Lexikon: Doping

 

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Unter Doping versteht man unerlaubte Methoden zur Leistungssteigerung im . Alle Versuche den Begriff des Dopings genau zu definieren sind an Formulierungsschwierigkeiten gescheitert, da es nicht gelingt die komplexen Inhalte der verbotenen e und Methoden der unphysiologischen Leistungssteigerung zusammenzufassen. Doping wird auf Grund dieser Schwierigkeiten durch eine Dopingliste mit genau aufgezählter und beschriebener Wirkstoffe und Vorgehensweisen definiert.


Diese Liste wurde von internationalen verbänden aufgestellt und wird von allen nationalen Verbänden übernommen. Ebenso wurde festgelegt, dass ein Dopingverstoß dann vorliegt, wenn eine der in der Verbotsliste aufgezählten en im Körper des Athleten nachgewiesen wird oder er eine Dopingtest|Dopingkontrolle verweigert. Jeder Sportler, der an offiziellen Wettkämpfen teilnimmt, verpflichtet sich durch seine Teilnahme gegenüber dem nationalen Verband, alle Dopingvorschriften einzuhalten.

Bei dem Nachweis von illegalen Substanzen wird zwischen Wettkampf- und Trainingskontrollen unterschieden. Wettkampfkontrollen sind nötig, um die kurzzeitige Leistungssteigerung durch Doping nachzuweisen, die kurz vor Beginn des Wettkampfes eingenommen wurden. Trainingskontrollen versuchen ein langzeitige Einnahme von Doping nachzuweisen und Stoffe aufzuspüren, die auf Grund einer rechtzeitigen Absetzung nicht mehr in Wettkampfkontrollen nachgewiesen werden können. Diese Kontrollen bestehen aus einer Urinprobe und einer in Deutschland freiwilligen Blutprobe.

Die Sanktionen bei Dopingverstößen werden ebenso weltweit gleich geahndet. Bei der erstmaligen Einnahme von verbotenen Stimulanzien oder n wird eine Verwarnung ausgesprochen. Bei allen anderen Vergehen, wie der Einnahme von anabolen Steroiden oder der Manipulation einer Dopingprobe, wird eine Wettkampfsperre (siehe auch Disqualifikation) von mindestens zwei Jahren für den Sportler verhängt. Des weiteren werden bei Dopingvergehen, die während eines Wettkampfes stattfinden, die Leistungen annulliert. In Deutschland liegt mit der Einnahme von Doping jedoch kein Straftatbestand vor, denn laut § 6 a des Arzneimittelgesetz (Deutschland)|Arzneimittelgesetzes ist nur die Weitergabe von Dopingmitteln für den Einsatz im Sport strafbar. Diese Straftat wird laut § 95 des Arzneimittelgesetzes mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft.

Verbotene Wirkstoffgruppen und deren Auswirkungen auf den

Bei Doping werden folgende drei Gruppen unterschieden:

  • verbotene Wirkstoffe,
  • nicht erlaubte Methoden, die angewendet werden können, um die Leistung des Sportlers zu steigern,
  • Wirkstoffe, die bestimmten Einschränkungen unterliegen.

Die Gruppe der verbotenen Wirkstoffe unterteilt sich in Stimulanzien, , Anabolika|Anabole Wirkstoffe, Diuretika sowie Peptidhormon|Peptid- und Glykoproteinhormone. Verboten sind weiterhin auch alle Stoffe, die in ihrer Wirkung oder chemischer Struktur mit den oben genannten Stoffen verwandt sind.

