterlegene aufgibt.

In der Voliere kann es vorkommen, dass ein bestimmter Kanarienvogel oft gejagt wird und nicht ans Futter darf. Er kommt nicht zur Ruhe und kann unter Herzversagen eingehen. Man sollte ihn in diesem Falle unbedingt in einen anderen Käfig setzen.

Gesang

Der Gesang hat den Kanarienvogel berühmt gemacht. Er wird auch liebevoll "Sänger im gelben Federkleid" genannt. Wie bei der Wildform des Kanarengirlitzes singt meist nur das Männchen. Es lässt seinen Gesang am häufigsten in der Balzzeit hören.

Allgemeines

Der Gesang des Kanarengirlitzes wird im unteren , der Syrinx (Vogel)|Syrinx, wo sich die Luftröhre in die beiden Hauptbronchien gabelt, gebildet. Beim Singen reckt das Männchen seinen Hals, holt tief Luft und singt aus "voller Kehle". Die Töne werden erzeugt, indem Membranen angespannt und in Schwingungen versetzt werden. Das geht nur beim Ausatmen. Dass Kanarien scheinbar ohne zwischendurch Luft zu holen weitersingen können, liegt daran, dass sie rasch und schwingend mit einer von 25 pro Sekunde Luft ausstoßen.

Indem sie die beiden Membranen an ihrem Stimmorgan, der Syrinx, unabhängig voneinander schwingen lassen, könnten sie im Duett mit sich selbst singen.

Das Männnchen singt recht lange, aus vielen Touren oder Phrasen aufgebaute Strophen. Die Strophe beginnt mit einem variablen, leisen Eingang von ein paar Elementen und gipfelt in einer sehr lauten Touraus harten absteigneden Elementen. Den Wildvögeln fehlen allerdings im Gegensatz zum Harzer Roller die tiefen Phrasen, die auf züchterische Selektion zurückzuführen sind. Dafür kann der Kanariengirlitz bis zu 400 Elemente beherrschen und singt damit vielfältiger als die Zuchtformen. Dennoch muss in beiden Fällen die Vielfalt der Klangeinheiten erlernt werden, die ein Leben lang erweitert werden kann.

Der Kanarengirlitz singt, um sein Revier gegen seine Artgenossen zu verteidigen und um ein Weibchen zu werben. Manchmal dient der Gesang auch der Begleitung beim Nestbau.

Singflug

Der Kanarengirlitz singt auch während des Fliegens, das heißt er trägt einen Fluggesang vor. Der Singflug unterscheidet sich vom normalen Fortbewegungsflug. Die Flügelschläge sind langsamer und ausholend. Die abschlagenden Flügel scheinen deutlich durchgebogen zu sein.

Der Singflug kann ganz verschiedene Flugbahnen beschreiben. Das Männchen kann beispielsweise laut singend mit ausgestreckten Füßen und angelegten Flügeln aus hohem Himmel herabstürzen, um auf einer Warte zu landen. Singflüge führen normalerweise in weiten horizontalen Bögen von einer Warte zur anderen.

Geschichte

Der Kanarienvogel ist unter anderem auch deshalb so beliebt, weil die Kanarienvogelzucht nicht stillstand.

Domestikation

Bild: Yellow finch 1.jpg

Ob die Ureinwohner der Kanaren den Kanarengirlitz als Käfigvogel hielten, ist wegen seines schönen Gesangs wahrscheinlich, aber umstritten. Seit der Eroberung der Kanarische Inseln|Kanarischen Inseln im Jahre 1496 brachten die Spanien|Spanier den Kanarengirlitz nach . Wegen ihres Gesangs und ihrer Munterkeit erlangten sie schnell große Beliebtheit. Auf Grund der steigenden Nachfrage mussten sie in großen Mengen verschifft werden. Da die Klöster große Einnahmen durch den Handel mit Kanarienvögeln erwarteten, begannen die Mönche mit der Zucht. Hier wies vor allem das Kloster Cádiz große Erfolge auf. Um ihr Monopol zu wahren, verkauften die Spanier nur die Männchen, die wegen ihres schönen Gesangs besonders bei den Damen des Adels und der reichen Bürger äußerst beliebt waren. Spanien verkaufte die Kanarienvögel an Portugal, England, und . Schon vor 1600 traten bei der Zucht erste en auf.

Um 1550 gelangten die Italien|Italiener jedoch in den Besitz von Kanarienvogelweibchen und begannen eine eigene Zucht. Das Monopol der Spanier brach zusammen. Um 1600 wurde auch im Königreich Großbritannien|Königreich von England damit begonnen. Königin Elisabeth I. war von den Kanarienvögeln begeistert und stellte Bedienstste für die Pflege und Zucht dieses kleinen Vogels ein. Die Briten legten schon damals auf das äußere Erscheinungsbild großen Wert. Als sich Handwerker und Arbeiter Kanarienvögel leisten konnten, nahm die Zucht professionelle Züge an. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde auch in die Kanarienvogelzucht betrieben. Die Franzosen achteten dabei vor allem auf die Färbung. Um 1650 wurde in England der erste Hauben-Kanarienvogel, um 1700 der erste Frise- und Positur-Kanarienvogel gezüchtet. Seit ca. 1910 gelang es den Franzosen, Kanarienvögel mit Kapuzenzeisigen einzukreuzen, um rötliche Pigmente auf das Gefieder zu übertragen (Rotfaktor), so dass es die Kanarienvögel seitdem in vielen Rotvarianten gibt.

