Lexikon: Meningeom

 

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Ein Meningeom (syn.: Meningiom, Meningeoma, engl.: meningioma) ist ein benigner ("gutartiger") Hirntumor. Er entsteht durch die Entartung von Zellen der Arachnoidea (einer Hirnhaut|Hirnhautschicht). Chakteristisch ist sein langsames und verdrängendes Wachstum. Maligne Entartungen sind möglich.

Vorkommen

Das Haupterkrankungsalter liegt im 5. Lebensjahrzehnt, wobei Frauen im Verhältnis 3:2 häufiger betroffen sind. Multiples Auftreten von Meningiomen ist charakteristisch für die Neurofibromatose (Morbus Recklinghausen). Zu therapeutischen Zwecken angewendete Bestrahlungen des Kopfes führen zu einem im Vergleich zur Normalbevölkerung gehäuften Auftreten.

/ Morphologie

Bild: P52562721.jpg Meistens befinden sich Meningiome an der Falx, am Keilbeinflügel, an der Olfaktoriusrinne und setzen sich in der Regel gut vom angrenzenden Hirngewebe ab. Die Schnittfläche sieht grau und körnig aus. In manchen Formen ist im Mikroskop eine Zwiebelschalenformation der Tumorzellen zu beobachten. Verkalken diese, werden sie Psammomkörper genannt. Nach der WHO-Klassifikation sind derzeit 13 histologische Typen bekannt, die je nach Rezidivhäufigkeit und Prognose als Grad I, Grad II (atypisches Meningeom) Grad III (anaplastisches Meningeom) eingestuft werden.

Symptome

und Neurologie|neurologische Ausfälle. In der kann das Wachstum der Meningeome beschleunigt verlaufen, eine mögliche Erklärung sind die in den Tumorzellen regelmäßig vorhandenen -Rezeptoren.

Diagnostik

Bild: Meningeom_ax2.jpg , Angiografie, , Kernspintomografie.

Das Schnittbild | bildgebende Verfahren der ersten Wahl ist beim Meningeom die Kernspintomografie, da dieses Verfahren den größten Weichteilkontrast besitzt und in typischen Fällen die sichere Diagnose eines Meningeoms ermöglicht. In T2-gewichteten Aufnahmen stellen sie sich im Gegensatz zu vielen anderen Tumoren als schwarze Masse (isointens) dar, die dunkler als das umgebende Hirngewebe ist.

Die meisten Meningeome wachsen sphärisch oder globulär unter Beibehaltung ihrer soliden Masse. In manchen Fällen können sie Hirnhäute oder Knochen durchbrechen. Daneben beobachtet man bevorzugt im Os sphenoidale eine plaqueförmige Ausbreitung.


Therapie

Neurochirurgische Entfernung des s. Eventuell auch eine .


Kategorie:Gutartige Tumorbildungen Kategorie:Neurologie

en:Meningioma