Lexikon: Fruchtzucker

 

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Strukturformel
Bild: Fructose_furanose_pyranose.png
Allgemeines
Name D(-)-Fructose
C6H12O6
Andere Namen Fruchtzucker, Lävulose
Kurzbeschreibung weißer, kristalliner Feststoff
57-48-7
Sicherheitshinweise
--
R- und S-Sätze --
HandhabungSchutzmaßnahmen: unnötig
LagerungTrocken. Dicht verschlossen. +15°C bis +25°C
MAK nicht erhoben
LD50 (Ratte)x mg/kg
LD50 (Kaninchen)x mg/kg
Physikalische Eigenschaften
fest
farblos
Dichte 1,65 g/cm³
180,16 g/
100-110 °C (Zersetzung)
-- °C
-- hPa (x °C)
Weitere Eigenschaften
500 g/l (in Wasser) (bei 20 °C)
Gut löslich in Wasser, Aceton
Schlecht löslich in Lösungsmittel
Unlöslich in Lösungsmittel
Kristall
Gittertyp angeben
Thermodynamik
Standardbildungsenthalpie|ΔfH0g kJ/Mol|mol
ΔfH0lkJ/Mol|mol
ΔfH0skJ/Mol|mol
S0g, 1 barin J/mol·K
S0l, 1 barin J/mol·K
S0sin J/mol·K
Analytik
Klassische VerfahrenKurzbeschreibung Nachweisreaktionen (auch der einzelnen Ionen!)

SI-Einheitensystem|SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt.

Fruchtzucker (Fruktose, auch Fructose oder Lävulose, lat. fructus - Frucht) gehört als Monosaccharid (Einfachzucker) zu den en. __TOC__ Fruktose ist optisch aktiv (Isomerie|stereoisomer) und gehört zu den Hexosen, dort wegen seiner Ketogruppe zu den Ketosen. Sie hat die C6H12O6. In kristalliner Form liegt sie als Fruktopyranose vor, gebunden als Fruktofuranose.

Bild: DFructose.png

Physiologie

Die Fruktose kommt in der Natur vor allem in Früchten und in Honig vor und wird im Resorption|resorbiert und in der abgebaut. Fruktose kann durch natürliche Hefen Gärung|vergärt werden.

Wegen ihrer langsameren Resorption in den kreislauf wird sie auch für diätetische Lebensmittel im Rahmen von Diabetes|Diabetes mellitus verwendet, um schneller wirkende wie den üblicherweise verwendeten Rohrzucker|Rohr- oder Zuckerrübe|Rübenzucker (Saccharose) zu substituieren. Im Rahmen einer - oder ICT-Therapie bei Typ-I-Diabetikern sind diese diätetischen Lebensmittel heute nicht mehr notwendig, ein Einsatz ist allenfalls für Typ-II-Diabetiker (früher Alterszucker) sinnvoll.

Fehling-Probe

In verdünnter Natronlauge können die Epimere Mannose, und Fructose ineinander umgewandelt werden (siehe Tautomerie#Keto-Endiol-Tautomerie|Ketol-Endiol-Tautomerie), so dass ein Gleichgewicht zwischen all diesen Isomeren vorliegt. Die im Gleichgewicht vorhandene Glukose reicht aus, um die Fehling-Probe positiv ausfallen zu lassen, obwohl Fructose in der offenkettigen Form eine Ketose ist und in der Ringform kein Carbonyl-Sauerstoff vorliegt.

Seliwanow-Probe

Bild: Seliwanow.png Diese Reaktion ist ein Nachweis für Ketohexosen in der Furanose-Ringform. Da sie im Sauren abläuft, kommt es nicht zur Keto-Endiol-Tautomerie. Mit Glucose fällt die Reaktion deshalb negativ aus.

Zunächst wird die Fructose mit Salzsäure erhitzt. Dadurch entsteht das ωOxymethylfurfurol. Dieses reagiert dann mit Resorcin zu einem roten Niederschlag.

Siehe auch

  • Maissirup, Fructose-6-Phosphat

en:Fructose eo:Fruktozo es:Fructosa fr:Fructose it:Fruttosio ja:フルクトース pl:Fruktoza uk:Фруктоза

Kategorie:Kohlenhydrat