Schon um 1600 züchteten die Tiroler die Kanarienvögel nach und wurde nach einigen Jahren Zucht- und Handelszentrale. In Imst am Inn wurde eine Gesellschaft für den Versand in alle Welt gegründet. Die Tiroler Vogelhändler zogen mit Rückengestellen, auf denen Kanarienvögel in kleinen Holzkäfigen getragen wurden durch ganz . Um 1700 gelangten die Kanarienvögel über Tirol nach und in die . Innsbruck, Nürnberg und Augsburg werden als Handelszentren genannt. Bis Ende des 16. Jahrhunderts wurden nur Gesangskanarien gezüchtet. Danach wurde auch auf die Farbe und zuletzt auf die Positur Wert gelegt. Die Blütezeit der Kanarienvogelzucht war das 18. Jahrhundert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann im Harz (Mittelgebirge)|Harz die Zucht, da viele Tiroler auf Grund höherer Löhne dorthin ausgewandert waren. Hier konzentrierte man sich auf den Gesang und verbesserte die Gesangsqualitäten. So wurde der Harzer Roller innerhalb relativ kurzer Zeit weltberühmt. Ab 1842 wurden Kanarienvögel vom Harz in die exportiert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erreichte die Harzer Zucht ihren Höhepunkt.

Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts begannen Züchter, gezielt neue Rassen zu schaffen und bekannte zu standardisieren. Beispielsweise begann man in den 1980er Jahren Zwergenformen von einigen Rassen zu züchten. Bei der Kanarienvogelzucht werden große Fortschritte erzielt, so dass einige Rassen so in ihrem Genmaterial gefestigt sind, dass sie international anerkannt werden. Auch werden fast jährlich neue Rassen aus fernen Ländern entdeckt.

Zuchtformen des Kanarienvogels

Während die deutsche Kanarienvogelzucht ihren Schwerpunkt auf die Verfeinerung der Gesangsqualitäten legte, konzentrierten sich die englischen Züchter schon im 18. Jahrhundert auf die Erzüchtung von Kanarienvögeln mit anderer Gestalt. Auf dem europäischen Festland beschäftigte man sich neben der Gesangskanarienvogelzucht mit der Zucht von farblich abweichenden Vögeln. So entstanden die drei großen Zuchtrichtungen Gesang, Farbe und Positur.

  1. Gesangskanarien: Hierzu zählen z. B.
    • Harzer Roller
    • Belgischer Wasserschläger
    • American Singer
    • Spanischer Trimbrado
  2. Farbenkanarien: Hier handelt es sich um eine Kanarienrasse mit verschiedenen Farbschlägen.
  3. Positurkanarien: Hierzu zählen z. B.
    • Raza Espagnola
    • Yorkshire
    • Münchener
    • Pariser Trompeter

Kanarienvögel im Bergbau

Der Kanarienvogel wurde nicht nur als wegen seines Gesanges als Haustier gehalten. Er diente auch als "Alarmanlage" beziehungsweise als Schützer der Tiroler und im 19. Jahrhundert auch der Harzer Bergarbeiter. In dem schwachen Licht einer Öllampe wurden die Gesangskanarienvögel, insbesondere der Harzer Roller, "unter Tage" gebracht und dort in kleinen Käfigen an der Grubendecke befestigt. Während der schweren Arbeit im Bergwerk, machte der Kanarienvogel auf die Menge des gehalts aufmerksam. Wenn der Sauerstoff zurückging und das bedrohliche Methangas sich ausbreitete, plusterte er sich erst auf und fiel dann in Ohnmacht. Das war für die Bergarbeiter das Zeichen die Arbeit sofort einzustellen, um einem sicheren Erstickungstod zu entgehen. Durch seine Widerstandsfähigkeit, Dankbarkeit und Unkompliziertheit konnte der Kanarienvogel auf diese Weise viele Leben retten.

Haltung

Bild: Orange Finch 2.jpg Kanarienvögel sollten nicht allein gehalten werden, denn auf den Kanarischen Inseln leben sie außer während der Brutzeit im Schwarm. Darum gehen oft wegen ihres Gesangs einzeln gehaltene Männchen seelisch und körperlich ein. Man sollte sich also für mindestens zwei Vögel, egal ob als Pärchen oder zwei Männchen, in einem Käfig entscheiden. Folgende Hinweise sollten außerdem beim Kauf und bei der Haltung beachtet werden:

Kauf

Kanarienvögel sollten nicht aus einer Laune heraus oder voreilig gekauft werden. Sie sind und keine Möbelstücke, keine Modeartikel und kein Spielzeug. Zudem sind sie entgegen der weit verbreiteten Meinung auch nicht pflegeleicht, da sie jeden Tag viel Pflege und Zuwendung brauchen.

Vor der Anschaffung eines Kanarienvogels muss man sich kritisch und ehrlich den folgenden Fragen stellen: Steht ausreichend Zeit und Geld zur Verfügung? Welche Ansprüche stellt der Vogel an Käfiggröße und Futter? Wo kann der Vogel untergebracht werden? Wer pflegt den Vogel im Urlaub? Ist eine gegenüber Federn oder Federnstaub vorhanden? Kann man nicht alle Fragen befriedigend beantworten, sollte man auf die Anschaffung eines Kanarienvogels verzichten.