Stimulanzien

Stimulanzien werden weltweit häufig genutzt. Sie werden kurz vor Beginn oder während des Wettkampfes eingenommen. Beispiele für Stimulanzien sind Amphetamine, Ephedrin und Koffein. Die chemischen Strukturen von Amphetamin oder Ephedrin ähneln den körpereigenen Hormonen und . Stimulanzien wirken auf das Zentralnervensystem|zentrale Nervensystem und steigern die motorische Aktivität, was sich durch ein Ansteigen der , des Herzschlags und des s bemerkbar macht. Des Weiteren fördern sie die Aggressivität des Sportlers und heben seine Stimmung bis zur Euphorie an, was seine Risikobereitschaft erhöht. Ebenso verliert der Sportler das Gefühl für die natürliche Leistungsgrenze und trotz großer Erschöpfung des Körpers tritt keine Müdigkeit ein. Man nennt diese Grenze, die durch diese Stoffe überschritten wird, autonom geschützte Reserve. Diese Reserve kann psychologisch nicht überwunden werden und wird nur in Gefahrsitutionen vom Körper benutzt. Die Nebenwirkungen sind symptome, dauerhafte Aggression, sowie psychische Störungen wie und verhalten, die auf die euphorisierende Wirkung des Dopings zurückzuführen sind. Durch den dauerhaften Anstieg der Körpertemperatur und des Herzschlages tritt sehr schnell eine Überlastung auf. Bei der überhöhten Einnahme von Stimulanzien reagiert das körpereigene Warnsystem nicht mehr und alle restlichen Körperreserven werden verbraucht, ohne dass der Athlet dies bemerkt. Dies führt dann zu Erschöpfungserscheinungen, Ohnmacht und im Extremfall auch zum . Stimulanzien kommen in der Medizin kaum zum Einsatz, da sie fast alle keinen medizinischen Zweck erfüllen. Allein Ephedrine bewirken ein Erschlaffen der Bronchien und das Abschwellen der Nasenschleimhaut, weswegen sie in vielen Erkältungsmitteln zu finden sind. Mit der Einnahme von Erkältungsmitteln, die Ephedrine enthalten, verstößt ein Sportler gegen das Dopingverbot und hat mit den gleichen Konsequenzen zu rechnen wie bei der gewollten Einnahme eines Dopingmittels. Koffein gehört ebenso zu der Gruppe der Stimulanzien. Es galt bis 2004 bei der Überschreitung des Toleranzwertes von 12 mg pro Liter als Doping, wurde nun allerdings komplett von der Dopingliste genommen. Es wurde nachgewiesen, dass nach Einnahme von Koffein die Konzetration von freien Fettsäuren im Blut zunahm. Für Ausdauersportler sind diese, in der Wissenschaft noch nicht ganz unumstrittenen empirischen Daten, von recht hoher Relevanz. Denn der Ausdauersportler hat das Interesse seine Glycogenspeicher für einen "Schlussspurt" zu schonen und fettverbrennend zu laufen. Die Wirkung von Koffein entfaltet sich 1-1.5 Std nach Einnahme und hält ungf. 4-5 Std an.

Narkotika

Alle Substanzen, die der Wirkstoffklasse der angehören, bestehen aus Morphin, anderen Morphium-en oder einem verwandten Stoff. Häufig verwendete Narkotika sind Morphin, und Methadon. Diese Stoffe werden entweder aus dem Opium, welches aus Schlafmohn gewonnen wird, produziert oder vollständig synthetisch hergestellt. Narkotika wirken schmerzunterdrückend und werden in der deshalb oft als Schmerzmittel|Schmerzstiller bei schweren Erkrankungen, wie unheilbarem Krebs (Medizin)|Krebs, verabreicht. Des Weiteren finden sie auch Anwendung bei der Suchtbekämpfung.

Im Sport werden Narkotika für verschiedene Zwecke missbraucht. Sie finden wegen ihrer beruhigenden Wirkung auf den menschlichen Organismus in Sportarten wie Golf (Sport)|Golf und beim Sportschießen ihre Anwendung. Jedoch wird es auch beim Boxen und in anderen Kampfsportarten verwendet, da durch Morphinpräparate die Schmerzen unterdrückt werden. Somit wird ein Warnzeichen des Körpers ausgeschaltet und der Athlet kann kurzzeitig seine physischen Grenzen überschreiten. Alle sich in dieser Gruppe befindlichen Stoffe bewirken eine Abhängigkeit. Des weiteren führen sie bei zu hoher Dosierung zu Ohnmacht, Bewusstseinstrübung, Lähmung des Atemzentrums und zum Tod. Heute werden Narkotika kaum noch benutzt, da sie sehr leicht nachzuweisen sind und auch ihre Wirkung teilweise fraglich ist. Jedoch muss der Sportler bei der Einnahme von Erkältungsmitteln aufpassen, da in diesen oft Codein enthalten ist, welches zwar nicht verboten ist, aber vom Körper in Morphin umgewandelt werden kann. Wird der Grenzwert von 1 mg Morphin pro Liter Urin nicht überschritten, ist die Probe als negativ zu bewerten.

