Lexikon: Cortisol

 

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Bild: Cortisol.jpg Cortisol ist ein , das in der , genauer in der Zona fasciculata, gebildet wird und zur Gruppe der Glucocorticoide gehört. Die Cortisolausschüttung wird durch ACTH (adrenocorticotropes Hormon) aus dem Hypophysenvorderlappen stimuliert. Eine Überfunktion (Hypercortisolismus) führt zum klinischen Bild des Morbus Cushing, eine Unterfunktion (Hypocortisolismus) zum Morbus Addison.

Physiologische Wirkung

Cortisol hat vielerlei Wirkungen auf Wachstum, Stoffwechsel und Psyche. Im Stoffwechsel wirkt Cortisol auch antientzündlich und antiallergisch, was aus der Herabsetzung der synthese resultiert. Cortisol hat auch eine geringe ähnliche Wirkung und muss bei einem Mangel an funktionstüchtigem Nebennierenrindengewebe ersetzt werden.

Cortisol ist neben den Katecholaminen ein wichtiges Stresshormon. Das Cortisolsystem reagiert aber träger als das Katecholaminsystem. Bei situation, etwa , kommt es zu einem starken Anstieg der Cortisolproduktion. Es wird bei Männern in Streßsituationen stärker ausgeschüttet als bei Frauen. Es vermittelt dann das Gefühl von Omnipotenz und Stärke. Die Produktion von Cortisol tritt häufig bei Wutausbrüchen auf.

Cortisol ist für den en und Höhere Säugetiere|höhere Tiere lebensnotwendig. Die Nebennierenrindenproduktion an Cortisol wird durch die mit ihrem Hormon ACTH und noch eine Stufe höher durch den durch seinen Cortikotropin Releasing Factor (CRF) angeregt. Die Cortisolwerte im Serum liegen normal am Morgen bei 165-690 nmol/l (Cortisol total) bzw. bei 5-23 nmol/l (freies Cortisol) und weisen eine typische Schwankung im Tagesverlauf auf (circardiane Rhythmik). Der höchste Wert wird morgens kurz nach dem Aufwachen erreicht (Cortisol Awakening Response, CAR). Wegen der starken circadianen Schwankung ist die einmalige Messung von Cortisol nicht sinnvoll. Für die Überprüfung der Nebennierenrindenfunktion ist daher die Bestimmung eines Cortisoltagesprofils notwendig.

Kategorie:Hormon