Lexikon: Endotrachealtubus

 

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Bild: Tubus.jpg Bild: TubusGeblockt.jpg Der Endotrachealtubus ist ein Hilfsmittel zur Sicherung der Atemwege im Bereich der und Notfallmedizin. Ein solcher Tubus besteht nomalerweise aus einem dünnen, an beiden Enden geöffnetem Plastikschlauch. Kurz oberhalb der unteren Öffnung befindet sich ein Luftballon (Cuff). Diese Vorrichtung dichtet die Luftröhre (Trachea) luftdicht ab, und verhindert so eine Aspiration. Am oberen Ende ist der Endotrachealtubus mit einem Normkonnektor ausgestattet, der den Anschluss an ein Beatmungsgerät oder einen Beatmungsbeutel ermöglicht.

Die üblicherweise verwendeten Endotrachealtuben verwenden Cuffs aus Silikon, welche mit geringem Luftdruck aufgeblasen werden (Niederdruckcuff). Dieses hat den Vorteil, dass die Gefahr von druckbedingten schäden im Bereich der Luftröhre reduziert wird. Dem gegenüber stehen die aus gefertigten Hochdruckcuffs, die aus den genannten Gründen nur noch selten verwendet werden. Eine weitere Form sind Tuben, die ohne aufblasbare Manschette auskommen.

Zur Gewährleistung einer sicheren Verhinderung des Abknickens des Tubus ist bei einigen Ausführungen eine flexible Metallspirale in die Wand eingearbeitet. Ein weiterer Schutz gegen die Verlegung ist die Einarbeitung eines sogenannten Murphy-eyes unterhalb des Cuffs, welches bei einer Verlegung der eigentlichen Tubusöffnung immer noch einen ausreichenden Gasaustausch zuläßt. Außerdem verfügen Endotrachealtuben serienmäßig über Röntgenkontraststreifen, um eine Identifizierung bei radiologischen Untersuchungen zu ermöglichen.

Der Endotrachealtubus wird mit Hilfe eines Kehlkopfspiegels () platziert. Er stellt den einzigen sicheren Aspiration (Medizin)|Aspirationsschutz dar.

Siehe auch


Kategorie:Anästhesie Kategorie:Notfallmedizin