Anabole Steroide

Die Zufuhr des männlichen Sexualhormons beruht auf der Einnahme von anabolen Steroiden, auch Anabolika genannt. Sie bewirken eine Zunahme an rote Blutkörperchen|roten Blutkörperchen im , welche dort den zu den n transportieren. Durch den verbesserten Sauerstofftransport gelingt es dem Athleten ausdauernder zu sein und somit bessere Leistungen zu vollbringen. Vor allem aber bildet sich durch die Einnahme von Testosteron mehr Muskelmasse im Körper bei gleichzeitiger Abnahme von . Auf Grund dieser Auswirkungen werden anabole Steroide im 100 m Kurzstrecke|Lauf, und Gewichtheben beziehungsweise genutzt, da die Schnellkraft und ein großer Anteil an Muskelmasse eine entscheidende Rolle spielen.

Anabole Steroide sind Dopingmittel, die häufig Anwendung finden. Jedoch resultieren aus deren Einnahme viele Nebenwirkungen. Da sich durch den Gebrauch von Anabolika jeder Muskel vergrößert, der trainiert wird, vergrößert sich auch der ständig aktive . Die n, die das Blut transportieren, bleiben jedoch gleich groß, da sie nicht aus Muskelmasse bestehen. Dies führt zu einer Unterversorgung des Herzmuskels mit Blut und Ablagerungen in den en. Diese Veränderungen haben oftmals einen zur Folge. Des Weiteren können bei oraler Einnahme dieses s in der e entstehen.

Bei Männern kommt es zu einer Verweiblichung, da das Testosteron im Körper des Mannes zum Teil in das weibliche Sexualhormon umgewandelt wird. Die sich daraus ergebenden Nebenwirkungen sind durch das Wachsen einer weiblichen Brust und der Einstellung der Sperma|Samenproduktion gekennzeichnet. Bei Frauen hingegen kann eine Vermännlichung eintreten, die durch Bartwachstum, Zurückbildung der weiblichen Brust und eine Vertiefung der Menschliche Stimme|Stimme charakterisiert ist. Bei Jugendlichen kann es sogar zu einer Hemmung des s kommen, da die Produktion des körpereigenen Testosterons eingestellt wird. Weiterhin zählen , Akne, Verletzungen an Band (Anatomie)|Bändern und Sehne (Anatomie)|Sehnen, Reizbarkeit, en und Halluzinationen zu den häufig auftretenden Nebenwirkungen.

Der Nachweis von anabolen Steroiden hat sich als kompliziert erwiesen, da Testosteron auch im menschlichen Körper vorkommt und nur schwer vom synthetischen Testosteron unterschieden werden kann. Außerdem kann das Testosteron innerhalb von 48 Stunden im Körper abgebaut werden. Auf Grund dessen wird der Epitestosterongehalt im nachgewiesen, welcher normal im Verhältnis von 1:1 zum Testosteron vorkommt. Jedoch beträgt die Genauigkeit dieser Überprüfung weniger als 100 Prozent, da sich einige Sportler Epitestosteron spritzen lassen, um den Wert auszugleichen. Die Leistungen der Sportler in Kraft- und Schnellkraftsportarten ging stark zurück, nachdem Trainingskontrollen eingeführt wurden. In der werden Anabolika bei Hormonstörungen eingesetzt. Dabei werden dem Körper Hormone zugeführt, die er selbst nicht mehr produzieren kann. Ein bekanntes Dopingmittel dieser Kategorie ist Stanozolol.