Kanarienvögel kauft man am Besten direkt beim Züchter, denn dort kann man Hilfe bei Fragen zur Haltung und Auskunft über die bisherige Fütterung erhalten. Organisierte Züchter (Kriterien: keine Massenproduktion, ständige Beobachtung, vorbeugende Impfungen gegen die schlimmsten Krankheiten) versehen die Kanarienvögel mit einem Fußring, der die bei AZ oder DKB eingetragene Ringnummer des Züchters enthält. Da die Zucht bei einem verantwortungsvollem Züchter oft mit viel Aufwand betrieben wird, ist ein schöner, gesunder Kanarienvogel oft günstiger als im Zoofachhandel. Besucht man den Züchter, sollte man die Volieren anschauen und den ausgewählten Vogel im Käfig beobachten, ohne ihn dabei zu beunruhigen: Sitzt er aufgeplustert da? Wird die Sitzstange kräftig mit den Zehen umschlossen? Ist das Gefieder verschmutzt? Wippt der Vogel beim Atmen? Gibt sich der Vogel auffällig zahm? Ein solcher Vogel ist nicht gesund und sollte nicht gekauft werden. Ein gesunder Kanarienvogel hat wache Augen, nimmt Anteil an seiner Umgebung, ist in eine Gruppe weiterer Vögel integriert und entzieht sich jedem Fangversuch durch Flucht.

Käfig

Der Käfig sollte so groß wie möglich, dabei aber länger als hoch sein, um einige Flügelschläge zu ermöglichen. Runde Käfige bieten den Vögeln weder genügend Platz zum Hüpfen noch zum Fliegen. Man muss ihn wöchentlich mit Wasser und Seife oder Geschirrspülmittel reinigen und gründlich trocknen, ehe man den Vogel wieder hineinlässt.

Der Käfig sollte nicht mehr als zwei bis drei Stangen enthalten, damit genügend Platz für Bewegungen bleibt. Der ideale Stangenabstand beträgt 30-40 cm. Ungeeignet sind viereckige und Plastikstangen. Am Besten geeignet sind Weiden- und Ostbaumzweige mit Rinde, die unterschiedliche Durchmesser haben, damit der Vogel seine Gelenke ständig trainieren kann. Diese müssen mindestens einmal monatlich ausgewechselt werden, da sich an ihnen n ansiedeln.

Für eine schnelle und gründliche Reinigung am Besten geeignet ist Haushalts- und Zeitungspapier. Es eignet sich gut, um Kot und Harn zu kontrollieren, da kaum Sand aufgewirbelt wird, durch den sich der Vogel Parasiten einfangen könnte. Man sollte Sand und Grit in Näpfen statt als Bodenstreu anbieten, um diese Gefahr zu verringern. Allerdings ist eine 3 cm dicke Sandschicht, die regelmäßig gewechselt wird, für den Kanarienvogel angenehmer. Nicht geeignet sind Gitter über dem Käfigboden und vorgefertigtes Sandpapier.

Grit benötigt der Magen des Kanarienvogels, um die Körner zu zerkleinern. Es kann in einem kleinen Hängenapf oder zusammen mit dem Futter angeboten werden. Zur Mauser und zur Brutsaison muss Kalk in Form von Kalkstein, Sepiaschale oder Kalkgrit bereitgestellt werden.

Futter und Wasser werden in Näpfen angeboten, die nicht direkt unter der Sitzstange liegen dürfen, um eine Verunreinigung mit Kot zu vermeiden. Sie werden täglich gereinigt und getrocknet sowie kontrolliert. Das gilt auch für Futter- und Wasserautomaten, um Infektionen zu verhindern.

Kanarienvögel sind "Wasserratten". Deshalb muss täglich die Möglichkeit zum Baden bestehen. Entweder stellt man ein Badegefäß an beziehungsweise in den Käfig oder man duscht sie mit einer gründlich gereinigten Blumensprühflasche ab, in der man weder Dünger noch Pflanzengifte hatte.

Der Käfig sollte in Augenhöhe des Menschen aufgestellt werden und mit einer Seite zur Wand stehen. Er darf nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein und nur selten seinen Standort ändern. Auch sollte er an einem erschütterungsfreien Standort stehen. Die Küche ist wegen der Essensdämpfe, der Gefahrenquellen beim Freiflug und der Vergiftungsmöglichkeiten ungeeignet. Ebenso schlecht ist es den Käfig in weniger als 3 Meter Entfernung zum , Klavier oder zu stellen, da die Töne im Ultraschallbereich als sehr schrill von den Kanaris empfunden werden. Helle Ecken bieten Kanarienvögeln ein Gefühl von Sicherheit. Den Käfig nachts abzudecken ist sinnvoll, aber nicht zwingend notwendig.

Die Temperaturen im Käfigzimmer sollten unterschiedlich sein, so dass ein Tag- und Nachtrhythmus möglich ist. Zu hoch sind die Temperaturen über 40°C, zu niedrig unter 7°C. Kanarienvögel sind tagaktive Tiere. Zum Tageslicht im Käfigraum sollte er im Sommer draußen in den Schatten unter Beobachtung (Katzen!) gestellt werden, um das Sonnenlicht zu genießen und gesund zu bleiben. Wegen ihrer hohen aktivität haben Kanarienvögel einen großen bedarf. Schlechte und staubige Luft, Zugluft, nqualm sind tabu. Eine Luftfeuchtigkeit von 60-70 % im Käfigzimmer ist optimal.

