Lexikon: Resistenz

 

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Unter Resistenz versteht man die Widerstandskraft eines (oder genauer einer Art (Biologie)|biologischen Art) gegen schädliche äußere Einflüsse.

Im Laufe vieler Generationen können Organismen durch und Selektion resistent werden (angeborene Resistenz). Beispielsweise haben viele Bakterien|bakterielle eine Antibiotikum-Resistenz entwickelt mit der Folge, dass die Behandlung der durch diese ausgelösten Krankheiten schwieriger wird.

Resistenz kann auch erworben werden, indem Gene für Antibiotikaresistenzen, die zum Beispiel auf Plasmid|Plasmiden codiert sind, von einem Bakterium auf ein anderes durch übertragen werden. Es gibt vor allem in Spitälern Krankheitserreger (etwa ), die sich auf diese Weise mehrere Resistenzfaktoren angeeignet haben, also Multiresistenz|multiresistent geworden sind - eine Folge des kontinuierlichen Selektionsdruck|Selektionsdruckes durch notwendige Antibiotikagabe in etwa infektiologischen oder intensivmedizinischen Abteilungen.

Ebenso sind heute viele Unkraut|Unkräuter gegen Herbizide, gegen Insektizide oder gegen e resistent. Dies hat Konsequenzen für den modernen , aber auch in der Bekämpfung von durch Insekten verbreiteten Krankheiten (z.B. ).

Im Gemüsebau versteht man unter Resistenz nicht die völlige Unangreifbarkeit durch einen Schadorganismus. Sie wird eher im Sinne von Toleranz verwendet. Es wird dann von einer hohen oder niedrigen Resistenz gesprochen.

Eine völlig andere Art der Widerstandsfähigkeit wird von einem Organismus im Laufe seines Lebens gegen Krankheitserreger erworben, die so genannte Immunität (Medizin)|Immunität. Dies wird auch Immunisierung genannt, und besteht in einer Anpassung des s an die Krankheitserreger, denen der Organismus ausgesetzt war.

Literatur

  • Joachim Morschhäuser: Wie "entkommen" Pilze der Therapie? Resistenzen und Resistenzmechanismen. Pharmazie in unserer Zeit 32(2), S. 124 - 128 (2003), ISSN 0048-3664


Kategorie:Ökologie Kategorie:Evolution