Diuretika

Diuretika sind die einzigen Dopingmittel, die keine Leistungsstärkung, sondern viel eher eine Schwächung der Leistung des Athleten hervorrufen. Ihre Wirkung besteht darin, dass sie den größten Teil des im Körper gespeicherten Wassers abführen, da sie die nfunktion verändern. Beispiele für verbotene Mittel sind Acetazolamid, Furosemid und Marsalyl. Anwendung finden Diuretika in Sportarten mit Gewichtsklassen wie Judo und Ringen, bei denen der Sportler unbedingt sein Gewicht halten muss, da er bei Wettkämpfen sonst nicht startberechtigt ist. Auch beim und im Pferdesport wird dieses Dopingmittel eingesetzt, da die Sportler extrem leicht sein müssen, um gute Leistungen zu erzielen. Im finden Diuretika ihre Anwendung, da möglichst viele Muskeln des Athleten sichtbar sein sollen.

Wird der Körper entwässert, verringert sich auch die Größe von Fettzellen um Muskulatur|Muskeln, da diese Wasser speichern. Dies hat zur Folge, dass der Muskel besser zu sehen ist. Starke Diuretika sind in der Lage in wenigen Stunden einen starken Wasserverlust herbeizuführen, der eine Gewichtsverringerung von ein bis drei Kilogramm mit sich bringen kann. Durch die schnelle Dehydrierung gehen dem Körper viele e verloren. Dies schwächt die Leistung des Sportlers und kann zu Muskelkrampf|Muskelkrämpfen und Nierenschäden führen. Weiterhin kann es bei Männern Impotenz hervorrufen und bei Frauen tritt ein Ausbleiben der Monatsblutung auf.

In Dopingtest|Dopingkontrollen sind Diuretika schwer nachzuweisen, da sie größtenteils mit dem aus dem Körper gespült werden. Aufgrund dieser Wirkung werden Diuretika oftmals als Maskierungsmittel benutzt, um den Nachweis anderer Dopingmittel zu erschweren. In der werden sie eingesetzt, um Ansammlungen von Wasser im Gewebe (Biologie)|Gewebe zu verringern.

Peptid- und Glykoproteinhormone

In die Gruppe der - und Glykoproteinhormone gehören alle körpereigenen Protein|Eiweiße, die als Botenstoffe arbeiten, um in den n weitere en freizusetzen. Sie werden oft auch als Wachstumshormone bezeichnet. Dazu gehören HGH, Corticotropin und Erythropoietin. Die Einnahme des Hormon HGH fördert ein erhöhtes Zellwachstum und als Nebenwirkung treten Verformungen an Händen, Füßen, Kinn, Nase und der inneren Organe auf.

Corticotropin, auch unter der Abkürzung ACTH bekannt, kann die körpereigene Produktion von regulieren und führt zur Euphorie. ACTH verursacht den Abbau körpereigener Energiereserven in Form von und und fördert en und en.

Durch die Einnahme von Erythropoietin (EPO) steigt die Anzahl der rote Blutkörperchen|roten Blutkörperchen im stark an. Dies hat zur Folge, dass mehr im Blut transportiert werden kann. Dadurch steigt die Ausdauer des Athleten, was im , bei Marathonlauf|Marathonläufen und im Skisport genutzt wird. Erst vor kurzer Zeit wurde eine Methode gefunden, die den Gebrauch dieses s eindeutig nachweisen kann. Heute ist es möglich EPO durch einen test nachzuweisen. Als Nebenwirkungen von EPO sind und eine Veränderung der Fließeigenschaften des Blutes bekannt. Das Blut wird zähflüssiger, wodurch die Gefahr erhöht wird, dass es die Herzkranzgefäße verstopft und der Athlet einen erleiden kann. Feine Äderchen (Kapillaren) im oder in der können ebenfalls nicht mehr versorgt werden, woraus ein Platzen dieser Adern resultieren würde.

Der ische Einsatzzweck ist stattdessen die Behandlung von oder die Unterstützung der von Krebs (Medizin)|Krebskranken nach einer .