Fütterung

Bild: Orange finch 1.jpg Fütterungsfehler verursachen oft Krankheiten. Ein Kanarienvogel kann sterben, wenn er einen Tag kein Futter vorfindet. Auch kann er sich nicht eine vorgegebene Futtermenge in Rationen für mehrere Tage einteilen. Ist der Halter im Urlaub, sollte er jemanden beauftragen, der zwei- bis dreimal am Tag nach dem Vogel sieht.

Vogelfutter muss ständig kühl und trocken gelagert werden. Riecht es muffig, ist es von Futtermilben befallen und sollte weggeworfen werden. Das Futterangebot sollte mit den Jahreszeiten schwanken, um Stoffwechselstörungen zu vermeiden. Man sollte zusätzlich zum handelsüblichen Futtermischungen, das im wesentlichen aus n (Pflanzensamen oder Kolbenhirse) besteht, tierisches Protein|Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe reichen.

Täglich nimmt der Kanarienvogel in Abhängigkeit von Umgebungstemperatur und Futterbeschaffenheit 10-20 % des Körpergewichtes an auf. Mit dem Trinkwasser nimmt der Vogel auch und Mineralstoffe auf. Abgekochtes und gefiltertes Wasser sind ungeeignet. Man sollte Mineralwasser ohne Kohlensäure oder normales Leitungswasser verabreichen und ab und an handelsübliche Trinkzusätze hinein geben.

Einmal wöchentlich sollte man tierisches in Form von Ei (mindestens zehn Minuten kochen lassen: Vitamin A!), Quark, Frischkäse oder Jogurt anbieten. Während der Mauser oder Eibildung ist ein erhöhter Bedarf vorhanden. Zum Knabbern eignen sich Obstbaumzweige mit frischen Knospen, die viel Eiweiß, Gerbsäuren und e enthalten. Man kann, außer bei warmem Wetter (Fäule, Schimmelpilze!), auch die Körnerfuttermischung vorkeimen lassen, um deren Eiweiß- und Vitamingehalt zu erhöhen.

Vitamine sind für den Kanarienvogel lebensnotwendig. Außer den Vitaminen C und D müssen alle anderen Vitamine (A, B, D, E) mit der Nahrung aufgenommen werden. Man sollte wie Kulturapfel|Apfel, , Orange (Frucht)|Orange und wie , Karotten, , Salat, Petersilie und Grünzeug wie Vogelmiere und Löwenzahn reichen. Dabei muss das Vitaminfutter gründlich gewaschen (besonders beim Kopfsalat) und frei von Abgasrückständen (Pflanzen an Straßenrändern) sein. Kohl und Schotengemüse sollten nur in kleinen Mengen gegeben werden (Blähungen!). Außerdem sollte man fetthaltige Getreidekörner wie Leinsamen, , Rüben, Hanf und Negersaat verfüttern, um Vitamin E zuzuführen. Und man sollte Hefe, Eier, frisches Gemüse und Pflanzenkeimlinge regelmäßig geben, um Vitamin B-Mangel zu vermeiden. Zusätzlich zu den oben genannten Sachen, sollte einmal wöchentlich ein handelsübliches Vitaminpräparat über das Trinkwasser gereicht werden. Vorsicht vor Überdosierungen von den Vitaminen A, D und E!

Ein erhöhter Bedarf an Mineralstoffen besteht zu Zeiten des Wachstums, der Mauser und der Legetätigkeit. Man sollte regelmäßig zerkleinerte Schalen von hart gekochten Eiern oder Muschelkalk zum Futter reichen.

Mauser

Vogelfedern sind sehr empfindlich und nutzen sich schnell ab. Nach einem Jahr in Gebrauch kann man ihnen schon deutliche Gebrauchsspuren ansehen. Da Kanarienvögel ein intaktes Gefieder zum Überleben brauchen, wechseln sie in bestimmten Zeitabständen ihr Federkleid. Diesen Vorgang nennt man Mauser (lat. mutari - sich wandeln). Während der Mauser ist der Kanarienvogel besonders anfällig und gesundheitlich labil. Es ist natürlich, wenn Kanarienvögel in dieser Zeit nicht singen, da die Erneuerung des Gefieders eine anstrengende Sache ist. Wegen der großen körperlichen Belastung ist die Mauser mit den Anforderungen abgestimmt, denen der Vogelorganismus im Jahresverlauf ausgesetzt ist. Nicht in der Brutzeit, sondern in den Monaten August und September findet die Mauser statt, die innerhalb von sechs bis acht Wochen das Federkleid erneuert. Selten kann man eine Winter- oder Frühjahrsmauser beobachten, bei der nur das Kleingefieder gewechselt wird.

Mangelerscheinungen und Hormonstörungen können die Ursache sein, wenn ein Kanarienvogel während der Mauser zwar Federn verliert, aber keine neuen nachwachsen. Die Stockmauser kann sich auch dadurch zeigen, dass der Kanarienvogel ungewöhnlich lange für seinen Federwechsel braucht.

Man kann dem Kanarienvogel die Mauser erleichtern, indem man behutsam mit ihm umgeht, da er nervöser als sonst ist. Außerdem sollte man ihn besonders vollwertig und reichhaltig ernähren (Vitaminpräparate geben). Zusätzlich sollte man Gurkenschale oder klein zerschnittene Gurkenstücke reichen, da diese günstig auf die Federbildung wirken. Wichtig ist es auch, dem Kanarienvogel täglich eine Bademöglichkeit zu bieten oder ihn mit Wasser zu besprühen. Außerdem geht die Mauser oft schneller vorbei, wenn man täglich eine Infrarotbestrahlung durchführt.

