Lexikon: Laryngoskop

 

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Intubation.jpg|thumb|right|Intubation eines Dummy (konventionelles Vorgehen mittels Laryngoskop) Ein Laryngoskop ist ein medizinisches Instrument zur Betrachtung des Kehlkopfes. Meist dient es als Hilfsmittel zur endotrachealen im Rahmen einer oder stherapie. Häufig wird ein Laryngoskop aber auch zur Laryngoskopie verwendet. So werden zum Beispiel Fremdkörper unter Sicht unter Zuhilfenahme einer Magill-Zange entfernt oder sich ein Überblick über den Zustand des Larynx des Patieten gemacht.

Der Begriff leitet sich aus dem Fachausdruck Larynx für und "skopie" für Betrachten her.

Aufbau

Laryngoskop.jpg|thumb|left|Laryngoskop mit Macintosh-Spateln in zwei Größen, Warmlicht Das Laryngoskop besteht aus einem Griff und einem Spatel. Die Spatel gibt es in verschiedenen Größen und Formen, um den unterschiedlichen anatomischen Gegebenheiten der Patienten gerecht zu werden.

Die Spatel können auf den Griff aufgeklippt werden, sie stehen dann im rechten Winkel vom Griff ab. Wird das Laryngoskop nicht verwendet, wird der Spatel an den Griff angeklappt oder abgenommen.

Im Spatel ist eine Lichtquelle eingebaut, um die Sicht im dunklen Rachen zu verbessern. Die dazu notwendigen Batterien werden üblicherweise im Griff verbaut.

Vorgehen

Der Patient wird in Rückenlage gebracht, sein Hals nur leicht überstreckt. Ideal ist dabei eine flaches Kissen unter dem Kopf. Das Laryngoskop wird mit der linken Hand gefasst, sodass die Spatelspitze zum Fußende des Patienten zeigt. Der Spatel wird um neunzig Grad nach unten gedreht in den Mund eingeführt, anschließend wird der Unterkiefer damit mit leichtem Zug nach schräg oben angehoben. Stützt man sich dabei auf den Schneidezähnen des Patienten mit dem Laryngoskop-Spatel ab, besteht die Gefahr, diese abzubrechen - eine häufige Komplikation. Übungsphantome haben daher häufig einen Sensor an den Schneidezähnen, der durch ein Geräusch auf diesen Fehler hinweist.

Durch die im Spatel angebrachte Leuchte hat man nun eine gute Sicht auf den . Bei der wird dann unter Sicht der Tubus eingeführt, bei der Laryngoskopie kann nun der Kehlkopf betrachtet werden. Dafür gibt es so genannte Lupenlaryngoskope, die über eine Vergrößerungsoptik verfügen.

Laryngoskope, die zur Betrachtung des Kehlkopfes verwendet werden, verfügen teilweise über die Möglichkeit, sie abzustützen, da das längere Halten des Unterkiefers sehr anstrengend werden kann. Laryngoskope, die "nur" zur Intubation verwendet werden, verfügen nicht über solche Halterungen: Die Haltezeit ist in aller Regel zu kurz.

Formen

Man unterscheidet Laryngoskope abhängig von der Anordnung der Lichtquelle in Warm- und Kaltlicht sowie nach der Spatel-Form.

Warm- und Kaltlicht

LaryngoskopMiller.jpg|thumb|left|Laryngoskop mit Miller-Spatel, KaltlichtBei der Warmlichtausführung sitzt im Spatel eine kleine Glühbirne, die über einen Kontakt zwischen Griff und Spatel mit Strom versorgt wird. Auf den festen Sitz der Birne ist stets zu achten, da hier ein häufiges Problem liegt, das zu Fehlfunktion führen kann.

Bei der Kaltlichtausführung ist die Lichtquelle im Griff integriert. Das Licht gelangt über einen Lichtwellenleiter in den Spatel.

Spatelformen

Macintosh

Der Macintosh-Spatel (auch Wisconsin-Foregger-Spatel) ist leicht gebogen und je nach Größe zwischen 76 (Größe 0) und 176 mm (Größe 5) lang. Bei Erwachsenen werden häufig die Größen 4 und 5 verwendet.

Die Bezeichnung wird gerne als McIntosh falsch geschrieben - ein Effekt, der sich durch die Geschichte zieht: Schon bei der Patentanmeldung wurde der Name Macintosh fälschlich MacIntosh geschrieben.

Miller

Der Miller-Spatel ist gerade. Die Größe entspricht in etwa der eines vergleichbaren Macintosh-Spatels. Durch seine Form wird er bevorzugt für Kinder verwendet.

Vorkommen

Ein Laryngoskop sollte in jedem Notfallkoffer enthalten sein, auf den ein Arzt Zugriff hat, da nur damit zum Beispiel im Rahmen einer Herz-Lungen-Wiederbelebung|Reanimation effektiv Intubation|intubiert werden kann. Daher sollte es in jeder Arztpraxis ein Laryngoskop mit Spateln vorgehalten werden. Ebenso verfügt jeder Rettungswagen und NotfallKrankenwagen|krankenwagen sowie jedes mit einem Notarzt besetzte Rettungsmittel ein Laryngoskop mit verschiedensten Spateln.
Die Intubation mit Hilfe eines Laryngoskops kann im Falle einer Reanimation auch von nicht-ärztlichem Personal vorgenommen werden.

Weblinks

Kategorie:Anästhesie Kategorie:Rettungsdienst