Verbotene Methoden

Seit dem 1. Januar 2003 werden verbotene Methoden zum ersten Mal genauer in den Dopingregeln beschrieben. Sie werden in drei Gruppen unterteilt: die Erhöhung der Transportkapazität für , die Manipulation von Dopingproben sowie Gendoping.

Erhöhung der Transportkapazität für Sauerstoff

Die Leistungsfähigkeit vieler Sportler ist von deren Ausdauer abhängig und diese wiederum von der Sauerstoffzufuhr in den Muskulatur|Muskeln. Eine Methode, die die Transportfähigkeit des Blutes erhöht, ist das Blutdoping. Dabei wird bei einem Höhentraining, bei dem sich mehr rote Blutkörperchen im befinden, eine größere Menge Blut entnommen. Dieses Blut wird dann kurz vor einem späteren Wettkampf in den Körper des Athleten Injektion|injiziert. Dadurch hat er eine vermehrte Anzahl von roten Blutkörperchen im Blut und seine Leistung steigt. Diese Methode ist nicht nachweisbar, so lange es sich um injiziertes Eigenblut und nicht Fremd- oder Tierblut handelt. Da diese Methode zu einem Trainingsrückstand führt, wird meistens kein Eigenblut verwendet. Des Weiteren sind auch alle anderen Methoden und Wirkstoffe verboten, die die Sauerstoffaufnahmekapazität steigern.

Manipulation von Dopingproben

Da vermehrt Dopingproben manipuliert wurden, wird jetzt auch die an sich als Dopingvergehen angesehen und beschrieben. So ist jegliche Manipulation ausdrücklich verboten, da diese Werte maßgeblich für den Nachweis des Dopings benötigt werden. Dazu zählt der Austausch oder die Veränderung der Proben, die Verdünnung mit jeglichen Flüssigkeiten, die Einspritzung von Fremdurin in die Blase, die Beeinflussung der ausscheidung durch chemische en sowie die Beeinflussung des Verhältnisses von zu Epitestosteron,

Gendoping

Das Verbot des Gendopings besagt, dass jegliche Verwendung von Zellen, en und deren Bestandteile untersagt ist, sofern sie die sportliche Leistung erhöhen können.

Wirkstoffe, die bestimmten Einschränkungen unterliegen

Zu dieser dritten großen Gruppe des Dopings gehört zum Beispiel und Marihuana. Alle internationalen Sportfachverbände haben in Übereinstimmung festgelegt, dass sowohl Alkohol- als auch Cannabistests durchgeführt werden dürfen und deren Ergebnisse Sanktionen mit sich bringen können. Des Weiteren sind lokale Betäubungen nur erlaubt, wenn sie kein Kokain als enthalten und eine ische Untersuchung zu Grunde liegt, welche die Notwendigkeit bestätigt. Jedoch ist die schriftliche Mitteilung über die , die Verabreichungs und die Art der Verabreichung notwendig. Der Einsatz von Kortikosteroiden ist ebenfalls nur beschränkt zugelassen. Kortikosteroiden sind shemmende e. Eine lokale Anwendung der Entzündungshemmer an Haut, Ohr, Auge und Gelenken, sowie die Inhalation ist erlaubt. Erfolgt eine Behandlung mit diesem Wirkstoff bei Wettkämpfen ist eine schriftliche Mitteilung an die Wettkampfleitung erforderlich. Betablocker sind Wirkstoffe die nur beschränkt zulässig sind. Sie verhindern Nervosität und wirken beruhigend auf und . In Sportarten, in denen Ruhe und Konzentration eine große Rolle spielen, sind Betablocker deshalb verboten. Der Sportler selbst hat die Aufgabe zu überprüfen, ob einer dieser eingeschränkten Wirkstoffe in seiner Sportart oder seinem Land verboten sind.