Freiflug

Um gesund zu bleiben und ihre Muskeln zu stärken, müssen Kanarienvögel regelmäßig die Gelegenheit haben, einige Flugrunden im Zimmer zu drehen. Man sollte allerdings vorher alle Fenster und Türen schließen und während des Freifluges kein Futter außerhalb des Käfigs anbieten. Vor dem Freiflug müssen einige Gefahrenquellen beseitigt werden:

Bücherregale stellen für den Kanarienvogel eine Gefahr da, wenn er schlüpft oder hinter die Bücher fällt. Er kommt dann nicht mehr allein heraus. Der Kanarienvogel kann auch gegen Fensterscheiben oder Glaswände fliegen und bekommt als Folge davon eine Gehirnerschütterung oder erleidet einen Schädelbruch. Er kann durch offene Fenster entfliegen oder er klemmt sich ein, wenn eine offene Tür geschlossen wird.

Der Kanarienvogel rutscht vielleicht in Gefäße mit Wasser (Gläser, Krüge, Vasen, Putzeimer) herein und ertrinkt dann. Gegebenfalls rutscht er in einen Papierkorb oder ein Ziergefäß hinein, verhungert oder bekommt einen Herzschlag vor Angst, da er nicht allein hinaus kann. Der Kanarienvogel rutscht gegebenenfalls auf glatten Flächen (Tischplatte) aus und bricht sich die Zehen.

Der Kanarienvogel kann unbemerkt in offene Schränke oder Schubladen eingeschlossen werden und dann ersticken oder verhungern. Er kann auch in Spalten zwischen Wand und Möbelstücken abrutschen und sich einklemmen. Der Kanarienvogel verbrennt sich gegebenenfalls beim Landen auf der heißen Herdplatte oder ertrinkt im offenen Topf. Oder er verbrennt sich beim Fliegen durch die Flamme einer Kerze.

Der Kanarienvogel knabbert vielleicht an giftigen Pflanzen und vergiftet sich daran. Oder er vergiftet sich tödlich durch , Chemikalien und Putzmittel.

Entflogen

Ein entflogener Kanarienvogel kann in der Freiheit kaum überleben. Seine auffallende Färbung macht ihn zur leichten Beute für , Greifvögel und . Außerdem ist er nicht daran gewohnt sich sein Futter selbst zu suchen. Entweicht ein Kanarienvogel, ist er zunächst einmal völlig verschreckt durch die fremde Umgebung. Meist fliegt er auf einen hohen Baum. Dort sollte man ihn beobachten, denn solange er in Sichtweite bleibt, besteht Hoffnung, dass er wieder zurückkommt.

Man sollte den Käfig auf das Fensterbrett oder den Balkon stellen und gut sichtbar Futter um den Käfig herum- und hineinstreuen. Um den Kanari von einem niedrigen Ast zu bergen hilft in manchen Fällen ein Kescher. Ist er nicht in Sichtweite, sollte man in der Zeitung Inserat|inserieren, dass der Kanari entflogen ist.

Man sollte dem Kanarienvogel nicht aufgeregt hinterherlaufen oder gar nachklettern. Auch sollte man nicht die Feuerwehr bemühen: Hat sie ihre Leiter ausgefahren, ist der Vogel schon auf dem nächsten Baum.

Zähmung

Kanarienvögel haben aufgrund ihrer Lebensweise kein allzu großes Bedürfnis, sich einem Menschen anzuschließen wie beispielsweise Papageien und Sittiche, die in großen Schwärmen mit einem festem Partner leben. Sie haben dagegen nur während der Brutzeit einen Partner, sind aber sonst innerhalb ihres Schwarms ungebunden. Dennoch ist es möglich, den kleinen Einzelgänger so an sich zu gewöhnen, dass er die natürliche Scheu vor der Hand des Menschen verliert, also handzahm wird. Dazu sind allerdings viel Geduld und Ruhe unerlässlich. Bild: Canary.jpg Dem Kanarienvogel sollte man sich erst nähern, wenn er sich eingewöhnt hat. Er muss ruhig bleiben, wenn man am Käfig hantiert und sollte nicht mehr nervös flattern oder ängstlich sein. Ist es soweit, kann man einmal die Hand langsam durch die geöffnete Käfigtür ins Innere strecken und ein Stück Obst oder ein Salatblatt hineinhalten. Nimmt er diese Handlung ruhig im respektvollem Abstand zur Kenntnis, ist schon viel erreicht. Wird er aber nervös, sollte man langsam die Hand zurückziehen und es am nächsten Tag zur gleichen Zeit wieder versuchen.

Irgendwann wird der Kanarienvogel den Mut aufbringen, mit langem Hals an dem angebotenem Leckerbissen zu knabbern. Manche Kanaries sind schon nach zwei Tagen soweit, andere erst nach einer Woche. Man sollte Geduld haben und sein Angebot unverändert wiederholen. Dabei sollte man mit dem Vogel reden, damit er sich an den Tonfall der Stimme seines Zähmers gewöhnt.

Hat der Kanarienvogel die Hand als Spenderin von Leckerbissen akzeptiert, traut er sich schon einmal auf den Handrücken oder ausgestreckten Finger zu hüpfen. Wenn man Glück hat, lässt er sich auch auf der Hand tragen, um aus dem Käfig zu dürfen oder in ihn zurückgebracht zu werden. Allerdings sind Kanarienvögel viel zu unruhig und quirlig, um sich stundenlang herumtragen zu lassen beziehungsweise lange am selben Platz zu bleiben.

Man sollte immer nur den Handrücken als Sitzfläche anbieten, weil manche Kanarienvögel vor der Handfläche Angst haben. Der Vogel sollte außerdem nach der Zähmung nie gegriffen werden, da das das bereits erworbene Vertrauen in die Hand erschüttert. Muss man ihn doch einmal greifen, um Medikamente zu verabreichen, sollte man eine Brille aufsetzen, einen Hut tragen und ähnliche Veränderungen an sich vornehmen, damit der Kanarienvogel einen nicht erkennt. Vor allem aber sollte man schweigen, da Kanarienvögel sehr gut darin sind, Stimmen wiederzuerkennen.

Verstummt

Singt der Kanarienvogel nicht mehr während der Mauser ist das ganz natürlich, da er für den Gefiederwechsel so viel Energie braucht, dass er zum Singen keine Kraft mehr hat. Es kommt jedoch auch hin und wieder vor, dass er auch nach der Mauser nicht mehr singt. Manchmal verstummt der Vogel sogar ganz und singt nie mehr.

Auch wenn ein Kanarienvogel rundum gesund und munter ist, kann es vorkommen, dass er von einem Tag auf den anderen nur noch piepst, aber nicht mehr singt. Einige Kanarienvögel nehmen nach einer Weile ihre Gesänge wieder auf, während andere für immer stumm bleiben.

Man sollte bei verstummten Kanarienvögeln bedenken, dass Wildvögel hauptsächlich während der Fortpflanzungsperiode singen und nicht unbedingt das ganze Jahr laut und ausdauernd ihre Lieder trällern. Kanarienvögel sind wie alle Vögel Persönlichkeiten und keine Gesangsmaschinen. Jeder hat seinen eigenen Charakter, der ihn von den anderen unterscheidet. Manche hüpfen täglich öfters ins Bad, andere singen lieber. Wenn ein Kanari verstummt, sollte man dafür Verständnis zeigen.

Man kann den Kanarienvogel aber wieder zum Singen anregen, indem man ihm Kanariengesängen vorspielt. Auch kann man Musik (Empfehlung:Klassische Musik) laufen lassen, da diese gerne von Kanarienvögeln übertönt wird. Eine Alternative dazu ist es, Staubsaugergeräusche zu erzeugen, da diese animierend wirken. Oder man kann ein Weibchen besorgen, da dieses zum Singen motiviert beziehungsweise Männchen in verschiedenen Käfigen ohne Blickkontakt halten.

Erkrankungen und deren Behandlung

Ist der Kanarienvogel nicht mehr froh und munter und piepst und hüpft er nicht mehr quicklebendig im Käfig herum, ist er nicht zahm oder schüchtern, sondern krank. So lange es ihnen möglich ist, verbergen sie ihre Krankheiten, aber ein Halter, der sie oft beobachtet, fällt darauf nicht hinein.

Krank

Da das der Kanarienvögel nicht besonders lange standhält, sollte man alsbald zum Tierarzt gehen, um sie untersuchen zu lassen.

Kanarienvögeln können selbst die scheinbar harmlosesten Krankheiten gefährlich werden. Sie sind kleine Organismus|Organismen, deren Energiereserven schnell aufgebraucht sind. Ist ein Kanarienvogel erst einmal durch eine Krankheit geschwächt, kann sich sein Allgemeinzustand sehr schnell verschlechtern. Darum sollte man Gesundheitsstörungen so früh wie möglich erkennen:

Beschreibung der Symptome Mögliche Ursachen Mögliche Diagnose
Verklebte Augen, wässriger oder eitriger Ausfluss Zugluft, Zigarettenrauch, Infektion Augenerkrankung
Hängender Flügel, Flugunfähigkeit, Schonen eines Beines An- oder Aufprall, Sturz Prellung oder Knochenbruch
Dünnflüssiger Kot über ein bis zwei Stunden Zu kalte Nahrung, zu kaltes Badewasser, Aufregung durch Umgebungswechsel Durchfall oder Darmentzündung
Verkrustungen an Beinen und Zehen, abstehende raue Hornschuppen Unsaubere Haltung, verschmutzte Käfigböden und Sitzstangen, Milben Fußkrankheit oder Kalkbeine
Fressunlust, Durchfall Infektion Vieles möglich, Kotprobe zum Tierarzt bringen
Unruhiger Schlaf, ständiges Putzen und Suchen im Gefieder, Niesen Befall von Roter Vogelmilbe, Luftsackmilbe oder Federlingen Milben, Infektion
Mauser dauert länger als vier bis acht Wochen, Federn brüchig und glanzlos Falsche oder einseitige Ernährung Stockmauser, Mauserschwierigkeiten
Teilnahmslosigkeit, Kanarienvogel sitzt aufgeplustert herum und versucht Kot abzusetzen Zu altes Futter, Aufnahme von Fremdkörpern; legereifes Ei kann nicht ausgepresst werden Verstopfung oder Legenot
Zu lange Krallen, Kanarienvogel kann nicht mehr richtig sitzen und bleibt leicht hängen Zu glatte und zu dünne Sitzstangen Krallen vom Tierarzt oder Zoofachhändler kürzen lassen