Die Risiken des Dopings

Die Risiken, die der Sportler eingeht, wenn er Dopingmittel zu sich nimmt, sind sehr groß. Sie lassen sich in drei Gruppen untergliedern: die Risiken, des Dopinggebrauchs überführt zu werden, dass das Dopingmittel dem Körper langfristig Schäden zufügt, oder dass das Dopingmittel zu einer Schwächung führt. Dopingtests finden im Sport sehr häufig statt. Entweder werden sie im unangemeldet durchgeführt oder sofort nach einem . Wird einem Sportler nachgewiesen, dass er illegal seine Leistung gesteigert hat, verliert er für zwei Jahre die Teilnahmeberechtigung an Wettkämpfen. Da fast alle Profisportler auf Sponsoren und Preisgelder angewiesen sind, gibt es für sie keine Möglichkeit mehr, in diesem Zeitraum mit dem Sport Geld zu verdienen. Des Weiteren wird ein so vorbelasteter Sportler kaum wieder gute Sponsorenverträge bekommen. Viel größer ist aber das Risiko, dass der Sportler seinem Körper langfristig mit der Einnahme von Dopingmitteln schadet. Jedes Präparat, das illegal zur Leistungssteigerung verwendet wird, hat Nebenwirkungen. Hinzu kommt, dass, um die Leistung zu steigern, eine mehrfach höhere Dosis eines Präparates eingesetzt werden muss als für ische Zwecke. Dies verstärkt im gleichen Maße die Nebenwirkungen. Diese Schäden sind irreparabel. Das bedeutet, dass der Sportler am Ende seiner Karriere einen teilweise zerstörten Körper vorfindet und die Nebenwirkungen weiterhin auftreten.

Die Motivation des Athleten zum Griff zu illegalen Präparaten

In der heutigen Zeit geht es im Sport nicht nur um ichbezogene und soziale Aspekte, sondern auch um die finanzielle Absicherung. Ein Profisportler verdient seinen Lebensunterhalt mit Hilfe von Siegprämien und Sponsorenverträgen. Jedoch sind diese Gelder von seiner Leistung abhängig. Das bedeutet, dass nur ein guter Athlet sein Leben mit dem Sport finanzieren kann. Um Erfolg zu haben, ist ein intensives Training erforderlich. Manche Menschen sind nicht bereit diese langwierigen Strapazen auf sich zu nehmen. Dies könnte ein Grund für den Griff zum Dopingmittel sein. Verdient ein Athlet durch seine sportliche Aktivität ausreichend Geld, konzentriert er sich nur noch auf den Sport und hat keine anderen Einnahmequellen als Sponsoren und Preisgelder. Bleiben nach einer gewissen Zeit die Erfolge aus und ist die Leistung auf normalem Wege nicht mehr zu verbessern, kann er sich finanziell nicht mehr absichern. An dieser Stelle fällt es ihm schwer wieder in das normale Berufsleben einzusteigen. So bleibt ihm nur noch der Ausweg seine Leistung mit verbotenen Mitteln zu steigern. Der Mensch versucht stets die höchstmögliche Leistung anzustreben. Hat ein Athlet einmal Siege errungen, ist er bestrebt diese immer wieder zu erreichen. Um der Beste zu sein sind viele Sportler bereit Dopingmittel einzunehmen. Aber auch um den Ansprüchen der Gesellschaft gerecht zu werden, ist oft Anlaß sich zu dopen. Das Dopingproblem ist besonders evident in Schnellkraft- und Ausdauersportarten wie etwa Gewichtheben, Bodybuilding, Leichtathletik, Radsport und Skilanglauf. Technisch anspruchsvolle Sportarten sind weniger betroffen. Trotzdem ist auch hier das Thema Doping nicht zu vernachlässigen, da bessere Fitness und psychologische Enthemmung – beides Bereiche, die durch Dopingmittel optimiert werden können – fast in jeder Sportart hilfreich sind.