Quarantäne und Infrarotbestrahlung

Wenn man mehrere Kanarienvögel zusammenhält, ist es am Besten, den kranken Kanarienvogel in einem Quarantänekäfig unterzubringen. Dieser sollte ein auf der Vorderseite vergitterter Kistenkäfig sein, in dem der Vogel genügend Ruhe und Sichtschutz hat. Um die Verdauung täglich kontrollieren zu können, sollte er mit herausziehbaren Schubladen versehen sein. Zudem muss er mit Sitzstangen ausgerüstet sein, damit der Kanarienvogel sich die Entfernung zur Infrarotlampe wählen kann. Der Quarantänekäfig sollte getrennt von den anderen Kanarienvögeln aufgestellt werden, damit sich der kranke Kanarienvogel nicht zu sehr aufregt. Auch wenn er wieder gesund ist, sollte er noch einige Tage zur Kontrolle in Quarantäne bleiben.

Die Infrarotstrahlung|Infrarotbestrahlung als Wärmebehandlung führt bei vielen Krankheiten zum Erfolg. Man stellt dazu einen Infrarot-Dunkelstrahler von 150 bis 250 Watt in etwa 30 bis 40cm Entfernung vom Käfig auf, so dass nur eine Käfighälfte bestrahlt wird. Dadurch kann der Kanarienvogel ausweichen, wenn er möchte. Die Temperatur im Käfig sollte ungefähr 35 bis 40°C betragen. Damit genügend Luftfeuchtigkeit entsteht, sollte eine Schüssel mit dampfendem Wasser neben dem Käfig stehen. Trinkwasser und Futter sollten im kühleren Teil des Käfigs untergebracht werden, da es sonst ungenießbar wird.

Zu Beginn der Behandlung wird der Kanarienvogel mit aufgeplustertem Gefieder vor der Lampe sitzen. Mit fortschreitender Besserung entfernt er sich weiter von der Wärmequelle. Dann kann man den Abstand des Strahlers vom Käfig allmählich vergrößern, damit die Temperatur nur langsam absinkt.

Nach der Behandlung muss man auch für gleichmäßige Wärme sorgen und jede Zugluft vermeiden.

Beim Tierarzt

Der Tierarzt wird dem Halter folgende Fragen stellen:

  • Wie alt ist der Kanarienvogel?
  • Wann machte er zum ersten Mal einen kranken Eindruck?
  • Was fiel Ihnen besonders auf?
  • War der Kanari schon einmal krank?
  • Wer hat ihn mit welchen Maßnahmen/Medikamenten behandelt?
  • Welche Körnermischung bekommt er? (Probe mitnehmen!)
  • Was bekommt er zu trinken?
  • Welches Obst und Gemüse hat er zu sich genommen?
  • Könnte er an giftigen Stoffen geknabbert haben?
  • Brütet er gerade?
  • Welche Tiere leben noch mit ihm?
  • ...

Bei der Behandlung mit en muss man sich genau an die Anweisungen des Tierarztes halten. Er entscheidet, welches Medikament wie oft verabreicht werden soll. Flüssige und pulverisierte Mittel streut oder tropft man auf die Körner oder gibt sie ins Trinkwasser. Tabletten werden zerdrückt. Im letzten Fall sollte man weder Obst noch Gemüse reichen, da der Kanarienvogel sonst seinen Durst stillt und das Wasser nicht anrührt.

Muss dem Kanarienvogel ein Medikament eingegeben werden, nimmt man ihn hoch und umschließt ihn folgendermaßen sanft mit der Hand: Der Kopf schaut nach oben und liegt zwischen Zeige- und Mittelfinger, die Flügel liegen zwischen Daumen und kleinem Finger. Dann biegt man seinen Kopf leicht nach hinten und träufelt mit einer Pipette die vorgeschriebene Menge neben die Zunge. Beim Hochnehmen darf man nie fest zugreifen, da man sonst die Atmung des Kanarienvogels verhindert.

Krankheiten

(Hier sind die häufigsten Krankheiten des Kanarienvogels mit ihrer Behandlung aufgeführt.)

Am häufigsten erkranken Kanarienvögel an Parasiten.

Parasit Kurzbeschreibung Behandlung
Rote Vogelmilbe Milbenart, die etwa 1mm groß ist und nur zur Nahrungsaufnahme am Kanarienvogel sitzt. Die Entwicklung vom Ei zur Larve findet in den Nestern, Ritzen, Ecken und Kanten der Vogelräume statt. Nachts befallen die Milben die Vögel und saugen . Stark befallene Vögel sind blass, in der Nacht unruhig, wirken matt und lustlos und schlafen auch tagsüber viel. Gründliche Reinigung des gesamten Haltungsraums mit möglichst kochendem Wasser einschließlich der Nester, Sitzstangen usw. Besprühung aller Gegenstände mit Kontaktinsektiziden oder Kieselgur. Mehrmalige Wiederholungen nach zwei Tagen.
Nordische Vogelmilbe Milbenart, die etwa 0,8mm groß ist und ständig auf dem Kanarienvogel lebt. Die Population ist auf einen Vogel begrenzt. Sie ernährt sich von dessen Blut. Bestreuen oder Besprühen des Vogels mit Kontaktinsektiziden, die hierfür ausdrücklich zugelassen sind. Badewasser mit Kieselgur versetzen.
Federlinge (Mallophagen) Flügellose en von etwa 2mm Länge, die ständig im Gefieder der Vögel leben und sich davon ernähren sowie ihre Eier (Nissen) in Reihen an die Federäste kleben. Sie zerstören das Gefieder der Kanarien, was oft zu einer ständigen Mauser führt, die den Vogel schwächt und für andere Krankheiten anfällig macht. Bestreuen oder Besprühen des Vogels mit Kontaktinsektiziden, die hierfür ausdrücklich zugelassen sind. Wiederholungsbehandlungen im Abstand von sechs Wochen.
Kokzidien , die sich bei Minderung der Widerstandskraft des Kanarienvogels massenhaft im vermehren und auch andere Organe befallen können, was zu einer verstärkten Ausscheidung der Parasiten im Kot führt. Zerstörung der Darmschleimhaut. Befallene Vögel sitzen aufgeplustert auf der Stange, magern ab, zeigen Durchfall. Blutvergiftung und allgemeine Schwäche bedingt durch Austrocknung als Todesursachen. Häufigste Krankheit. Haltungsbedingungen verbessern: Grundreinigung mit kochendem Wasser, Gebrauch von Desinfektionsmitteln. Behandlung des Vogels mit Sulfonamidpräparaten nach Dosierungsempfehlung über das Trinkwasser an drei Tagen, zwei Tage Pause mit Vitaminbeigaben, drei Tage Behandlung usw., gegebenenfalls Warmsetzen in einer Krankenbox.
Trichomonaden/Geißeltierchen Einzeller, die Trinkwasser, Schnabel und Rachenhöhle bis in Speise- und Luftröhre besiedeln. Erkrankte Kanarienvögel zeigen Atemnot und Appetitlosigkeit. Verordnetes Karnidazol, Dimetridazol oder Rondazol an sechs Tagen über das Trinkwasser geben. Wiederholungskur nach vier Wochen.
Luftsackmilben Milbenart, die 0,7mm groß ist und in den Luftsäcken der Kanarienvögel lebt. Wanderung bis hinunter in die Lungen als Ursache des Erstickungstodes. Lange Zeit von der bis zu ersten Krankheitszeichen. Übertragung von Vogel zu Vogel. Jedem Vogel ein verordnetes Insektizid auf den Rücken zwischen die Schulterblätter am 1., 5. und 9.Tag träufeln lassen.

Die schlimmste Kanarienvogelkrankheit ist der Kanarienpocken-Virus. Die Ansteckung erfolgt durch infizierte Vögel oder den Menschen als Überträger. Die beträgt drei bis sechzehn Tage. Kennzeichend für diese Krankheit sind Knötchen an den Hornteilen und an den Schnabelwinkeln, schwere Atemstörungen und Erstickungstod oder Überleben als träger. Vorbeugend sollte man die Vögel einmal jährlich impfen, da infizierte Vögel vom Tierarzt eingeschläfert werden müssen.

Kanarienvögel können sich aber auch an der Geflügelpest (Newcastle diesase) anstecken. Diese Krankheit ist ansteckungsgefährlich für den Menschen, der dann eine Bindehaut bekommt. Sie wird durch rohe Hühnereierschalen oder Wildvögel übertragen. Vorbeugend sollte man die Vögel impfen, da sie infizierte Vögel vom Tierarzt eingeschläfert werden.

Schwer zu diagnostizieren und meldepflichtig ist die Ornithose (Psittakose, Papageienkrankheit), die keine eindeutigen Symptome zeigt. Kennzeichen über einen längeren Zeitraum sind Beschwerden wie Atemnot, Durchfall, Schnupfen oder schleimige Absonderungen. Die Behandlung erfolgt durch den Tierarzt beziehungsweise Hausarzt mittels wirksamer Medikamente.

Durch stressbedingte Abwehrschwächen vermehren sich die im Darm vorhandenen (Salmonellen, Escherichia coli) so, dass es zu einer bakteriell bedingten Darmentzündung kommt. Der erkrankte Kanarienvogel hat Durchfall und stirbt innerhalb weniger Tage durch Austrocknung. Die Behandlung erfolgt durch Antibiotikum|Antibiotika und kann durch spezielle Kräutertees unterstützt werden.

Es gibt auch Flügel-, Bein- und Zehenbrüche. Sie sind durch Fixierung der Flügel und Schienung der Beine zu behandeln. Steife Zehen sollten Amputation|amputiert werden.

Allein gehaltene Kanarienvögel leiden häufig an Psyche|psychischen Krankheiten. In einem solchen Fall sollte man dem Vogel mehr Zeit widmen und einen Artgenossen (und einen größeren Käfig) hinzukaufen.

Literatur

  • Lutz Bartuschek: Kanarienvögel. Gräfe und Unzer Verlag, ISBN 3774255849
  • Horst Bielefeld: Der Kanarienvogel. Ulmer Verlag, ISBN 3800168669
  • Hans Claßen, Kanarien. Ulmer Verlag, ISBN 3800131846
  • Otto von Frisch: Kanarienvögel. TierRatgeber. Gräfe und Unzer Verlag, München, ISBN 3-7742-2066-2
  • Markus Hübl: Kanarien. Ulmer Verlag, ISBN 3800135531
  • Stefan Luft: Ihr Hobby, Kanarienvögel. Bede Verlag, ISBN 3933646146
  • Michael Monthofer: Muntere Kanarienvögel. Kosmos Verlag, ISBN 3440089711
  • Sigrun Rittrich-Dorenkamp: Der Kanarienvogel. Mein Heimtier. Gräfe und Unzer Verlag, München, ISBN 3-7742-2637-7

Weblinks


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