Bekannte Dopingfälle

  • Disqualifikation des Olympiasiegers und Weltrekordlers im 100-Meter-Lauf, Benjamin Sinclair Johnson, bei den Olympische Spiele|Olympischen Spielen 1988
  • Festina-Affäre bei der Tour de France 1998
  • Ausschluss des Führenden Marco Pantani vom Giro d'Italia 1999
  • Disqualifikation des dreifachen Goldmedaillengewinners Johann Mühlegg bei den Olympische Winterspiele 2002|Olympischen Winterspielen 2002
  • Dopingfall Dieter Baumann von 1999, der drei Jahre gesperrt wurde
  • "Die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) hat ihre Zahlen für 2002 vorgelegt. Demzufolge fielen bei 7.556 Kontrollen für Verbände im Deutscher Sportbund|Deutschen Sportbund (DSB) 39 Fälle auf, die einen positiven Doping-Befund in der sogenannten A-Probe ergaben, dies entspricht ungefähr 0,5 Prozent. Damit ist die Zahl der Dopingfälle in Deutschland sogar leicht gesunken, im Jahr 2001 lag sie bei 0,56 %, 2000 bei 0,66 %." (Quelle: http://www.sportrechturteile.de/News/news296.html )

Siehe auch: Liste der des Dopings überführter Sportler

Literatur

  • Wilhelm Schänzer, Mario Thevis: Doping und Dopinganalytik: Wirkstoffe und Methoden. Chemie in unserer Zeit 38(4), S. 230 – 241 (2004), ISSN 0009-2851
  • Rudhard Kl. Müller: Doping. C.H. Beck, München 2004 ISBN 3406508456
  • Karl-Heinrich Bette, Uwe Schimank: Doping im Hochleistungssport. Suhrkamp, 1995 Frankfurt am Main ISBN 3518119575
  • Bräutigam Bettina, Sauer Michael: DOPINGdimensionen und Medikamentenmissbrauch; Handlungsfelder für die Prävention; Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Druckerei Burlage 2004, www.lwl.org

Zitat

  • "Für kann man davon ausgehen, dass 2003 mehr als die Hälfte aller Fahrer Erythropoietin|Epo genommen haben. Selbst der Verbandsarzt des französischen Verbandes beklagte im vergangenen September in einem Brief, den 'Le Monde' veröffentlichte, dass bei etwa 20 Prozent der 154 lizenzierten Elite-Fahrer der begründete Verdacht auf Doping mit Epo besteht. (...) Es gibt Fahrer, die nach meinen Auswertungen Leistungen vollbracht haben, die meiner Einschätzung nach jenseits des menschlich Möglichen liegen: Miguel Indurain|Indurain, Bjarne Riis|Riis, Jan Ullrich|Ullrich, Marco Pantani|Pantani und Lance Armstrong|Armstrong. Gemessen daran wirken Fahrer aus der Festina-Zeit wie Alex Zülle|Zülle, Richard Virenque|Virenque oder Moreau, die nachweislich gedopt waren bis zum Stehkragen, wie Juniorenfahrer."

so der frühere französische Trainer Antoine Vayer, der von 1995-1998 das Festina-Radrennteam trainierte, das wegen Dopings aus dem Rennen genommen wurde. Jedoch hat Vayer bis heute keinen einzigen Beweis für seine Behauptungen erbracht.

Siehe auch: Nationale Anti Doping Agentur, Dopingliste, Olympische Spiele, Tour de France, Fair Play

Weblinks


Das ganze Umfeld. Was fehlt ist der ganze Komplex "Staatsdoping" (beispielsweise im ehem. Ostblock), Verflechtung von Funktionären/Ärzten/Trainern sowie Industrie (irgendwo müssen die Mittel ja herkommen), Ernsthaftigkeit der Dopingkontrolle in verschiedenen Verbänden/Nationen (unter anderem wg. möglicher Schadenersatzklagen der Athleten, beispielsweise in den USA), Geschichte des Dopings, die Kopenhagener Konvention, die Entwicklungen zum Anti-Doping-Gesetz, Wann gab es die ersten Tests, wer wurde als erstes überführt? Vielleicht noch etwas mehr zu den vermuteten Ausmaßen und zur Technik der Tests, von A- und B-Probe, warum ist doping denn überhaupt verboten? seit wann gibt es das überhaupt, die griechen und die frühen sportler haben ja problemlos alles mögliche eingeschmissen? geschichtliche fälle sind geradezu fahrlässig unvollständig - angefangen vom radfahrer, der bei der TdF tod vom rad fiel über ddr-doping etc. bis hin zu den "üblichen verdächtigen" american football oder nhl-eishockey


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